Archiv | Januar, 2012

Schubladendenken

28 Jan

Oft treffe ich Menschen, die sagen, du bist so, und mir gefällt dies und das und jenes überhaupt nicht an dir! Aber einmal traf ich einen, wobei es sicherlich viele davon gibt, der mich von oben bis unten betrachtete. Er kratzte sich am Kinn, und schaute mich noch einmal von oben bis unten an. Dann lud er mich in sein Zimmer ein.

Dort war es nicht etwa gemütlich, es gab dort weder Stuhl noch Tisch. Und die Wände waren schmucklos und grau. An einer der kahlen Wände stand ein riesiger Schrank, er bestand ausschließlich aus vielen Schubladen, die alle auf eine andere Art beschriftet waren. Er winkte mich zu diesem Schrank heran, und lud mich ein,  in einer der vielen  Schubfächer  Platz zu nehmen. Er jedenfalls war der Meinung, dass jeder Mensch, den er traf in eine seiner Kästen passen müsste

So trat ich näher an den Schrank heran und las die Aufschriften. Auf einer der Schubladen las ich, unmenschlich während auf der nächsten das Wort warmherzig stand. Als ich die Reihen entlang schaute begegneten mir Worte wie faul, arrogant, freundlich, idealistisch, lächerlich, erfolgreich, schön, schüchtern , faul, fleißig und noch vieles mehr. Ich stutzte weil ich nicht wusste wo ich nun Platz nehmen sollte. Mir fiel schwer zu glauben, dass ich überhaupt in eine dieser zahlreichen und mit viel Mühe beschrifteten Schubfächer  hinein gelangen konnte, selbst wenn die Beschreibung auf dem Zettel zu mir passen würde. So schaute ich mein Gegenüber fragend an. “Was glaubst du, was ich bin?” fragte ich mein Gegenüber schließlich.

Er blieb lange still, dann zeigte er auf eine Schublade mit der Aufschrift unentschlossen. Ich musste schon ein wenig lachen, denn was war mit all den anderen Eigenschaften, die ich auch hatte? Zählten sie gar nicht? Das sagte ich ihm natürlich sogleich, und plötzlich zeigte er auf einen Zettel mit der Aufschrift aufmüpfig. Nun wurde es mir langsam zu bunt, ich startete einen letzen Versuch, um dem Herrn klar zu machen, dass ich nicht nur aus einer Eigenschaft bestand, sondern ein ganzer Mensch sei. Wieder zeigte mein Gegenüber auf  eine neue Aufschrift. Diesmal trug sie den Titel unfreundlich.

Ja das war ich auch, am liebsten hätte ich in all seinen Schubladen Platz genommen denn ich war noch viel mehr, ich wurde plötzlich unverschämt, laut, aggressiv und,  hätte ich mich nicht unter Kontrolle gehabt, wäre ich sicherlich noch handgreiflich geworden. Aber ich wurde plötzlich ganz ruhig und schaute den Herrn lange an. Dann ging ich zu einem der Kästen, er trug die Aufschrift unvernünftig und zog diese auf. “Nanu, sie ist ja leer!” Und als ich viele der anderen Schubfächer  aufzog, war auch hier niemand zu finden. “Soso, das dachte ich mir. Es passt niemand nur in eine Schublade, es ist niemand nur böse oder nur gut, ein Mensch hat viele Eigenschaften. Er passt nicht in ein Schema,  so sehr du dir das auch wünscht, weil es vielleicht einfacher ist.”

Mit eiserner Miene stand der Mann mitten im Raum. Er tat so, als hätte er meine Worte nicht gehört. Und ich hatte plötzlich eine neue Erkenntnis gewonnen. Ich verstand plötzlich, warum so viele Menschen alleine sind, warum sie nicht in der Lage sind miteinander zu sprechen.

Viele versuchen Menschen in Schubladen zu stecken, und bei ihrem Versuch sie irgendwo unterzubringen bleiben sie allein zurück. Denn, wer will sich schon gerne in eine Form  pressen lassen.

Ich kehrte dem Mann den Rücken. Und obwohl ich Gewissensbisse hatte, weil ich ihn alleine ließ, war ich doch erleichtert, als ich nach Hause kam, und dort eine schön möblierte Wohnung vorfand. Was mich aber am aller glücklichsten machte war die Tatsache, dass ich dort den Menschen begegnete, die nicht von mir verlangen würden, in einen engen Kasten  zu krabbeln, sondern, die mich so nahmen, wie ich bin. Mit allen Fehlern guten und auch schlechten Seiten. Und die Vorstellung, dass viele Zettel an mir kleben müssten, weil ich in keine Schublade passe, ließ mich schmunzeln.

Jetzt gehts zum Endspurt!

28 Jan

Was hat dieses Bild mit meinem neuen Buch zu tun?

                    

Sehr viel, und was genau, wird noch nicht verraten. Nur so viel, dass es in meinem Kurzgeschichten Buch (ebook) um das Thema Buch geht. Langweilig? Ich hoffe nicht, denn über Bücher kann man eine Menge  schreiben. Es werden auch wieder acht  Geschichten sein, wie bei der Weihnachts-Wunschfee.  Sie werden wie damals, teilweise aus dem Leben gegriffen sein, aber auch aus meiner Fantasie entstehen. Es werden nachdenkliche, traurige und fantastische Geschichten sein. Es fehlen mir jetzt noch 2 Geschichten und dann geht es an meine “Lieblingsbeschäftigung”, ans Korrektur lesen. Aber es muss sein, denn der Fehlerteufel ist beim schreiben immer mit dabei.

Also dann zum Endspurt! Ich hoffe es wird euch gefallen!

Warum dauert schreiben immer so lange?

28 Jan

Ich bin ungeduldig, am liebsten würde ich jeden Tag eine bestimmte Anzahl an Seiten schreiben. Aber es scheitert manchmal daran, dass man neben seinem Hobby, was im Moment einfach noch ein Hobby ist, auch noch sein Leben hat und da gilt es mit dem Hund raus zu gehen, und Alltagsdinge zu erledigen. Manchmal bin ich leicht neidisch auf die Menschen, die sich einfach so an ihren Schreibtisch oder PC setzen können, und nur loslegen müssen. Dann aber stutze ich, denke nach und sage mir: Niemals möchte ich mit diesen Menschen tauschen!, denn ich liebe mein Leben so, wie es ist, liebe die Menschen, die um mich herum sind, und will es gar nicht anders haben.

Es ist gut, so wie es ist, denn, wenn ich nur schreiben würde, klar, dann wäre ich schneller fertig, und könnte alles umsetzen, was ich mir so vorgenommen habe. Ich weiß aber nicht, ob mich das so glücklich machen würde. Vielleicht wäre ich dann fanatischer, und ich würde ein Mensch sein, der nicht mehr nach links und rechts schaut. Außerdem, das habe ich festgestellt, man braucht auch einmal Pause, weil sonst der Kopf leer ist, und man einfach nicht mehr weiterkommt.

Oft sind es aber auch Orte, die einem neben den Pausen wieder weiterbringen, einen inspirieren. Wie unser kleiner unscheinbarer Park  aus dem das Bild oben stammt.

Mein Tipp, für alle die sich mal in ihre Zeilen verbissen haben, einfach mal die Seele baumeln lassen, in sich hinein horchen, ganz andere Dinge tun, dann kommt der Rest schon von ganz alleine.

Ich wünsche allen ein schönes, kreatives und vor allem stressfreies Wochenende.

Gesunde Distanz ist gut, weil sie gesund hält

26 Jan

Ich sitze oft hier, und staune über die Dinge, die um mich  herum geschehen. Manches gefällt mir, und manchem stehe ich kritisch gegenüber. Aber ehrlich gesagt, auch, wenn ich mich manchmal vielleicht ausgebootet fühle, so tut es wirklich gut.

Wie sagte gestern eine sehr gute Bekannte, eine, die ich wirklich sehr schätze, für ihre Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und ihre Offenheit. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom und eins möchte ich von mir später nicht sagen müssen, nämlich, dass ich unkritisch war, dass ich alles mit mir machen lassen habe, dass ich nur von der Erfahrung anderer Menschen gelebt habe, und mein Leben darauf aufgebaut ist, zu anderen unentwegt hoch zu schauen.

Ich habe mich entschieden, eine gesunde Distanz zu wahren. Nicht immer nur Oh! und Ah! und ach wie toll! zu sagen. Sondern mir selbst Gedanken zu machen, selbst Dinge auszuprobieren und auch selbst zu entscheiden was gut ist und was vielleicht besser sein könnte.

Warum schreibe ich das alles? In letzter Zeit begegnen mir immer wieder vermehrt solche Gruppen und solche Menschen, die es offensichtlich genießen, dass man zu ihnen aufschaut, dass sie die Wortführer sind. Und dann gibt es die Bewunderer, die ewig Ahnungslosen. Ich finde diese Entwicklung langsam wirklich erschreckend. Damit wird den Menschen das Denken abgenommen, so empfinde ich es jedenfalls. Vielleicht fühlt sich der ein oder andere sicherlich wohl damit, aber ich sehe die Gefahr, dass Menschen damit groß werden, die man weder kennt, oder die noch nie etwas Gutes für einen selbst getan haben. Warum also sollte ich zu diesen Menschen aufschauen?

Was hat das ganze jetzt mit mir zu tun, oder mit Büchern oder mit dem was ich so anstelle? Sehr viel, denn gerade im Bereich der Selbstpublizierenden Autoren ist diese Entwicklung ganz deutlich. Da gibt es die Macher, die, die angeblich alles können, und solche, die immer klein gehalten werden. Gerade jetzt schießen Ratgeber, wie man schnell reich, schnell berühmt und schnell erfolgreich wird, wie Pilze aus dem Boden, und eine Schar von Gläubigen rennt diesen Menschen hinterher. Ehrlich es mutet wirklich so an. Stimmt nicht? Doch! Es stimmt, denn wenn mich schon die Menschen aus meiner Umgebung darauf aufmerksam machen, Menschen die nicht in der Materie drin sind, dann stimmt das! Und es warnt mich auch, zeigt mir, dass es sehr wichtig ist, eine gesunde Distanz zu wahren zu diesen Dingen. So schaue ich mir alles nur an, ziehe meine Schlüsse daraus, und gehe meinen Weg weiter. Es ist ein Weg, der bestimmt ist, von meinen eigenen Erfahrungen, von meinen eigenen Entscheidungen, und was ganz wichtig ist, und was leider viele Menschen unterschätzen, von dem was ich aus Gesprächen mit anderen für mich nutzen kann. Das was ich im Moment an Fanatismus erlebe werde ich getrost an mir vorbeiziehen lassen, ich habe keine Lust mehr mitzuspielen, das habe ich übrigens noch nie getan und warum sollte ich es jetzt ändern.

Ich finde die Möglichkeiten, die das Internet bietet phantastisch, aber man muss sich immer der anderen Seite bewusst sein. Das Internet kann die Menschen einsam machen, es sei denn man steuert dagegen und gibt den Menschen, die hinter den PCs sitzen ein Gesicht, und lässt etwas mehr Nähe zu. Das setzt aber Gesprächsbereitschaft und nicht Anhängerschaft für eine bestimmte Sache voraus.

Mir geht es jetzt wieder richtig gut, nachdem ich diese Distanz geschaffen habe, nicht mehr alles glaube was ich an Zahlen oder Ereignissen lese. Für mich sind ganz andere Dinge wichtig geworden, die den angeblich großen im Netz immer verborgen bleiben werden. Diese Dinge heißen, Menschlichkeit, Gesprächsbereitschaft, Spaß an der Sache und nicht zuletzt Humor. Diese Dinge braucht man, da man sonst verbissen wird. Und das kann ich in meinem Leben nicht gebrauchen. Es ist wichtig das man offen für anderes bleibt, Dinge lernt, und auch besser wird, aber man sollte sich niemals über andere erheben, denn jeder hat seine Fähigkeiten.

Nebeneinander anstatt gegeneinander

15 Jan

In einer dunklen Nacht, es ist still geworden in der Buchhandlung, erwachten plötzlich alle Bücher zum Leben. Sie schnatterten durcheinander, jedes wollte  von seinem Inhalt erzählen. Ein Raunen und Rascheln war von überall zu hören. Aber plötzlich wurde es ganz still in dem riesigen Verkaufsraum. Alle Bücher schauten gebannt zu einer Nische, auf der kleine, schmale Geräte standen. Sie waren hässlich und unschön, so fanden es jedenfalls die Bücher, die mit ihren hübschen Einbänden protzen und prahlten. Und so manch eines von ihnen zierte bereits das Regal seines stolzen Besitzers. Wurde verliehen, manchmal auch bekleckert, und mit den Jahren bekam es Eselsohren vom vielen umblättern. Dies alles konnten diese schmucklosen Geräte nicht, sie standen dort mit ihren leeren Bildschirmen. “Was seid ihr?” Fragten plötzlich die Bücher. Die schmucklosen Geräte stellten ebenfalls diese Frage. “Ich bin ein Buch!” Antwortete ein besonders vorwitziges Exemplar. “Und ich bin viele Bücher!” entgegnete ein besonders hübsches und stolzes Lesegerät. “Wir werden ebook Reader genannt, und im Moment sorgen wir gerade hier in diesem Land für Unmut, Ärger, Auseinandersetzungen aber auch Begeisterung und wir erfreuen uns immer größerer Beliebtheit!” Die Bücher klapperten mit ihren Buchdeckeln. “Soso, das meint ihr aber auch nur! Wir sind viel schöner anzuschauen, uns lieben die Menschen wegen des Geruchs, und unserer schönen Einbände und sie freuen sich die Geschichten noch auf echtem Papier zu lesen.” Die ebook Reader tuschelten miteinander. “Und wenn man uns einschaltet, breitet sich eine ganze Bücherwelt vor einem aus, man kann aussuchen, welches Buch man gerade lesen will, und wenn die Menschen verreisen, müssen sie keine extra Tasche für die Bücher mitnehmen. Wir sind klein und leicht, und passen in jede Handtasche.” So ging es eine Weile hin und her, jeder ging ganz darin auf, seine Vorzüge und Nachteile aufzuzählen. Plötzlich meldete sich eine piepsige Stimme zu Wort. Und als niemand sie beachten wollte, versuchte sie ein wenig lauter zu sprechen. “Meint ihr nicht, das es jeder für sich ausprobieren sollte, was er kauft, ob ein Buch aus Papier oder einen ebook Reader, mit dem er viele Bücher lesen kann?  Beides hat doch seine Vor und Nachteile, findet ihr nicht?” Die Stimme gehörte zu einer Zeitschrift, in der es gerade darum ging, was denn nun besser sei. Und da die Zeitung von grüblerischer Art war, wägte sie alle Worte ab, die sie in ihrem Herzen trug, und kam zu eben diesem Schluss. Jedem das seine, und warum nicht nebeneinander anstatt gegeneinander! Die Bücher und die ebook Reader schwiegen plötzlich, und für den Rest der Nacht kehrte Ruhe im Buchladen ein.

© Astrid Hartley

 

So, oder so ähnlich könnte es doch gewesen sein oder? Ich für meinen Teil finde die Entwicklung sehr gut, und ich verstehe ehrlich gesagt die Aufregung hier in Deutschland nicht. Warum will man etwas das noch neu ist, im Keim ersticken. Damit macht man den Leser zu einem unmündigen Bürger. Und ich glaube schon, dass der Leser/Käufer sehr gut entscheiden kann, was er möchte.  Ich für meinen Teil habe mich entschieden. Ich sammle gerne Bücher und lese sie auch. Aber ich bin den Entwicklungen im Bereich ebook sehr positiv aufgeschlossen. Beides hat etwas gutes. Ein Buch kann man verschenken, man hat etwas bleibendes in den Händen und man kann sich an seinem Anblick erfreuen, auch wenn man schon lange seinen Inhalt kennt. Ein ebook ist zwar “nur” eine Datei, aber ich kann auf dem Reader viele Bücher haben, kann sie dort mühelos lesen, und, wenn die Augen müde sind, sogar die Schriftgröße verändern. Außerdem gibt es keine Kaffeeflecken und Eselsohren :) Nein, aber Spaß beiseite. Es ist gut, so wie es jetzt ist, aber, es kann noch besser werden, indem beide Märkte nebeneinander existieren, was sie zwar jetzt schon tun, und dennoch wird alles was neu und ungewohnt ist, erst einmal angefeindet. Man erinnere an die Musik Industrie, wo mittlerweile auch beides nebeneinander existiert. Ich sage mir immer, wer etwas anfeindet, hat auch ein wenig Respekt und Angst davor. Aber wie sich letztendlich alles weiter entwickelt, wird die Zeit zeigen und hängt ganz vom Kaufverhalten des Lesers ab.

Warten wir es also ab, es wird sicherlich spannend!

Gedankensplitter – Gerade weil es nervt ist es sooo “schön”…

9 Jan

Immer wieder und wieder, schon zu Brei zerkaut, in allen Foren, Gruppen sowie in Gesprächen springt es einem entgegen, springt es einem ins Auge und dennoch ist es so unnütz wie ein Sonnenschirm im tiefsten Winter! Und es hängt mir wirklich zum Halse raus!
Ein Buch eine Geschichte sollte lektoriert sein, man sollte zu einem Verlag gehen, man sollte ein Buch aus Papier herstellen, weil es sonst kein Buch ist.
Wie wärs mal damit, die Leute leben zu lassen! Glaubt ihr nicht das sie selbst wissen, was gut für sie ist? Was sie wirklich wollen? Glaubt ihr, sie haben nur darauf gewartet einen Rat zu bekommen? Ich glaube nicht, denn es werden ja ungefragt diese Äußerungen getätigt. Es ist doch kein Wunder, dass so Gespräche im Keim erstickt werden, weil man sowieso die Antwort, den Gesprächsverlauf schon kennt. Also lässt man es lieber, und schafft sich eine Elefantenhaut an.

Mensch Leute! Schaut mal über euren Tellerrand und gebt eure Steinzeitgedanken auf. Schaut erstmal bei euch, bevor ihr andere maßregelt.
Ist das ein typisch deutsches Phänomen? Oder ein Phänomen unserer Gesellschaft?
Mir ist es jedenfalls wirklich egal, in welcher Weise ein Autor sein Buch herausbringt, mich interessieren oft noch nicht einmal die Rezis, viel wichtiger ist, dass die Geschichte gut ist, dass sie mich mitreißt, dass sie mich weinen lässt, wenn die Charaktere traurig sind, dass sie mich lachen lässt, wenn es etwas zu lachen gibt, und ganz wichtig, dass sie mich mitreißt bis zum Schluss, auch wenn sie zwischendurch ruhigere Passagen hat.
Ein wenig Akzeptanz und Toleranz auch in diesem Bereich wäre wünschenswert!

Fantastische Vorsätze für dieses Jahr – ich bleibe wie ich bin ;)

3 Jan

Nun ist es da, das neue Jahr, und mit ihm nagen in mir die Gedanken an neue und gute Vorsätze für das selbige.

Schon die Zahl 2012 geht runter wie Öl, ob es das Jahr auch so gut mit uns meint, wie seine Jahreszahl? Welche Dinge vor einem liegen hängt nicht nur von einem selbst ab, sondern von den Menschen, denen man begegnet, ob gewollt oder ungewollt. Ein Stück weit kann man es aber mittragen und mit gestalten.

Was sind meine Vorsätze für dieses Jahr?

Was das schreiben und den Umgang mit geschriebenen Dingen betrifft habe ich mir viel vorgenommen.

Ich werde mir ein unheimlich dickes Fell anschaffen, damit vieles an mir abprallt was mir nicht weiterhilft und nur verletzt, und nur das zu mir durchdringen lassen, was wirklich konstruktiv ist, und mich und auch andere weiterbringt. Menschen, die mir nicht gut tun, werde ich mitten auf meinem Weg stehen lassen, sollen andere damit glücklich werden, ich belaste mich damit nicht mehr. Vielmehr interessieren mich die Menschen, die mich so nehmen wie ich bin mit allen meinen Ecken und Kanten, und ich werde mich denen zuwenden, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn ich an sie denke.

Ich werde auch nicht mehr alles glauben, was ach so tolle Leute so von sich geben, wenn sie sich rühmen und preisen, denn das ist nicht konstruktiv. Klar jeder macht Werbung auf seine Weise,  aber in Zukunft werde ich die meiden, für die ich nur eine Werbefläche zu sein scheine, die ihrerseits aber keinen Finger für mich rühren würden. Das bedeutet nicht nach dem Prinzip wie du mir so ich dir, aber es bedeutet schon, dass ich alles was nur einseitig läuft an mir vorbeiziehen lassen werde.

In diesem Jahr habe ich die Hoffnung, dass sich Autoren, die selbst verlegen wirklich mal zusammentun, und nicht nur in ihren Gruppen untereinander kommunizieren. Es sollte doch allen bewusst sein, das wir im selben Boot sitzen. Dabei ist keiner schlechter und keiner besser. Es ist wirklich schade, das die Kontakte die man hat niemals über die Gruppen hinausgehen. Dabei könnte man außerhalb von Netzwerken noch viel mehr erreichen und sich auch mal auf privater Ebene kennenlernen. Das passiert leider viel zu selten.

Aus Foren werde ich mich komplett zurückziehen, da dort immer nur ausgewählte Leute das Sagen haben, und darüber entscheiden was gut und was schlecht ist. Die anderen werden mehr oder weniger geduldet, und erdreistet sich dann doch einmal jemand etwas zu sagen, dann kommen gleich wieder kritische Stimmen und höhnische Anmerkungen. Ich glaube die Zeit ist vorbei, in denen Foren noch etwas gebracht haben. Werbung in Foren ist für mich ebenfalls tabu, weil man sowieso nur durch den Kakao gezogen wird. So etwas muß ich mir nicht mehr geben.

Für mich bedeutet dieses neue Jahr, das ich den Nachfolger von “Das verschollene Tor” zu Ende schreiben werde. Es ist einerseits die Fortsetzung meines Erstlingsromans aber er steht trotzdem als eigenständige Geschichte da, ich habe an anderer Stelle schon darüber berichtet. Und weiter unten gibt’ s bereits einige Leseproben. Ich habe beschlossen, dass ich “Das verschollene Tor” in seiner Ursprungsfassung lassen will, und nicht an der Geschichte herum schreiben bzw. herum verbessern möchte. Denn es ist mein erstes Buch, und viele, denen es  gefallen hat, haben mir davon abgeraten. Die Illusion, dass man ein Buch schreiben kann das allen gefällt, habe ich sowieso längst aufgegeben.

Die neue Geschichte wird dieses Mal nicht nur in unserer Zeit spielen, sondern auch in anderen Welten. Es gehört etwas Mut dazu, sich etwas neues auszudenken, diesen Mut habe ich jetzt erst gefunden. Und manchmal bin ich erstaunt, wo der Weg mich beim schreiben hinführt. Dieser Roman wird ein Gemisch, aus Fantasy und Mystery. Ob man das darf, weiß ich nicht, aber beim verschollenen Tor habe ich auch nicht darauf geachtet ob man das so machen darf, und dafür aber auf der einen Seite Skepsis und Unverständnis geerntet, auf der anderen Seite aber auch Begeisterung mitbekommen. Vielleicht ergeht es diesem Buch ähnlich. So etwas finde ich immer spannend. Über den Titel bin ich mir leider immer noch nicht ganz im Klaren, der wird auch erst vor Erscheinen mitgeteilt.;-)

Mein zweites Buch wird ein Psychothriller, dort stehe ich aber noch ziemlich am Anfang, aber es ist meine zweite Herausforderung in diesem Jahr.

So, genug geredet! Jetzt wünsche ich allen, die mit ihrem Herzen und ihrem Verstand und ganz viel Freude schreiben, alles Gute für 2012, viele Ideen und ganz,  ganz viel Erfolg!

 

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.