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So ist es leider…

25 Mai

Und täglich grüßt die Einfältigkeit! So oder so ähnlich könnte man meine Gedanken beschreiben, die mir zur Zeit durch den Kopf gehen.

Im Moment frage ich mich ernsthaft, was ich überhaupt von Gruppen, in denen ich bin erwarte. Und das ist eigentlich nicht viel. Nämlich nur eines, die Threads aller Leute (und nicht nur der beliebten) vernünftig zu lesen, und jedem seine Meinung zu lassen, und niemanden anzgreifen.

Am Anfang dachte ich man schließt sich zu Gruppen zusammen, weil man dieselben Interessen hat, sich über ähnliche Dinge austauschen möchte. Schön wärs, Fehlanzeige. Was habe ich heute gelernt? Eine Gruppe ist dazu da, das sich nur ein verschwindend kleiner Teil unterhält, und der Rest, der dann mal etwas sagt geflissentlich übersehen oder absichtlich falsch verstanden wird. Da sind wir also nun wieder bei dieser tollen Hackordnung! Und wo bleibt der viel gelobte Zusammenhalt? Er ist wohl eher nur ein Traum, oder gibt es irgendwo Menschen, die wirklich an Gesprächen, Austausch und Zusammenarbeit interessiert sind? Ich befürchte fast, das unsere Gesellschaft mittlerweile so sprachlos geworden ist, das dies gar nicht möglich ist? Schade eigentlich.

Natürlich werde ich jetzt meine Konsequenzen daraus ziehen, ich werde stiller Leser, weil ich nun merke, dass alle die etwas anders denken und nicht zum “erlauchten” Kreis einer Gruppe gehören auf diese Art und Weise sprachlos gehalten werden. Okay dann bin ich dort eben sprachlos. Was solls!

Hier bin ich es nicht, und für alljene, die mir den Vorwurf machen zu negativ zu schreiben, sei mir diese eine Bemerkung gestattet: Wie soll ich etwas positives schreiben, etwas schön reden, was im argen liegt? 

Also geht meine Suche weiter, nach Menschen, die sich nicht nur profilieren wollen und die sich auch für die Meinungen ihrer Mitmenschen interessieren, und die ihre Mitglieder nicht nur zum beklatschen und bestaunen brauchen. Dafür gebe ich mich nämlich nicht her.

Nun werde ich noch gelassener an die Dinge herangehen, und mich auf die Dinge konzentrieren, die mir wirklich wichtig sind, nämlich auf den zweiten Teil Die Hüter der verborgenen Lande, der mittlerweile 100 DIN A4 Seiten umfasst und auf das zweite Buch der Geschichten Ranke. Beide Projekte liegen mir sehr am Herzen und ehrlich gesagt habe ich nun keine Lust mehr meine Energie auf Dinge zu verschwenden, die eh nur ins Leere laufen.

Eigentlich lebt doch eine Gruppe oder eine Gemeinschaft von der Vielfalt der Meinungen, wenn es aber nur noch einige wenige sind, die sich stets lautstark äußern, wird auf Dauer die beste Gruppe fad und langweilig.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die ähnlich denken wie ich, ein wunderschönes Wochenende, und all denen, die stets meinen die erste Geige spielen zu müssen, dass sie ihre Energien vielleicht etwas konstruktiver einsetzen.

Leider läuft es in vielen Gruppen ähnlich ab, darum habe ich meine Aussagen auch sehr allgemein gefasst.

Mein eBook-Tagebuch Teil 3 – Berg und Tal………

14 Mai

 

Gerade wieder heute musste ich an unsere Bergwanderungen denken, die ich notgedrungen mit der Familie unternehmen musste. Ich habe sie stets gehasst, weil ich Höhenangst habe. Und dann auf einem Berg zu stehen, der 2000 Meter hoch ist, und mit Höhenangst eine Gratwanderung zu machen, das war schon sehr unangenehm.

Und genauso fühle ich mich oft, wenn ich über meine Anfänge beim Schreiben nachdenke, und obwohl ich eigentlich Routine haben müsste,  geht es mir immer und immer wieder bei einer Veröffentlichung so, wie oben beschrieben.

Es ist aber nichts anderes als das, was man im gesamten Leben immer wieder erlebt. Es gibt Tage, da steht man auf dem Berg, und schaut hinunter auf eine wunderschöne Landschaft, breitet die Arme aus und fühlt sich frei, und dann gibt es auch solche, da rutscht man einen Abhang hinunter, und plötzlich ist man wieder da gelandet, wo eigentlich der Weg begann. Wenn ich negativ eingestellt wäre würde ich sagen, okay, Bergwandern ist blöd, und warum soll ich wieder den ganzen Weg hinaufkraxeln. Damals gab es für mich kein Zurück, da trieben mich meine Eltern an, und heute gibt es für mich auch kein Zurück, denn heute treibe ich mich selbst an. Aber es ist nicht nur der Ehrgeiz, der mich treibt, sondern einfach der Spaß am Schreiben, am Ausprobieren. Ich sammle gerne Erfahrungen, lasse mich gerne auch mal eines Besseren belehren.

Was hat das ganze jetzt mit eBooks zu tun? Eigentlich nichts, und trotzdem ganz viel. Denn, wenn man etwas veröffentlicht, einfach so in die Welt hinein, begleitet einen immer eine gewisse Spannung. Ich denke das sie immer mein Begleiter sein wird.

Aber trotz des oft flauen Gefühls in der Magengegend, habe ich weiter gemacht. Die Ideen kommen mir oft spontan, meistens dann, wenn ich gerade unterwegs bin, und garantiert nichts zum Schreiben dabei habe. Manchmal begegnen mir neue Geschichten auch in Träumen. So war es damals mit meinem ersten Buch, und so erging es mir jetzt mit der Fortsetzung. Ich schreibe bis jetzt noch am zweiten Teil von Die Hüter der verborgenen Lande weiter, und bin schon sehr weit gekommen. Dann kam mir die Idee für die Geschichtenranke im ersten Band ging es um das Thema Buch, und um Geschichten in denen sich alles um Bücher dreht. Es wurden sieben Kurzgeschichten.

Zehn Tage vor Valentinstag  kam mir plötzlich die Idee, warum nicht eine Geschichte zu diesem Tag schreiben. Und da ich alle Sparten einmal ausprobieren möchte, wurde eine kleine Liebesgeschichte, allerdings ohne Erotik, daraus.  Sie heißt Danke Mr. Valentin und entstand aufgrund einer netten Essenseinladung zum Valentinstag. Normalerweise kann ich diesem Tag nichts abgewinnen, aber eine Kleinigkeit schenken wir uns dann doch immer. Wenn auch keine roten Rosen und Herzchen, die ich in diesem Zusammenhang auf den Tod nicht ausstehen kann! Leider war die Veröffentlichung viel zu knapp, aber das mit den Pannen kenne ich ja schon. Wenn man etwas gut machen will, klappt es meistens nicht. Naja im nächsten Jahr werde ich die Geschichte gratis anbieten :)

Wie schon beschrieben, wurde aus dem Einzel- eBook Das verschollene Tor eine Trilogie, an der ich jetzt noch fleißig weiterschreibe. Es macht mir einen Riesenspass, allerdings brauche ich mittlerweile ein Dokument für Ortsangaben, und eines für Personen, Verwandschaftsgrade und Eigenschaften der Charaktere. Denn der zweite Teil spielt nicht nur in unserer realen Welt. Es ist allerdings sehr anstrengend, weil man beim Schreiben oft den roten Faden verliert.

Es gab sehr viele positive und schöne Momente, die die negativen verschwindend klein werden ließen.  Und das ermutigt mich wirklich.

Jetzt plane ich natürlich weiter, und zur Zeit wird der erste Band Die Hüter der verborgenen Lande – Das verschollene Tor als Hörbuch aufgelesen. Unterstützt werde ich dabei von meinem liebenswerten verständnisvollen Mann. Aber gebremst, wenn auch auf lustige Art werde ich bei dieser Aktion von meinem Nymphensittich Sylvester und unserem allzeit verrückten Jack Russell Sammy.

Bald wird es einen Teil 4 von meinem eBook Tagebuch geben. Aber jetzt wird erst einmal weiter geschrieben.

Auch wenn es oft eine Gratwanderung ist, so werde ich dennoch meinen Weg gehen und den Spaß an der Sache nicht verlieren. Das ist das aller Wichtigste. Dabei sollte man sich nur von den Leuten beeinflussen lassen, die einem etwas bedeuten, und die einen begleiten und nicht zerstören wollen.

Und nun noch für all  jene, die jetzt fragen, warum ich dieses eBook Tagebuch geschrieben habe, hier im Blog, und es auch weiterführen werde. Ich möchte den Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen ihre Geschichte ihr Buch als eBook selbst zu veröffentlichen aufzeigen, dass es nicht so einfach geht, das es niemals von null auf hundert geht, das Rezis nicht vom Himmel fallen, das man nicht vom “Tellerwäscher zum Millionär” damit werden kann,   es sei denn es begleitet einen das Glück. Aber es gibt nur ganz wenige, die es so schnell schaffen. Man braucht eine Menge Disziplin, Durchhaltevermögen und Geduld, dazu Kreativität und Mut! Auch ist es wichtig, das man die Dinge realistisch betrachtet, also die rosarote Brille besser im Etui lassen! Viel ausprobieren und sich nicht entmutigen lassen. Dafür schreibe ich dies alles!

 

 

Ela und der Nymphensittich oder, warum es so schwer ist ein Hörbuch zu machen!

12 Mai

Ela läuft  in ihrem Zimmer auf und ab, sie dreht eine Runde nach der anderen, dann hält sie sich verzweifelt die Ohren zu, nachdem sie schon alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, ist dies die allerletzte, aber auch sie hilft nur bedingt. Sie hört zwar jetzt nicht mehr, was um sie herum schreit und bellt, aber sie hört auch ihre eigene Stimme nicht. Und die muss sie hören, sonst kann sie ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen.

Wie schön war es, als sie damals für andere Menschen Bücher aufgelesen hat. Da gab es noch kein Pelz- oder Federgetier in ihrem Leben. Aber jetzt, wo sie ihr eigenes Buch auch hörbar machen möchte, klappt das nicht mehr, denn immer, wenn sie guter Dinge ist, stürmt entweder ein weißer Wirbelwind bellend durch die Wohnung oder der Nymphensittich, (der übrigens der einzige Überlebende aus einem Vierergespann ist, und uns scheinbar alle überleben wird), mal wieder seine fünf Minuten hat, und brüllt, was das Zeug hält. Nein er zwitschert nicht er schreit!

Nun ist guter Rat teuer, Ela könnte sich natürlich eine schalldichte Kabine bauen, aber dazu hat sie weder den Platz, noch Zeit und Lust so etwas aufzubauen. Im Keller ist die Akustik nicht gut, und es ist dunkel und stickig. Nein das kommt so ganz und gar nicht in Frage. So entschließt sie sich Nachts zu arbeiten. Es fällt ihr sichtlich schwer, vor allem hat sie Angst plötzlich das Tageslicht zu scheuen oder gar zum Vampir zu werden.

Dann endeckt sie für sich die Rauschunterdrückung ihres tollen Aufnahmeprogramms, aber Pustekuchen, diesen Vogel kann man nirgendwo rausfiltern! Völlig unmöglich. So bleibt doch die Nacht ihr Freund, und sie beschließt streng mit sich zu sein, und ein oder zwei Stunden in der zwitscher- und bell-freien Zeit zu genießen. Ihre Ohren danken es ihr und ihre Nerven auch.

Ela hat sich endlich aufgerafft und ist hochkonzentriert, plötzlich macht ihr der Lüfter ihres PC’s einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Aber zum Glück kann man dieses Geräusch wirklich herausfiltern. Erleichtert atmet sie auf und macht sich Nacht für Nacht an die Arbeit.

Zum Glück ist sie nicht zum Vampir mutiert. Das Frühstück schmeckt ihr wie eh und je, und sie genießt die Zeit in der Sonne! Aber neuerdings mag sie auch die Nacht sehr gerne, denn da ist alles so wunderbar still und sogar der Nymphensittich schläft – oh Wunder!

 

Alle guten Dinge sind 3…

11 Mai

Jetzt ist es raus, und mir eine kleine Notiz hier in meinem Blog wert.
Nach langem Hin und Her vielen Gesprächen und vielen Emotionen, ja auch die gehören dazu, steht jetzt endlich der Titel fest, unter dem das ehemalige “Das verschollene Tor” veröffentlicht wurde.

Es hat rumort, und es hat sich heftig gewehrt, denn nicht nur dem Buch, sondern auch uns ist dieser Titel ans Herz gewachsen. Aber er passte nicht mehr ganz zur gesamten Geschichte. Also heißt es jetzt: “Die Hüter der verborgenen Lande” und der erste Band hat tatsächlich noch den Titel “Das verschollene Tor”, weil es genau darum geht. Hintergründe zur gesamten Geschichte wird es bald geben. Sie steht jetzt komplett, aber ich will sie so aufbereiten, dass ich nicht zu viel verrate.
Jetzt werde ich mich aber nicht zufrieden zurücklehnen, sondern am zweiten Band weiter schreiben, der mittlerweile stolze 70 DIN A4 Seiten umfasst.
Außerdem geht es mit der Geschichten-Ranke weiter, da die Kurzgeschichten oft aus dem Leben gegriffen sind, dauert es etwas sie zusammen zu tragen.
Bedanken möchte ich mich auf jeden Fall bei allen die mir Mut gemacht haben, aber auch bei denen, die mir durch ihr nicht ganz faires Verhalten gezeigt haben, wie man es nicht machen sollte.
Ich hoffe es wird jetzt alles besser, denn alle guten Dinge sind 3! 3. Auflage, drei Bände und ein drittes Cover.

 

Warum Ela niemals berühmt werden möchte :)

7 Mai

Es ist ein herrlicher Frühlingstag, einer von sehr wenigen bis jetzt. Ela hat so richtig gute Laune, denn sie hat jemanden an ihrer Seite, der den Frohsinn immer wieder aufs Neue vor ihr ausbreitet. Dabei wird er tatkräftig von einem weißen schon etwas betagten Pelzgetier unterstützt. So hat sie keine Zeit für schlechte Laune, meistens jedenfalls nicht.

Der Mann an Elas Seite ist aber nicht nur für die gute Laune zuständig, sondern muss auch manchmal so allerhand mitmachen. Vor allem, wenn es zum Endspurt eines Buches oder einer Geschichte geht. Wenn das gefahrvolle Wort Korrektur lesen wie ein Damoklesschwert über dem Raum hängt, in dem Ela ihren PC aufgestellt hat.  Dann kann er froh sein, dass ihm keine Papierbällchen an den Kopf fliegen. Dank der modernen Technik geht das ja zum Glück nicht, und mit Dateien zu werfen, diesen Versuch hat Ela bereits aufgegeben.

Wie gesagt es ist ein wunderschöner Tag. Er ist wie geschaffen, um die weiße Pelzkugel auszuführen. Natürlich hat dieser mal wieder so gar keine Lust zum Gassi gehen. Toll und dabei ist er doch der Grund für die Albereien gewesen.

Seitdem das Pelzgetier in Elas Leben trat, war sie gezwungen draußen eine Jogginghose zu tragen. Die Blicke der Nachbarn stören sie schon lange nicht mehr, und manchmal muss sie herzhaft über ihre Mienen lachen. Aber sie selbst kann es auf den Tod nicht ab, wenn besagte Pelzkugel an ihr hochspringt, zumindest dann nicht, wenn sie eine ordentliche Hose trägt.

“Wenn du berühmt bist, scherzt der gut gelaunte gut aussehende Mann an ihrer Seite, dann musst du auch mit gepflegter Kleidung nach draußen gehen. Mit Jogginghose darfst du dich da nicht mehr blicken lassen!” Ela lacht und schaut auf ihre mit Hundepfotenabdrücken übersähte gute, alte Jogginghose. Dann schüttelt sie bedächtig den Kopf, lächelt und bleibt auf einer hölzernen Brücke stehen. “Nein niemals! Dann bleibe ich lieber ich selbst, und ein ganz normaler Mensch, denn ohne meine Jogginghose gehe ich nicht aus dem Haus!”

Beide müssen plötzlich laut lachen und auch die Pelzkugel blickt verwundert zu ihnen auf, legt den Kopf schief als wenn er sagen wollte: “Frauchen, (er weiß ja nicht, dass sie Ela heißt), bleib du so wie du bist, denn so ist es genau richtig!

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend. Und ein Tipp an die Hundehalter, wer mit einer alten Hose nach draußen geht, hat weniger zu waschen :)

Aus alt mach neu – nicht ganz

6 Mai

Das es in diesem Blog rund ums schreiben geht, sagt ja schon der Name, und alle, die es interessiert möchte ich hier natürlich auf dem Laufenden halten. Dieses Mal geht es um mein erstes eBook Das verschollene Tor.  Es ist korrektur gelesen und erweitert worden, und jetzt gefällt es mir schon viel besser. Was mir nicht gefällt, weil es einfach nicht mehr passt, ist der Titel. Dieser wird sich in der nächsten Zeit ändern, allerdings noch nicht sofort, da ich noch einmal alles durchgehen möchte. Das geschieht sowieso zwangsläufig, weil ich daraus ein Hörbuch machen werde, und das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Oft begegnen einem beim laut lesen noch Ungereimtheiten. Aber der Titel passt zur gesamten Trilogie einfach nicht so ganz, obwohl er mir und einigen anderen ans Herz gewachsen ist. Aber im Stillen wird das Buch immer so heißen, schon alleine deshalb, weil es das erste geschriebene Buch von mir ist, und weil an ihn viele Erinnerungen geknüpft sind, denn es wurde zu einer Zeit geschrieben, in der viele unschöne Dinge in unserem Leben geschehen sind. Aber auch die muss es geben, damit man die schönen Dinge des Lebens zu schätzen weiß.

Natürlich bekomme ich dadurch diese unterirdische Rezension nicht weg, aber wenn ich es komplett lösche und noch einmal einstelle, denke ich das mein “Freund” sich dennoch wieder melden wird. Also wird es die dritte Auflage geben, allerdings etwas verzögert.

Der Vorteil beim eBook ist natürlich, das der interessierte Leser merken kann, dass der Autor sein Buch seine Geschichte ernst nimmt, indem er daran arbeitet und zwar kritisch. Und das tue ich, denn wer unkritisch sich selbst gegenüber ist, lernt nichts dazu.

Also werde ich noch einmal von vorne beginnen, und den Titel sowie das Cover verändern, es wird ein Inhaltsverzeichnis geben und der Prolog bekommt einen Satz mehr. Eins ist versprochen, im zweiten Teil gibt es Erklärungen dazu, warum die Charaktere im ersten Teil so und nicht anders gehandelt haben, da mir der Vorwurf gemacht wurde, das sie sich komisch verhalten würden. Wenn auch nur von einer Person. Aber wer die Geschichte aufmerksam liest, versteht schon einiges mehr.

Wie gesagt es ist ein Versuch und vielleicht nur ein Zwischenschritt, denn ich kann und will es nicht allen Recht machen. Und wie sagte mal jemand so schön, dieses Buch ist als ebook nicht geeignet. Ich stimme zu. Und ich bin bereits auf der Suche nach andren Möglichkeiten, bei denen die Rechte dennoch bei mir bleiben, denn das ist mir sehr wichtig.

Ich werde dann dieses Buch und auch den zweiten Band, der schon beachtliche 70 DIN A4 Seiten umfasst auch auf andere Plattformen bringen. Es liegt also noch viel Arbeit vor mir, auf die ich mich sehr freue!

Beeindruckt? – Nur weil es im Netz steht?

5 Mai

Ich sitze hier mal wieder staunend. Und schaue mir teils fassungslos, teils amüsiert die Welt an. Welche Welt? Ja die Internet – Welt. So langsam nimmt es Formen an, die einen Menschen, der viele Dinge kritisch hinterfragt doch etwas aufhorchen lassen.

Bin ich die einzige auf der großen schönen Welt, die sich wirklich diese Fragen stellt?

Und an dieser Stelle kann ich gleich nahtlos weiterschreiben, denn dieser Beitrag sollte eigentlich am 25 Januar in meinem Blog erscheinen, und wie so oft, kam mir etwas dazwischen, aber dieses Thema hat für mich immer noch nichts an Aktualität verloren.

Das ich weder als Autorin beachtet oder wahrgenommen werde, ist mir ja nichts Neues und es bringt mich mittlerweile eher zum Schmunzeln, als das es mich aufregen würde, denn, es kommt von Leuten, die den ganzen Tag nichts anderes im Kopf haben, als sich selbst. Und genau darum geht es.

Zu Anfang habe ich zu solchen Leuten aufgeschaut, klar, wenn man neu bei einer Sache ist, sucht man erst einmal nach Anhaltspunkten. Man braucht Orientierung, zumindest habe ich das immer gedacht. Mittlerweile bin ich wirklich ernüchtert.

Mich erstaunt der Einfallsreichtum, und die Vielfalt der Federn mit denen sich so mancher schmückt. Frei nach dem Motto: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr! Da gibt es z.B. Zeitgenossen die prahlen damit bei einem großen Verlag zu arbeiten und ihre Bücher auch dort veröffentlicht zu haben und schaut man dann mal dahinter, sind sie auch nicht besser dran als ich, oder jemand erzählt mir welch einen tollen Beruf er denn hat, und dann erfährt man von anderer Seite, das es sich ganz anders verhält. Es wird also nicht nur bei den Promis geschönt und aufgepeppt. Aber ist das wirklich der Sinn der Sache? Sollte man nicht vielmehr die Energie, die man zur Aufrechterhaltung einer falschen Wahrheit aufbringt in andere Dinge stecken?

Fordert unsere Gesellschaft es aber nicht gerade heraus, setzt sie die Menschen dermaßen unter Druck, dass sie meinen so handeln zu müssen? Es sieht fast so aus, denn viele gehen ja nach dem, was ein Mensch in der Gesellschaft darstellt. Ob er dann wirklich auch im menschlichen Bereich etwas drauf hat, ist egal, die Hauptsache ist doch, dass ich sagen kann, ich bin mit der oder der bekannt, die ist ja eine anerkannte Autorin, Schauspielerin, Journalistin usw…..

Erschrocken bin ich auch mittlerweile darüber, dass Menschen an “sozialen” Kontakten im Internet gemessen werden. Wenn das die Zukunft ist, dann ist das für mich eine sehr traurige Entwicklung. Wenn nur noch der Rang der Status wichtig ist, und alles andere auf der Strecke bleibt, frage ich mich, wo das wirklich noch hinführen soll? Da bekommt das Wort soziale Kontakte eine ganz andere Bedeutung.

All das hat natürlich eine unmittelbare Bedeutung für die Gesellschaft, außerhalb des Internets. Wobei ich immer der Meinung bin, das das Internet die Gesellschaft 1:1 widerspiegelt. Alles wird unpersönlicher, so auch im Netz. Es ist nicht mehr wichtig miteinander zu kommunizieren, sondern damit zu prahlen, was man nicht ist, sich eine tolle Identität aufzubauen. Nur ist es sehr schwer diese über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten.

Was könnte man denn anders machen? Man könnte sich z.B. überlegen, dass es nicht wichtig ist, was man darstellt, sondern es viel wichtiger ist, wie man auf andere wirkt. Jeder beklagt sich z.B. darüber, dass es kaum noch Freundschaften gibt, aber wer ist denn schon bereit so viel von sich abzugeben, und da zu sein, wenn es dem anderen mal schlecht geht. Da gibt es nicht viele. Klar es ist schnell gesagt, der oder der ist mein Freund, aber wenn es darauf ankommt, wo sind dann die Freunde?

Wer all zu sehr damit beschäftigt ist, sich mit tollem Beruf und weißer Weste darzustellen, sollte vielleicht wieder einmal lernen, über seinen Tellerrand zu schauen, denn dann bekommt er von der wirklichen Welt ein Stück mit, vor allem von seiner Vielfalt. Man kann sicherlich von anderen lernen, und gegenseitig voneinander profitieren. Aber nur dann, wenn diese Profilierungssucht ein Ende nimmt. Es geht mir wie gesagt nicht um die Menschen, die viel erreicht haben, sondern um die, die noch nicht viel erreicht haben, und sich trotzdem unaufhörlich ins Rampenlicht stellen und andere für dumm verkaufen wollen. Wer genau hinschaut durchschaut solche Menschen recht schnell, und wendet sich an die, die einen weiterbringen, nicht, indem sie einem bebauchpinseln, sondern indem sie in echte Kommunikation treten.

In diesem Sinne hoffe ich einfach mal, das es noch andere Idealisten wie mich gibt. Ich jedenfalls schaue mir mittlerweile die Leute etwas genauer an, und ich bin froh, wirkliche Freunde zu haben, die mich nicht nach Sternchen beurteilen, sondern nach dem was ich bin und wie ich bin. Und das ermutigt mich bei allem, was ich tue!

 

 

Aus gegebenem Anlass….

30 Apr

Dies ist für alljene, die mich offensichtlich mit jemand anderem verwechseln, oder die mich auf ihre Liste der verachtenswerten Menschen gepackt haben.
Ehrlich gesagt bin ich zu alt für solche Spielchen, und mir wäre es lieber, wenn die Menschen, die etwas auszusetzen haben, oder denen etwas auf der Seele liegt, was sie mir unbedingt an den Kopf werfen möchten, es mir dann bitte direkt sagen sollten. Es gibt genug Möglichkeiten.
Aber mir Virenmails zu schicken oder auf Twitter Urls von virenverseuchten Seiten zukommen zu lassen, das ist unfair und vor allem dämlich.
Langsam wundert mich allerdings gar nichts mehr.
Vor Kurzem habe ich die Leute wieder schwärmen hören in dem Fall habe ich es gelesen.
Wir Indie Autoren müssen uns doch zusammenschließen, und uns gegenseitig helfen!
Toll! Wenn die Hilfe so aussieht, dass ich nur dazu da bin andere zu beklatschen, und Werbung für sie zu machen, dann ist das der falsche Weg.
Für mich sieht ein Zusammenhalt anders aus.
Ich finde es ehrlich gesagt so richtig arm, was inzwischen unter den Autoren so abgeht und mich wundert es nicht, das mittlerweile so negativ über Indie Autoren gesprochen wird.
Ich betone es nochmal, ich gehöre nicht zu denen, die meinen sie wären toll und super. Das bin ich nicht, kann ich auch gar nicht sein. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und freue mich, wenn es dem ein oder andren gefällt.
Und ehrlich gesagt, wem es nicht gefällt, das ist doch in Ordnung, der muss es ja nicht lesen. So einfach ist das.
Ich habe mich entschlossen dies jetzt einfach hier mal öffentlich zu machen. Weil ich nicht länger mundtod gemacht werden will. Da haben meine Freunde Recht!
Anstatt sich also anzufeinden und abstruse Gerüchte im Internet über mich zu verbreiten, sollten die Leute vielleicht lieber ihre Energie dazu benutzen wirklich etwas vernünftiges aufzubauen.
Auch ist es schade, dass eben nur ganz bestimmte Leute in Indie Bereich hochgehalten werden. Das wirft ein ganz schlechtes Licht auf die ganze Sache. Meint ihr nicht, das die Leser das längst gemerkt haben?
Ich für meinen Teil würde es begrüßen wenn jedem Menschen das Recht eingeräumt würde, das zu tun was er mag , und seinen Hobbies nachzugehen.
In diesem Sinne hoffe ich auf eine endlich mal vernünftige Zusammenarbeit und Hilfe untereinander.

Mein eBook Tagebuch 2 – Niemals den Mut verlieren!

27 Apr

 

Es ging bereits auf Weihnachten zu. Irgendwie hatte ich ein wenig Langeweile. Ich war mir nicht so ganz klar, ob ich weitermachen oder aufhören sollte mit dem Schreiben. Aber eigentlich habe ich immer irgendetwas  geschrieben, und wenn es Sprüche für Grußkarten waren, oder wenn ich Artikel in meine Webseite gepostet habe. Ich konnte es nicht lassen, obwohl ich zwischenzeitlich einfach nur genervt war. Von der einen Seite hörte man: Du musst mehr Werbung machen, damit die Leute dich sehen, während die andere Seite den warnenden Zeigefinger erhoben hat, und ich muss sagen, hätte ich liebe auf die zweite Seite gehört, wäre mir sicherlich einiges erspart geblieben.

Es gibt Menschen, die kommen in eine Gruppe oder ein Forum, oder betreten einen Raum, und schon haben sie die Sympathien ihrer Mitmenschen. Ich gehöre zu der anderen Seite Mensch, zu denen die etwas kritischer sind. Auch, wenn ich noch nichts gesagt habe, gehöre ich nicht zu den oben genannten Menschen. Oft habe ich etwas gesagt oder geschrieben, und schon war er da der Salat. Selbst, wenn ich dasselbe wie ein Sympathieträger geschrieben habe, war es genauso. Heute weiß ich woran es liegt. In allen Gruppen ist es so, dass sich die Leute schon vorher finden. In manchen ist es sogar so extrem, dass nur einige wenige das Sagen haben, und die anderen mehr oder weniger geduldet sind. Ich habe dieses Problem schon mehrfach anklingen lassen. Aber, wenn man es wirklich einmal realistisch betrachtet ist es so, und ich kenne mittlerweile viele Menschen, die sich aus Gruppen sowohl im Netz als auch im sagen wir mal realen Leben aus solchen Dingen heraushalten.

Aber was hat das jetzt mit Büchern zu tun? Naiv wie ich am Anfang war, kam ich der Aufforderung eines Forumsteilnehmers nach und habe mein Buch in die Werbeecke platziert. Und dann kamen diese netten Vorwürfe, warum es denn gerade dieses Format, und nicht jenes ist. Warum ich das Buch denn so geschrieben habe und nicht anders, und vieles mehr. Aus diesem Grunde werde ich niem wieder Werbung für meine Bücher in einem Forum machen. Aber am Anfang macht man das. Sicherlich gibt es auch genug Gegenbeispiele, aber bei vielen ist es doch so, dass sie die Leute in den Foren schon von anderen Plattformen kennen, und dann stehen sie sowieso besser da.

Da ich in meinem Leben niemals auf Rosen gebettet war, und auch nie sein werde, habe ich geschluckt, und es zur Kenntnis genommen. Aber ich muss sagen, dass es schon schwer ist, wenn man am Anfang steht.

Ganz langsam und allmählich kam mein Mut wieder und eine neue Idee wurde geboren. Sie kam in Form der Weihnachts-Wunschfee daher, und auch, wenn meine Rechtschreibprüfung diesen Titel so gar nicht mag, mir hat er gefallen. Zuerst sollten es 24 Geschichten werden. Aber schließlich wurden es doch nur 8 Kurzgeschichten rund um die Weihnachtszeit. Und ich bin wirklich stolz auf dieses Büchlein, denn es wurde sehr viel verkauft. Das darf man auch mal erwähnen. Und ich freue mich sehr darüber, denn meine Leser haben mir wieder Mut gemacht. Auch bekam ich eine superschöne Rezension dafür. Die einzige, aber ich freue mich immer wieder sehr, wenn ich sie lese!

Das die Buchverkäufe auch bis weit in den März noch sehr gut liefen, hat mich wirklich gefreut. Und auch mein erstes eBook, wurde trotz des ganzen Ärgers im Hintergrund gut verkauft, was mich auch sehr freute. Allerdings nagten immer wieder Zweifel an mir und so fasste ich einen Entschluss. Vorausschicken muss ich allerdings, dass ich viele Gespräche mit sehr lieben Menschen hatte, und mich trotzdem dafür entschieden habe, das gesamte Buch Das verschollene Tor noch einmal zu überarbeiten. Nicht weil es mir nicht mehr gefallen hat, sondern, wegen der Zeichensetzung, genauer gesagt wegen der wörtlichen Rede einerseits und wegen einiger Dinge, die ich noch hinzufügen wollte. So machte ich mich mal wieder ans Korrekturlesen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinem Mann, der meine Launen während dieser Zeit ertragen hat, und trotzdem immer noch liebevoll und nett war. Er hat mich mit seinem Humor aus vielen tiefen Löchern herausgeholt, in die ich mich zeitweise vergraben wollte. Denn die Dinge, die im Hintergrund geschehen sind immer die, die an den Nerven zehren. Dazu zählte eine Kritik, die so unhaltbar war, dass ich sie hier aus meinem Blog löschen musste. Wobei ich nichts gegen Kritik habe, wenn sie berechtigt ist. Aber diese war es nicht, denn sie kam von einer Frau, die Frust hatte, weil niemand ihr Buch gekauft hat. Und ich habe noch ihr Buch in einem Forum verteidigt, und ihr Mut gemacht. So kann es kommen. Gutmütigkeit zahlt sich leider meistens nicht aus. Auch bekam ich während der Korrektur diese nette Rezension, die wegen eines Frustkaufs (Fotokamera) entstand, und, weil denjenigen die 5 Sterne gestört haben. Amazon löscht  übrigens nicht etwas solche Rezis, warum sollten sie auch, sie wollen ja ihre Kunden nicht verlieren. So habe ich mich an die “netten” Worte gewöhnt und lese sie sogar ab und zu mal durch. :)

Natürlich wollte ich zuerst wieder alles hinschmeißen, aber ich habe das Buch zu ende korrigiert, einige Passagen neu gemacht und das Cover etwas verändert, weil ich dort einen Fehler gefunden habe, im Bild nicht bei der Schrift.

Während dieser Zeit habe ich bezüglich der Werbung vieles gelernt, nicht von den Menschen, die auch veröffentlichen, denn da gibt es leider immer noch sehr wenig Erfahrungsaustausch, sondern von der “anderen Seite” dem Leser. Ich weiß heute, dass zu viel Werbung nervig ist. Einfach nur Links zu posten, verleitet die Leute dazu die Werbung zu übersehen und immer wieder kehrende Werbung macht aggressiv. Manchmal weiß ich nicht, ob ich das richtige Maß gefunden habe. Aber mein Motto lautet: Lieber etwas weniger, und dann aber menschlich und weniger geschäftsmäßig, denn es ist vorerst- mein Hobby.

Natürlich geht es bald weiter, dann erzähle ich euch etwas zu meinen neuen Ideen und wie es mit den nächsten eBooks weiterging.

“Das verschollene Tor” Leseproben

22 Apr

Heute habe ich beschlossen, hier mal zwei Leseproben von meinem eBook Das verschollene Tor – Gemeinsame Wege, und dem zweiten Teil Das verschollene Tor – Bedrohung aus der Schattenwelt zu posten. Dabei habe ich einfach eine Seitenzahl eingegeben und heraus kamen Kapitel 20 von Teil 1 und  aus Teil 2 werde ich ein paar Bruchstücke aus verschiedenen Kapiteln vorstellen. Allerdings stellen sie nur die Rohfassung dar, aber man kann schon erkennen, worum es im zweiten Teil geht. Aber bald wird es sicherlich die richtige Fassung geben.

Viel Spaß beim lesen!

20  In letzter Sekunde (Das verschollene Tor – Gemeinsame Wege)

 Die Tage krochen dahin, und Alex hatte noch immer kein Lebenszeichen von seiner Freundin bekommen. Er begann sein Verhalten zu bereuen, und wünschte sich, er hätte die Worte nie ausgesprochen, die er damals unüberlegt hervorgebracht hatte. Wo aber waren um Himmels Willen Isa und Eldín. Er stellte sich seine Freundin in Eldíns Armen vor. Dann schlug er sich mit der Hand gegen die Stirn. „Mensch bin ich verblödet oder was? Er hat eine Frau und Isa ist meine Freundin!“ Aber was wäre, wenn sie sich doch besser verstehen würden, als ihm lieb wäre? Sofort verwarf er diesen Gedanken wieder.

Es war schon wieder Morgen, einer von diesen trüben Tagen, die einem den Mut nahmen, wenn man sowieso schon mutlos war. Alex verspürte wenig Lust auf sein Frühstück, aber sein Magen strafte ihn Lügen. Er hatte sich gerade an den Tisch gesetzt, als es an der Tür schellte. Er stand auf und öffnete sie. Im Türrahmen stand Carmen. Sie hatte Brötchen in der Hand. Sie sah vergnügt und aufgeräumt aus. „Stör ich?“, fragte sie beiläufig, während sie mit der knisternden Tüte ohne eine Antwort abzuwarten in die Wohnung trat. Alex schloss die Tür hinter ihnen. Dann folgte er Carmen in die Küche. Sie hatte bereits die Brötchen in einen Korb gelegt. Es duftete herrlich. Sie setzte sich an den freien Platz. Alex wunderte sich, dass sie nicht nach den anderen fragte. Dann zuckte er mit den Schultern, und setzte sich zu Carmen an den Tisch. Gemeinsam genossen sie das Frühstück. Niemand sprach ein Wort. Zwischendurch war nur das leise Klirren vom Absetzen der Kaffeetassen zu hören. Ansonsten war es still in der Wohnung. Der Frau schien dies nicht aufzufallen. Alex wunderte sich immer noch darüber. Er stellte die Frage, die ihm auf den Nägeln brannte: „Vermisst du eigentlich hier niemanden?“ Sie schaute ihm direkt in die Augen. „Nein! Wieso? Sollte ich jemanden vermissen?“ Alex war es etwas unbehaglich zumute. Er schaute Carmen die ganze Zeit fest an, und ließ sie nicht aus den Augen. „Die anderen sind nicht mehr zurückgekommen. Von Isa und Eldín habe ich schon lange nichts mehr gehört und auch Lindo ist seit über fünf Tagen verschwunden.“ Sie zeigte noch immer keine Regung. Sie stand lediglich auf und räumte das Geschirr beiseite. Alex schaute Isas Freundin von der Seite an, irgendwie schien sie ihm nicht ganz bei der Sache zu sein. Ihre Bewegungen wirkten zu sicher, zu mechanisch, zu perfekt. Spielte sie ihm etwas vor? Wusste sie etwas, was er nicht wissen sollte oder durfte? „Eigentlich vermisse ich Lindo überhaupt nicht“, begann Alex von Neuem die Unterhaltung. „Er hat mich gestört. Mit seinem Gerede über seine Welt über die schlimme Folter, die er angeblich erlebt hat. Das sind alles Schauergeschichten! Das hat mich überhaupt nicht beeindruckt.“ Alex hielt erneut inne, und beobachtete Carmen, die krampfhaft damit beschäftigt war, das Geschirr zu spülen. Das hatte sie noch nie getan. „Und dann dieses komische Zeugs das Lindo dein Vater ist, und, das er mit Manuela deiner Mutter zusammen war, und dort das  Buch vergessen hat. Also so ein komischer Zufall nicht?“ Sie schien unbeeindruckt von seinen Worten zu sein und ging weiter sehr gewissenhaft ihrer Tätigkeit nach. Zu gewissenhaft, wie es Alex schien. „Hey Carmen meinst du nicht, dass der Teller sauber ist? Du schrubbst schon seit drei Minuten daran herum!“ Sie sah erschrocken auf und ließ den Teller ins Spülbecken gleiten. „W…was bitte? Wie?“, stammelte sie  plötzlich. Alex schaute ihr erstaunt zu. Was war bloß mit ihr los? Was hatte sie so verwirrt? „Carmen? Was ist los mit dir?“ fragte er, und drehte die verstört wirkende Frau zu sich herum, damit er besser in ihr Gesicht sehen konnte. Das Gesicht schien jede Farbe verloren zu haben. Sie begann zu zittern. Dann fing sie sich aber wieder, straffte ihren Körper, um ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Alex gab es erst einmal auf, ihm fiel nichts mehr ein, um Carmen aus der Reserve zu locken. So half er ihr schließlich und gemeinsam brachten sie die Küche wieder in Ordnung. „So, ich muss wieder los! Ich habe noch etwas zu erledigen. Bestell Isa mal schöne Grüße, ja!“, verabschiedete sich Carmen und wandte sich zum gehen aber Alex hielt sie noch ein letztes Mal am Arm zurück. Langsam, sehr langsam mit sehr deutlich betonten Worten begann er zu sprechen. „Isa wohnt nicht mehr hier! Sie ist seit ein paar Tagen verschwunden. Mit Eldín, schon vergessen?“ Sie schaute ihn verständnislos an, zeigte keine Regung, sie schien sich nicht einmal dafür zu interessieren, wo ihre Freundin war. Wieso war es ihr so egal? Alex wurde wütend. Das geschah bei ihm sehr selten. Nicht oft konnte ihn jemand aus der Ruhe bringen. Er überging lieber Diskussionen, anstatt sich ihnen zu stellen. Probleme gab es für ihn nicht, und Konflikte konnte man doch wunderbar aus der Welt schaffen, in dem man nicht mehr über sie sprach. Aber diesmal erkannte er den ernst der Lage. Er packte Carmen an den Schultern und schüttelte sie. „Was um Himmels Willen ist bloß mit dir los? Hast du irgendwas genommen? Ich erkenne dich überhaupt nicht mehr wieder!“ Carmen riss sich von ihm los, und verließ fluchtartig die Wohnung. Alex folgte einem Impuls, einer Art Eingebung, obwohl er an so etwas nicht glaubte. Er warf sich die Jacke über und lief in einiger Entfernung Carmen hinterher. Sie war nicht zu Fuß, war gerade im Begriff sich in ihr Auto zu setzen. Alex zerrte die Autoschlüssel aus seiner Hosentasche hervor, wo er sie immer trug, stieg ebenfalls in sein Auto und folgte ihr mit einigem Abstand. Die Frau schien den Verfolger nicht zu bemerken. Sie war viel zu sehr damit beschäftigt an ihren Bestimmungsort zu gelangen.

Die Fahrt führte aus der Stadt hinaus. Links und rechts der Landstraße standen die noch kahlen Bäume. Alex musste sich nicht beeilen, denn Carmen fuhr ohne Hast die Straße entlang. Dann bog sie in einen Feldweg ein. Sie fuhr bis zum Ende durch. Dort stand ein altes Bauernhaus. War das nicht Carmens Elternhaus? Alex war schon einmal hier gewesen. Er fuhr sehr langsam den Feldweg entlang. Carmen war schon im Begriff ins Haus zu gehen. Das konnte er gerade noch sehen. Er parkte seinen Wagen außerhalb des Hofes. Stieg dann aus, um den Rest des Weges zu Fuß zu gehen.

Er ging vorsichtig in den Hof, denn er wollte ungesehen bleiben. Er wusste nicht wer hier in diesem Haus noch wohnte. Der Hof schien gepflegt zu sein. Das Haus war aus roten Ziegeln gebaut. Es stand in der Mitte. Rechts und links davon standen zwei längliche Gebäude, die ebenfalls rot waren. Man konnte bei ihnen noch die alten Fachwerkbalken sehen. Das Haus war hübsch anzusehen, und die freundlich dreinschauenden Fenster sahen einladend aus. Carmen hatte die Tür beim Hindurchgehen geschlossen. Nun war Alex ausgesperrt. Was wollte die junge Frau in diesem Haus? Alex wusste es nicht. Er ging um das Haus herum, immer sehr vorsichtig um die Ecken schauend und lauschend. Er entdeckte eine Kellertreppe. Wieder einer Eingebung folgend stieg er die schmalen, ausgetretenen Stufen hinunter. Die Tür war aus schwerem Stahl. Sie war zwar verschlossen, aber außen steckte ein verrosteter Schlüssel. Er drehte ihn im Schloss um, es knackte laut, sodass er inne hielt und horchte. Dann öffnete er die Tür, und trat in die Dunkelheit hinein.

Er wagte es nicht Licht zu machen. So tastete er sich von Raum zu Raum. Es roch nach Moder und Feuchtigkeit im gesamten Keller, eben ein altes Gemäuer, so sagte Alex sich. In einem der Keller fand er eine Taschenlampe. Dort befanden sich außerdem allerhand Geräte und Werkzeuge, die fein säuberlich in Regalen verstaut waren. Alex nahm die Lampe und knipste sie an. Ein kleiner, weißer Lichtkegel durchbrach die Dunkelheit. Seine Augen hatten sich außerdem ein wenig an die Dunkelheit gewöhnt, und so wirkte alles nicht mehr ganz so bedrohlich für ihn. Alex bog um eine Ecke, und da war ein Geruch den Alex gar nicht deuten konnte. Er passte nicht hierher. Er lauschte, aber im Haus schien sich nichts zu rühren. Alex drückte die Klinke herunter, aber die Tür ließ sich nicht öffnen. Er versuchte es noch einmal und stemmte sich gegen die Tür, mit aller Kraft, die er hatte, und wäre fast in den Raum gefallen, denn die Tür öffnete sich plötzlich mit Schwung. Was er dann sah erschütterte ihn bis ins Mark! Dort lag ein Mann, der sehr groß war. Sein Haar war lang, und hing ihm wirr ins Gesicht. Er schien sein Bewusstsein verloren zu haben. Der Mann war an den Händen mit Stricken gefesselt, die um zwei Eisenringe gebunden waren. Die Beine waren ebenfalls mit einem Strick zusammen geschnürt. Er rührte sich nicht. Mit seinem Kopf lag er zur Hälfte in Erbrochenem, und um seine Beine hatte sich eine kleine Pfütze gebildet. Was war hier geschehen? Warum hatte man ihn hier hergebracht. Hatte man ihn absichtlich allein gelassen oder einfach nur vergessen? Alex kniete sich neben den Mann und löste ihm die Arm und Beinfesseln. „Wer kommt bloß auf solche perversen Ideen?“, murmelte er in die Stille hinein. Und nun erkannte er auch endlich wen er vor sich hatte, es war Lindo! Sein lebloser Körper lag schlaff auf dem Boden. Er rührte sich nicht, und Alex konnte den Atem des anderen kaum noch spüren. Er versuchte Lindo wach zu bekommen, aber es gelang ihm nicht. Was sollte er nun tun? Es drängten sich Alex so viele Fragen auf und weil er wusste, das er keine Antworten bekommen würde, verdrängte er sie in die hinterste Ecke seiner Gedankenwelt. „Ich glaube das war das Werk eines Verrückten, oder mehrerer?“ Fassungslos schaute er auf den leblosen, hilflosen Mann hinab.

Sein Zustand war kritisch, dass ahnte Alex, und er wollte ihn so schnell wie möglich aus dieser misslichen Lage befreien. Lindo wirkte verwahrlost. Sein Körper war schmutzig, und er war nur mit einem Hemd und der engen Hose bekleidet. Den Rest der prachtvollen Kleidung hatte man ihm offenbar genommen. Alex suchte im gesamten Keller nach Wasser. Es schien ihm wichtig, das Lindo etwas zu trinken bekam, sollte er doch einmal aufwachen. Er fand in einer kleinen Nische ein altes verschmutztes Waschbecken. Aus dem Wasserhahn, der ziemlich rostig war, tropfte ein weinig Wasser. Der Hahn ließ sich nicht mehr öffnen, so füllte er Tropfen für Tropfen in ein kleines Gefäß, das er dort in der Nähe fand. Als Alex zurück kam, stockte ihm der Atem! Über Lindo gebeugt stand in dem nun erleuchteten Raum, Carmen! Sie hielt einen Gegenstand in der Hand. Es war ein Hammer! Alex lief es eiskalt den Rücken herunter. Blitzschnell stellte er den Becher beiseite, und riss ihr das Werkzeug aus der Hand. „Nein, nein, nein!!! Lass mich, er hat den Tod verdient! 

Das verschollene Tor – Bedrohung aus der Schattenwelt (aus verschiedenen Kapiteln.

Ausschnitt aus Kap. 6

Im Wohnzimmer angekommen legte Isa den leblosen Körper ihres Sohnes wieder auf die Couch. Carmen stand verloren in dem geräumigen aber sehr gemütlichen Raum. „Setz dich Carmen.“ Sagte Isa, und wie mit der Hand auf die riesige Couch. Carmen zögerte, legte dann ihren langen Kapuzenmantel ab, und nahm vorsichtig Platz. Unter ihrem Mantel trug sie ein dunkelblaues Kleid. Es war sehr weit aber schmucklos. Nur oben am Hals glitzerte eine blütenförmige Brosche hervor. Isa kam dieses Kleid auf irgendeine Weise bekannt vor, aber sie konnte es nicht ergründen, wo sie es schon einmal gesehen hatte. Lilly und Alex hatten nun ebenfalls den Raum betreten. „Mama, wer ist das?“ fragte plötzlich die neugierig drein blickende Lilly. „Das ist Carmen, meine Freundin. Sie ist damals  von uns weggegangen, weil sie in der anderen Welt leben wollte.“ Lilly schaute Carmen noch neugieriger an. Und Isa wurde es unangenehm. „Lilly, sei nicht so aufdringlich. Man schaut fremde Leute nicht so neugierig an. Habe ich dir das nicht schon einmal gesagt?“ Lilly zog den Kopf bei diesen tadelnden Worten ein, und setzte sich auf die äußerste Kante der Couch. Aber Carmen lächelte dem Mädchen freundlich zu. „Du siehst aus wie früher deine Mutter.“ Lilly grinste verlegen und wurde rot. Und plötzlich begannen alle zu lachen. „Wie bin ich froh, euch wiederzusehen!“ warf Carmen ein, die immer noch lachen musste. „Wie lange habe ich schon nicht mehr so gelacht, und, ich habe diese Sprache so vermisst. Aber nun genug davon. Ich werde nun jemanden von unserem Volk herbeirufen. Die Zeit wird knapp. Wir müssen die Seele dieses kleinen Jungen befreien. Aber ich kann dies leider nicht tun. Meine Fähigkeiten sind nur ganz schwach. Aber das ist jetzt unwichtig.“ Mit diesen Worten setzte Carmen sich auf die Couch zurecht. Sie holte einen braunen Lederbeutel hervor, und nach einiger Zeit förderte sie einen lila Stein zutage. Er schien von innen zu leuchten. Die  junge Frau nahm ihn in ihre linke Hand, dann schloss sie die Augen. Carmens Gesicht sah plötzlich aus, als würde sie das ganze sehr anstrengen. Die kleine Familie hielt den Atem an. Alex zuckte mit den Schultern, denn er hielt noch immer nicht viel  von diesen phantastischen Zauberdingen. Das hatte sich mit der Zeit nicht geändert. Nach einer kleinen Ewigkeit öffnete Carmen wieder die Augen und schaute  die anderen zufrieden an. „Es wird jemand kommen, der uns helfen kann. Aber ihr müsst ihm vertrauen, denn was bald geschehen wird, wird nicht schön sein. Es wird an die Seele und an eure Kräfte gehen und es müssen alle helfen. Und – was am wichtigsten ist, ihr müsst es alle unbedingt glauben und mittragen, und dürft nicht zweifeln. „Schaffst du dass  Alex?“ fragte Carmen in strengem Ton. Aber ihr Gesicht sprach eine andere Sprache. Es schaute leicht belustigt in die Runde. Alex schluckte schwer. „Okay, ich werde mich bemühen. Aber wer kommt gleich etwa dein Vater?“ Carmen schüttelte den Kopf. „Nein nicht mein Vater, aber sein Sohn. Lindo hat eine andere Aufgabe übernommen. Ihr werdet bald erfahren was wirklich geschieht. Denn ich weiß, dass ihr viele Fragen habt, die nach Antworten verlangen.“ Bei diesen Worten schaute sie vor allem Lilly an, sodass sie sich noch mehr in ihre Ecke verkroch. Schuldbewusst blickte die zwölfjährige zu Boden. „Ist schon gut, du kannst nichts dafür, es wäre wahrscheinlich sowieso geschehen.“ Bemerkte Carmen beiläufig. 

Ausschnitt aus Kap. 8:

Während sich Lilly und Laurin durch die Ebene kämpften, Amdras um sein Leben rang, spielten sich in dem gemütlichen Wohnzimmer seltsame Dinge ab, und stellten den Rest der Gruppe, die über die drei schlafenden wachten.

Carmen wanderte ruhelos in ihrem nachtblauen Kleid im Wohnzimmer auf und ab. Ihre braunen, nun sehr langen Haare schimmerten matt im Schein des Kaminfeuers. Sie hatte das Feuer wieder in Gang gebracht, denn sie wusste, dass diese Nacht lang und anstrengend und voller dunkler Schatten und Ereignisse sein würde. Amdras hatte sie darauf vorbereitet. Aber sie hätte nie geahnt, was wirklich auf sie und die kleine Gemeinschaft zukommen sollte, und es war gut, dass sie nicht alles wusste.

Isa hatte die Augen geschlossen, die Wärme von Alex Hand, die  in ihrer lag, tröstete sie ein wenig. Das Kribbeln war nun stärker geworden, und sie hatte das Gefühl das  jemand an ihrem Geist, ihren Gedanken riss. Ihr Kopf dröhnte, und manchmal überkam sie ein unangenehmer Schwindel. Hinter den geschlossenen Augenliedern flackerten bunte Lichter. Isa zwang sich die Augen geschlossen zu halten, wie es ihr immer und immer wieder eingeschärft worden war. Sie konzentrierte sich weiter, bis sie einen kalten Luftzug spürte, er schien sich um sie herum zu schlängeln und berührte sie zuerst an der linken Hand,  die Laurins kleine Hand hielt.  Dann war er plötzlich verschwunden, und Isa war versucht ihre Augen zu öffnen, denn sie vermutete, dass der kalte Luftzug nun bei Laurin war. Aber sie hatte sich geirrt, denn jetzt wurde auch Alex, der neben ihr saß, und dessen Hand sie ebenfalls hielt, unruhig. Seine Hand begann leicht zu zittern. Was geschah hier? Isa strengte sich sehr an, und je mehr sie die Augen zukniff, desto stärker war in ihr der Wunsch sie  zu öffnen, und zu schauen, was in dem einst so gemütlichen Wohnzimmer geschah. Aber sie widerstand der Versuchung, und wurde wieder etwas ruhiger. Auch Alex schien sich wieder gefasst zu haben. Aber die Ruhe sollte nicht lange dauern. Isa vernahm plötzlich einen erstickten Schrei. …..

Aus Kap.9:

Die Ereignisse  der letzten Wochen lagen wie ein dunkler Schatten auf dem alten Bauernhaus, das für die Familie immer ein wunderbar, gemütliches Zuhause gewesen war. Aber nun schien  alles anders zu sein. Das  Haus wirkte plötzlich bedrohlich. Und manches Mal erschraken seine Bewohner schon bei einem Schatten an der Wand.  Immer wenn Lilly durch das Haus streifte, hörte sie ein Flüstern, ein Wehklagen und manchmal auch ein Raunen. Es schien aus den Wänden zu kommen. Es war immer um sie herum, und es schien niemals ganz aufzuhören. Isa ertappte ihre Tochter manches Mal dabei, wie sie mit geschlossenen Augen auf ihrem Bett saß und sich die Ohren zuhielt. Dann dauerte es lange, bis sie ihre Tochter beruhigen konnte. Aber an manchen Tagen war Lilly nicht  zu trösten. Laurin hingegen schien von all diesen Ereignissen am allerwenigsten berührt worden zu sein. Er wirkte ruhig, fast gelassen. Manchmal war der Junge Isa etwas fremd, und Lilly behauptete sogar, dass er zuweilen etwas unheimlich auf sie wirkte. Aber das wollten die Eltern nicht hören, obwohl Lilly immer wieder beteuerte, dass hier etwas so ganz und gar nicht  stimmte. Schließlich gab Lilly resigniert auf, und so gerieten ihre Beobachtungen und Warnungen in Vergessenheit. Und die Schatten begannen zu schrumpfen. Für Lilly blieben aber dennoch die Träume, die sie in jeder Nacht heimsuchten. Sie sprach nicht darüber, und wenn sie morgens aufwachte waren die Dinge die sie träumte in weite Ferne gerückt. 

Aus Kap. 11

Erschrocken fuhr Isa hoch, offensichtlich war sie doch eingenickt, obwohl sie sich fest vorgenommen hatte, über alle zu wachen. Aber die Anstrengungen und die Verzweiflung, von denen sie alle in der vergangenen Nacht heimgesucht wurden, hatten sie doch mehr erschöpft, als sie sich selbst eingestehen wollte. Isa blickte sich verschlafen um und wollte sich gerade noch einmal gemütlich auf der Couch zurücklehnen, als ihr Blick plötzlich von etwas angezogen wurde. Sie blickte zum Fenster hinüber, durch das ein paar Lichtpunkte durch die Ritzen der Rollos in den Raum hineinfielen. War der Nebel fort, und schien tatsächlich die Sonne, wie sie es vermutete und hoffte. Aber da war noch etwas das ihren Blick fesselte. Am Fenster stand eine kleine dünne Gestalt. Kerzengerade stand sie da und unbeweglich, als hätte man sie dort für alle Ewigkeiten hingepflanzt. Isa musste unwillkürlich an einen jungen Baum denken. Sie stand leise auf und ging auf den Schatten zu, um im letzten Augenblick inne zu halten, denn dort stand wie versteinert Laurin. 

….

Aus Kap.12

Lilly hatte die ganze Nacht tief und traumlos geschlafen. Als sie am nächsten Morgen im Halbschlaf dalag, atmete sie eine herrliche Luft ein. Sie roch nach süßem Blütenduft, und schien klar und belebend zu sein. Schnell wurden ihre Lebensgeister geweckt, die noch in der Nacht durch Trauer, Angst und Einsamkeit fast zerstört worden waren. Sie war wie gelähmt gewesen, als sie in dem tiefen dunklen Wald gesessen hatte. Das kleine Männlein hatte ihr nicht nur Speise und Trank angeboten, sondern ein wenig Trost gespendet. Sie war nicht allein. Den Rest hatte das Kräutergetränk getan. Sie war in einen tiefen Schlaf gesunken, der erholsam für sie war. Nun war sie von Vogelgezwitscher und wunderbaren Düften umgeben. Die Dunkelheit schien fortgewischt zu sein. Lilly rieb sich verwundert die Augen, wagte aber nur ein kurzes Blinzeln, denn die Helligkeit tat ihr in den Augen weh. Noch immer fühlte sie sich leicht benebelt, wie in einem Rausch. Aber das Gefühl gefiel ihr. Sie hatte keine Angst mehr, und sie war froh, der Dunkelheit des tiefen Waldes entronnen zu sein. Eine Zeitlang blieb sie noch mit geschlossenen Augen liegen, dann öffnete sie doch endlich die Augen, denn sie war neugierig geworden. Wieso war es hell? Wo war sie? Träumte sie? Ja das musste es sein. Ein Traum!

Das erste was Lilly sah, als sie die Augen aufschlug, war, dass sie in einem großen Bett lag. Es hatte an seinem Kopfende wunderschöne Schnitzereien. Das dunkle Holz wirkte etwas bedrohlich auf sie aber die wunderschönen Blüten und Ranken hatten eine eher beruhigende Wirkung auf das Mädchen. Verwundert strich sie über die seidige Decke, die man über sie ausgebreitet hatte. Lilly setzte sich auf und stand auf. Noch auf dem Bettrand sitzend wunderte sie sich über ihre Kleidung, die nun nicht mehr länger aus einer dicken Jeans, einem Sweatshirt, Turnschuhen und einer Kapuzenjacke bestanden, sonder einem weichen, weiten Nachthemd gewichen war. Es fühlte sich sonderbar leicht und luftig an ihrem Körper an. „Na super, und wo sind meine Kleider, ich kann schlecht in einem Nachthemd durch die Gegend laufen,“ brummte sie vor sich hin während sie in dem geräumigen Zimmer hin und her lief. Sie schaute sich neugierig um. Gegenüber des Bettes befanden sich zwei riesige Fenster mit Rundbögen, sie schienen offen zu sein oder hatten sie keine Scheiben? Lilly dachte nur kurz darüber nach, denn schon wurde ihr Blick zu den kunstvoll bemalten Wänden hin gezogen. ….

Weitere Leseproben gibts auch auf meiner Schreibwelt Homepagge.

http://www.astrids-schreibwelt.de.tl/es-geht-weiter-.–.–.–.-.htm

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