Aus gegebenem Anlass….

30 Apr

Dies ist für alljene, die mich offensichtlich mit jemand anderem verwechseln, oder die mich auf ihre Liste der verachtenswerten Menschen gepackt haben.
Ehrlich gesagt bin ich zu alt für solche Spielchen, und mir wäre es lieber, wenn die Menschen, die etwas auszusetzen haben, oder denen etwas auf der Seele liegt, was sie mir unbedingt an den Kopf werfen möchten, es mir dann bitte direkt sagen sollten. Es gibt genug Möglichkeiten.
Aber mir Virenmails zu schicken oder auf Twitter Urls von virenverseuchten Seiten zukommen zu lassen, das ist unfair und vor allem dämlich.
Langsam wundert mich allerdings gar nichts mehr.
Vor Kurzem habe ich die Leute wieder schwärmen hören in dem Fall habe ich es gelesen.
Wir Indie Autoren müssen uns doch zusammenschließen, und uns gegenseitig helfen!
Toll! Wenn die Hilfe so aussieht, dass ich nur dazu da bin andere zu beklatschen, und Werbung für sie zu machen, dann ist das der falsche Weg.
Für mich sieht ein Zusammenhalt anders aus.
Ich finde es ehrlich gesagt so richtig arm, was inzwischen unter den Autoren so abgeht und mich wundert es nicht, das mittlerweile so negativ über Indie Autoren gesprochen wird.
Ich betone es nochmal, ich gehöre nicht zu denen, die meinen sie wären toll und super. Das bin ich nicht, kann ich auch gar nicht sein. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und freue mich, wenn es dem ein oder andren gefällt.
Und ehrlich gesagt, wem es nicht gefällt, das ist doch in Ordnung, der muss es ja nicht lesen. So einfach ist das.
Ich habe mich entschlossen dies jetzt einfach hier mal öffentlich zu machen. Weil ich nicht länger mundtod gemacht werden will. Da haben meine Freunde Recht!
Anstatt sich also anzufeinden und abstruse Gerüchte im Internet über mich zu verbreiten, sollten die Leute vielleicht lieber ihre Energie dazu benutzen wirklich etwas vernünftiges aufzubauen.
Auch ist es schade, dass eben nur ganz bestimmte Leute in Indie Bereich hochgehalten werden. Das wirft ein ganz schlechtes Licht auf die ganze Sache. Meint ihr nicht, das die Leser das längst gemerkt haben?
Ich für meinen Teil würde es begrüßen wenn jedem Menschen das Recht eingeräumt würde, das zu tun was er mag , und seinen Hobbies nachzugehen.
In diesem Sinne hoffe ich auf eine endlich mal vernünftige Zusammenarbeit und Hilfe untereinander.

Mein eBook Tagebuch 2 – Niemals den Mut verlieren!

27 Apr

 

Es ging bereits auf Weihnachten zu. Irgendwie hatte ich ein wenig Langeweile. Ich war mir nicht so ganz klar, ob ich weitermachen oder aufhören sollte mit dem Schreiben. Aber eigentlich habe ich immer irgendetwas  geschrieben, und wenn es Sprüche für Grußkarten waren, oder wenn ich Artikel in meine Webseite gepostet habe. Ich konnte es nicht lassen, obwohl ich zwischenzeitlich einfach nur genervt war. Von der einen Seite hörte man: Du musst mehr Werbung machen, damit die Leute dich sehen, während die andere Seite den warnenden Zeigefinger erhoben hat, und ich muss sagen, hätte ich liebe auf die zweite Seite gehört, wäre mir sicherlich einiges erspart geblieben.

Es gibt Menschen, die kommen in eine Gruppe oder ein Forum, oder betreten einen Raum, und schon haben sie die Sympathien ihrer Mitmenschen. Ich gehöre zu der anderen Seite Mensch, zu denen die etwas kritischer sind. Auch, wenn ich noch nichts gesagt habe, gehöre ich nicht zu den oben genannten Menschen. Oft habe ich etwas gesagt oder geschrieben, und schon war er da der Salat. Selbst, wenn ich dasselbe wie ein Sympathieträger geschrieben habe, war es genauso. Heute weiß ich woran es liegt. In allen Gruppen ist es so, dass sich die Leute schon vorher finden. In manchen ist es sogar so extrem, dass nur einige wenige das Sagen haben, und die anderen mehr oder weniger geduldet sind. Ich habe dieses Problem schon mehrfach anklingen lassen. Aber, wenn man es wirklich einmal realistisch betrachtet ist es so, und ich kenne mittlerweile viele Menschen, die sich aus Gruppen sowohl im Netz als auch im sagen wir mal realen Leben aus solchen Dingen heraushalten.

Aber was hat das jetzt mit Büchern zu tun? Naiv wie ich am Anfang war, kam ich der Aufforderung eines Forumsteilnehmers nach und habe mein Buch in die Werbeecke platziert. Und dann kamen diese netten Vorwürfe, warum es denn gerade dieses Format, und nicht jenes ist. Warum ich das Buch denn so geschrieben habe und nicht anders, und vieles mehr. Aus diesem Grunde werde ich niem wieder Werbung für meine Bücher in einem Forum machen. Aber am Anfang macht man das. Sicherlich gibt es auch genug Gegenbeispiele, aber bei vielen ist es doch so, dass sie die Leute in den Foren schon von anderen Plattformen kennen, und dann stehen sie sowieso besser da.

Da ich in meinem Leben niemals auf Rosen gebettet war, und auch nie sein werde, habe ich geschluckt, und es zur Kenntnis genommen. Aber ich muss sagen, dass es schon schwer ist, wenn man am Anfang steht.

Ganz langsam und allmählich kam mein Mut wieder und eine neue Idee wurde geboren. Sie kam in Form der Weihnachts-Wunschfee daher, und auch, wenn meine Rechtschreibprüfung diesen Titel so gar nicht mag, mir hat er gefallen. Zuerst sollten es 24 Geschichten werden. Aber schließlich wurden es doch nur 8 Kurzgeschichten rund um die Weihnachtszeit. Und ich bin wirklich stolz auf dieses Büchlein, denn es wurde sehr viel verkauft. Das darf man auch mal erwähnen. Und ich freue mich sehr darüber, denn meine Leser haben mir wieder Mut gemacht. Auch bekam ich eine superschöne Rezension dafür. Die einzige, aber ich freue mich immer wieder sehr, wenn ich sie lese!

Das die Buchverkäufe auch bis weit in den März noch sehr gut liefen, hat mich wirklich gefreut. Und auch mein erstes eBook, wurde trotz des ganzen Ärgers im Hintergrund gut verkauft, was mich auch sehr freute. Allerdings nagten immer wieder Zweifel an mir und so fasste ich einen Entschluss. Vorausschicken muss ich allerdings, dass ich viele Gespräche mit sehr lieben Menschen hatte, und mich trotzdem dafür entschieden habe, das gesamte Buch Das verschollene Tor noch einmal zu überarbeiten. Nicht weil es mir nicht mehr gefallen hat, sondern, wegen der Zeichensetzung, genauer gesagt wegen der wörtlichen Rede einerseits und wegen einiger Dinge, die ich noch hinzufügen wollte. So machte ich mich mal wieder ans Korrekturlesen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinem Mann, der meine Launen während dieser Zeit ertragen hat, und trotzdem immer noch liebevoll und nett war. Er hat mich mit seinem Humor aus vielen tiefen Löchern herausgeholt, in die ich mich zeitweise vergraben wollte. Denn die Dinge, die im Hintergrund geschehen sind immer die, die an den Nerven zehren. Dazu zählte eine Kritik, die so unhaltbar war, dass ich sie hier aus meinem Blog löschen musste. Wobei ich nichts gegen Kritik habe, wenn sie berechtigt ist. Aber diese war es nicht, denn sie kam von einer Frau, die Frust hatte, weil niemand ihr Buch gekauft hat. Und ich habe noch ihr Buch in einem Forum verteidigt, und ihr Mut gemacht. So kann es kommen. Gutmütigkeit zahlt sich leider meistens nicht aus. Auch bekam ich während der Korrektur diese nette Rezension, die wegen eines Frustkaufs (Fotokamera) entstand, und, weil denjenigen die 5 Sterne gestört haben. Amazon löscht  übrigens nicht etwas solche Rezis, warum sollten sie auch, sie wollen ja ihre Kunden nicht verlieren. So habe ich mich an die “netten” Worte gewöhnt und lese sie sogar ab und zu mal durch. :)

Natürlich wollte ich zuerst wieder alles hinschmeißen, aber ich habe das Buch zu ende korrigiert, einige Passagen neu gemacht und das Cover etwas verändert, weil ich dort einen Fehler gefunden habe, im Bild nicht bei der Schrift.

Während dieser Zeit habe ich bezüglich der Werbung vieles gelernt, nicht von den Menschen, die auch veröffentlichen, denn da gibt es leider immer noch sehr wenig Erfahrungsaustausch, sondern von der “anderen Seite” dem Leser. Ich weiß heute, dass zu viel Werbung nervig ist. Einfach nur Links zu posten, verleitet die Leute dazu die Werbung zu übersehen und immer wieder kehrende Werbung macht aggressiv. Manchmal weiß ich nicht, ob ich das richtige Maß gefunden habe. Aber mein Motto lautet: Lieber etwas weniger, und dann aber menschlich und weniger geschäftsmäßig, denn es ist vorerst- mein Hobby.

Natürlich geht es bald weiter, dann erzähle ich euch etwas zu meinen neuen Ideen und wie es mit den nächsten eBooks weiterging.

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“Das verschollene Tor” Leseproben

22 Apr

Heute habe ich beschlossen, hier mal zwei Leseproben von meinem eBook Das verschollene Tor – Gemeinsame Wege, und dem zweiten Teil Das verschollene Tor – Bedrohung aus der Schattenwelt zu posten. Dabei habe ich einfach eine Seitenzahl eingegeben und heraus kamen Kapitel 20 von Teil 1 und  aus Teil 2 werde ich ein paar Bruchstücke aus verschiedenen Kapiteln vorstellen. Allerdings stellen sie nur die Rohfassung dar, aber man kann schon erkennen, worum es im zweiten Teil geht. Aber bald wird es sicherlich die richtige Fassung geben.

Viel Spaß beim lesen!

20  In letzter Sekunde (Das verschollene Tor – Gemeinsame Wege)

 Die Tage krochen dahin, und Alex hatte noch immer kein Lebenszeichen von seiner Freundin bekommen. Er begann sein Verhalten zu bereuen, und wünschte sich, er hätte die Worte nie ausgesprochen, die er damals unüberlegt hervorgebracht hatte. Wo aber waren um Himmels Willen Isa und Eldín. Er stellte sich seine Freundin in Eldíns Armen vor. Dann schlug er sich mit der Hand gegen die Stirn. „Mensch bin ich verblödet oder was? Er hat eine Frau und Isa ist meine Freundin!“ Aber was wäre, wenn sie sich doch besser verstehen würden, als ihm lieb wäre? Sofort verwarf er diesen Gedanken wieder.

Es war schon wieder Morgen, einer von diesen trüben Tagen, die einem den Mut nahmen, wenn man sowieso schon mutlos war. Alex verspürte wenig Lust auf sein Frühstück, aber sein Magen strafte ihn Lügen. Er hatte sich gerade an den Tisch gesetzt, als es an der Tür schellte. Er stand auf und öffnete sie. Im Türrahmen stand Carmen. Sie hatte Brötchen in der Hand. Sie sah vergnügt und aufgeräumt aus. „Stör ich?“, fragte sie beiläufig, während sie mit der knisternden Tüte ohne eine Antwort abzuwarten in die Wohnung trat. Alex schloss die Tür hinter ihnen. Dann folgte er Carmen in die Küche. Sie hatte bereits die Brötchen in einen Korb gelegt. Es duftete herrlich. Sie setzte sich an den freien Platz. Alex wunderte sich, dass sie nicht nach den anderen fragte. Dann zuckte er mit den Schultern, und setzte sich zu Carmen an den Tisch. Gemeinsam genossen sie das Frühstück. Niemand sprach ein Wort. Zwischendurch war nur das leise Klirren vom Absetzen der Kaffeetassen zu hören. Ansonsten war es still in der Wohnung. Der Frau schien dies nicht aufzufallen. Alex wunderte sich immer noch darüber. Er stellte die Frage, die ihm auf den Nägeln brannte: „Vermisst du eigentlich hier niemanden?“ Sie schaute ihm direkt in die Augen. „Nein! Wieso? Sollte ich jemanden vermissen?“ Alex war es etwas unbehaglich zumute. Er schaute Carmen die ganze Zeit fest an, und ließ sie nicht aus den Augen. „Die anderen sind nicht mehr zurückgekommen. Von Isa und Eldín habe ich schon lange nichts mehr gehört und auch Lindo ist seit über fünf Tagen verschwunden.“ Sie zeigte noch immer keine Regung. Sie stand lediglich auf und räumte das Geschirr beiseite. Alex schaute Isas Freundin von der Seite an, irgendwie schien sie ihm nicht ganz bei der Sache zu sein. Ihre Bewegungen wirkten zu sicher, zu mechanisch, zu perfekt. Spielte sie ihm etwas vor? Wusste sie etwas, was er nicht wissen sollte oder durfte? „Eigentlich vermisse ich Lindo überhaupt nicht“, begann Alex von Neuem die Unterhaltung. „Er hat mich gestört. Mit seinem Gerede über seine Welt über die schlimme Folter, die er angeblich erlebt hat. Das sind alles Schauergeschichten! Das hat mich überhaupt nicht beeindruckt.“ Alex hielt erneut inne, und beobachtete Carmen, die krampfhaft damit beschäftigt war, das Geschirr zu spülen. Das hatte sie noch nie getan. „Und dann dieses komische Zeugs das Lindo dein Vater ist, und, das er mit Manuela deiner Mutter zusammen war, und dort das  Buch vergessen hat. Also so ein komischer Zufall nicht?“ Sie schien unbeeindruckt von seinen Worten zu sein und ging weiter sehr gewissenhaft ihrer Tätigkeit nach. Zu gewissenhaft, wie es Alex schien. „Hey Carmen meinst du nicht, dass der Teller sauber ist? Du schrubbst schon seit drei Minuten daran herum!“ Sie sah erschrocken auf und ließ den Teller ins Spülbecken gleiten. „W…was bitte? Wie?“, stammelte sie  plötzlich. Alex schaute ihr erstaunt zu. Was war bloß mit ihr los? Was hatte sie so verwirrt? „Carmen? Was ist los mit dir?“ fragte er, und drehte die verstört wirkende Frau zu sich herum, damit er besser in ihr Gesicht sehen konnte. Das Gesicht schien jede Farbe verloren zu haben. Sie begann zu zittern. Dann fing sie sich aber wieder, straffte ihren Körper, um ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Alex gab es erst einmal auf, ihm fiel nichts mehr ein, um Carmen aus der Reserve zu locken. So half er ihr schließlich und gemeinsam brachten sie die Küche wieder in Ordnung. „So, ich muss wieder los! Ich habe noch etwas zu erledigen. Bestell Isa mal schöne Grüße, ja!“, verabschiedete sich Carmen und wandte sich zum gehen aber Alex hielt sie noch ein letztes Mal am Arm zurück. Langsam, sehr langsam mit sehr deutlich betonten Worten begann er zu sprechen. „Isa wohnt nicht mehr hier! Sie ist seit ein paar Tagen verschwunden. Mit Eldín, schon vergessen?“ Sie schaute ihn verständnislos an, zeigte keine Regung, sie schien sich nicht einmal dafür zu interessieren, wo ihre Freundin war. Wieso war es ihr so egal? Alex wurde wütend. Das geschah bei ihm sehr selten. Nicht oft konnte ihn jemand aus der Ruhe bringen. Er überging lieber Diskussionen, anstatt sich ihnen zu stellen. Probleme gab es für ihn nicht, und Konflikte konnte man doch wunderbar aus der Welt schaffen, in dem man nicht mehr über sie sprach. Aber diesmal erkannte er den ernst der Lage. Er packte Carmen an den Schultern und schüttelte sie. „Was um Himmels Willen ist bloß mit dir los? Hast du irgendwas genommen? Ich erkenne dich überhaupt nicht mehr wieder!“ Carmen riss sich von ihm los, und verließ fluchtartig die Wohnung. Alex folgte einem Impuls, einer Art Eingebung, obwohl er an so etwas nicht glaubte. Er warf sich die Jacke über und lief in einiger Entfernung Carmen hinterher. Sie war nicht zu Fuß, war gerade im Begriff sich in ihr Auto zu setzen. Alex zerrte die Autoschlüssel aus seiner Hosentasche hervor, wo er sie immer trug, stieg ebenfalls in sein Auto und folgte ihr mit einigem Abstand. Die Frau schien den Verfolger nicht zu bemerken. Sie war viel zu sehr damit beschäftigt an ihren Bestimmungsort zu gelangen.

Die Fahrt führte aus der Stadt hinaus. Links und rechts der Landstraße standen die noch kahlen Bäume. Alex musste sich nicht beeilen, denn Carmen fuhr ohne Hast die Straße entlang. Dann bog sie in einen Feldweg ein. Sie fuhr bis zum Ende durch. Dort stand ein altes Bauernhaus. War das nicht Carmens Elternhaus? Alex war schon einmal hier gewesen. Er fuhr sehr langsam den Feldweg entlang. Carmen war schon im Begriff ins Haus zu gehen. Das konnte er gerade noch sehen. Er parkte seinen Wagen außerhalb des Hofes. Stieg dann aus, um den Rest des Weges zu Fuß zu gehen.

Er ging vorsichtig in den Hof, denn er wollte ungesehen bleiben. Er wusste nicht wer hier in diesem Haus noch wohnte. Der Hof schien gepflegt zu sein. Das Haus war aus roten Ziegeln gebaut. Es stand in der Mitte. Rechts und links davon standen zwei längliche Gebäude, die ebenfalls rot waren. Man konnte bei ihnen noch die alten Fachwerkbalken sehen. Das Haus war hübsch anzusehen, und die freundlich dreinschauenden Fenster sahen einladend aus. Carmen hatte die Tür beim Hindurchgehen geschlossen. Nun war Alex ausgesperrt. Was wollte die junge Frau in diesem Haus? Alex wusste es nicht. Er ging um das Haus herum, immer sehr vorsichtig um die Ecken schauend und lauschend. Er entdeckte eine Kellertreppe. Wieder einer Eingebung folgend stieg er die schmalen, ausgetretenen Stufen hinunter. Die Tür war aus schwerem Stahl. Sie war zwar verschlossen, aber außen steckte ein verrosteter Schlüssel. Er drehte ihn im Schloss um, es knackte laut, sodass er inne hielt und horchte. Dann öffnete er die Tür, und trat in die Dunkelheit hinein.

Er wagte es nicht Licht zu machen. So tastete er sich von Raum zu Raum. Es roch nach Moder und Feuchtigkeit im gesamten Keller, eben ein altes Gemäuer, so sagte Alex sich. In einem der Keller fand er eine Taschenlampe. Dort befanden sich außerdem allerhand Geräte und Werkzeuge, die fein säuberlich in Regalen verstaut waren. Alex nahm die Lampe und knipste sie an. Ein kleiner, weißer Lichtkegel durchbrach die Dunkelheit. Seine Augen hatten sich außerdem ein wenig an die Dunkelheit gewöhnt, und so wirkte alles nicht mehr ganz so bedrohlich für ihn. Alex bog um eine Ecke, und da war ein Geruch den Alex gar nicht deuten konnte. Er passte nicht hierher. Er lauschte, aber im Haus schien sich nichts zu rühren. Alex drückte die Klinke herunter, aber die Tür ließ sich nicht öffnen. Er versuchte es noch einmal und stemmte sich gegen die Tür, mit aller Kraft, die er hatte, und wäre fast in den Raum gefallen, denn die Tür öffnete sich plötzlich mit Schwung. Was er dann sah erschütterte ihn bis ins Mark! Dort lag ein Mann, der sehr groß war. Sein Haar war lang, und hing ihm wirr ins Gesicht. Er schien sein Bewusstsein verloren zu haben. Der Mann war an den Händen mit Stricken gefesselt, die um zwei Eisenringe gebunden waren. Die Beine waren ebenfalls mit einem Strick zusammen geschnürt. Er rührte sich nicht. Mit seinem Kopf lag er zur Hälfte in Erbrochenem, und um seine Beine hatte sich eine kleine Pfütze gebildet. Was war hier geschehen? Warum hatte man ihn hier hergebracht. Hatte man ihn absichtlich allein gelassen oder einfach nur vergessen? Alex kniete sich neben den Mann und löste ihm die Arm und Beinfesseln. „Wer kommt bloß auf solche perversen Ideen?“, murmelte er in die Stille hinein. Und nun erkannte er auch endlich wen er vor sich hatte, es war Lindo! Sein lebloser Körper lag schlaff auf dem Boden. Er rührte sich nicht, und Alex konnte den Atem des anderen kaum noch spüren. Er versuchte Lindo wach zu bekommen, aber es gelang ihm nicht. Was sollte er nun tun? Es drängten sich Alex so viele Fragen auf und weil er wusste, das er keine Antworten bekommen würde, verdrängte er sie in die hinterste Ecke seiner Gedankenwelt. „Ich glaube das war das Werk eines Verrückten, oder mehrerer?“ Fassungslos schaute er auf den leblosen, hilflosen Mann hinab.

Sein Zustand war kritisch, dass ahnte Alex, und er wollte ihn so schnell wie möglich aus dieser misslichen Lage befreien. Lindo wirkte verwahrlost. Sein Körper war schmutzig, und er war nur mit einem Hemd und der engen Hose bekleidet. Den Rest der prachtvollen Kleidung hatte man ihm offenbar genommen. Alex suchte im gesamten Keller nach Wasser. Es schien ihm wichtig, das Lindo etwas zu trinken bekam, sollte er doch einmal aufwachen. Er fand in einer kleinen Nische ein altes verschmutztes Waschbecken. Aus dem Wasserhahn, der ziemlich rostig war, tropfte ein weinig Wasser. Der Hahn ließ sich nicht mehr öffnen, so füllte er Tropfen für Tropfen in ein kleines Gefäß, das er dort in der Nähe fand. Als Alex zurück kam, stockte ihm der Atem! Über Lindo gebeugt stand in dem nun erleuchteten Raum, Carmen! Sie hielt einen Gegenstand in der Hand. Es war ein Hammer! Alex lief es eiskalt den Rücken herunter. Blitzschnell stellte er den Becher beiseite, und riss ihr das Werkzeug aus der Hand. „Nein, nein, nein!!! Lass mich, er hat den Tod verdient! 

Das verschollene Tor – Bedrohung aus der Schattenwelt (aus verschiedenen Kapiteln.

Ausschnitt aus Kap. 6

Im Wohnzimmer angekommen legte Isa den leblosen Körper ihres Sohnes wieder auf die Couch. Carmen stand verloren in dem geräumigen aber sehr gemütlichen Raum. „Setz dich Carmen.“ Sagte Isa, und wie mit der Hand auf die riesige Couch. Carmen zögerte, legte dann ihren langen Kapuzenmantel ab, und nahm vorsichtig Platz. Unter ihrem Mantel trug sie ein dunkelblaues Kleid. Es war sehr weit aber schmucklos. Nur oben am Hals glitzerte eine blütenförmige Brosche hervor. Isa kam dieses Kleid auf irgendeine Weise bekannt vor, aber sie konnte es nicht ergründen, wo sie es schon einmal gesehen hatte. Lilly und Alex hatten nun ebenfalls den Raum betreten. „Mama, wer ist das?“ fragte plötzlich die neugierig drein blickende Lilly. „Das ist Carmen, meine Freundin. Sie ist damals  von uns weggegangen, weil sie in der anderen Welt leben wollte.“ Lilly schaute Carmen noch neugieriger an. Und Isa wurde es unangenehm. „Lilly, sei nicht so aufdringlich. Man schaut fremde Leute nicht so neugierig an. Habe ich dir das nicht schon einmal gesagt?“ Lilly zog den Kopf bei diesen tadelnden Worten ein, und setzte sich auf die äußerste Kante der Couch. Aber Carmen lächelte dem Mädchen freundlich zu. „Du siehst aus wie früher deine Mutter.“ Lilly grinste verlegen und wurde rot. Und plötzlich begannen alle zu lachen. „Wie bin ich froh, euch wiederzusehen!“ warf Carmen ein, die immer noch lachen musste. „Wie lange habe ich schon nicht mehr so gelacht, und, ich habe diese Sprache so vermisst. Aber nun genug davon. Ich werde nun jemanden von unserem Volk herbeirufen. Die Zeit wird knapp. Wir müssen die Seele dieses kleinen Jungen befreien. Aber ich kann dies leider nicht tun. Meine Fähigkeiten sind nur ganz schwach. Aber das ist jetzt unwichtig.“ Mit diesen Worten setzte Carmen sich auf die Couch zurecht. Sie holte einen braunen Lederbeutel hervor, und nach einiger Zeit förderte sie einen lila Stein zutage. Er schien von innen zu leuchten. Die  junge Frau nahm ihn in ihre linke Hand, dann schloss sie die Augen. Carmens Gesicht sah plötzlich aus, als würde sie das ganze sehr anstrengen. Die kleine Familie hielt den Atem an. Alex zuckte mit den Schultern, denn er hielt noch immer nicht viel  von diesen phantastischen Zauberdingen. Das hatte sich mit der Zeit nicht geändert. Nach einer kleinen Ewigkeit öffnete Carmen wieder die Augen und schaute  die anderen zufrieden an. „Es wird jemand kommen, der uns helfen kann. Aber ihr müsst ihm vertrauen, denn was bald geschehen wird, wird nicht schön sein. Es wird an die Seele und an eure Kräfte gehen und es müssen alle helfen. Und – was am wichtigsten ist, ihr müsst es alle unbedingt glauben und mittragen, und dürft nicht zweifeln. „Schaffst du dass  Alex?“ fragte Carmen in strengem Ton. Aber ihr Gesicht sprach eine andere Sprache. Es schaute leicht belustigt in die Runde. Alex schluckte schwer. „Okay, ich werde mich bemühen. Aber wer kommt gleich etwa dein Vater?“ Carmen schüttelte den Kopf. „Nein nicht mein Vater, aber sein Sohn. Lindo hat eine andere Aufgabe übernommen. Ihr werdet bald erfahren was wirklich geschieht. Denn ich weiß, dass ihr viele Fragen habt, die nach Antworten verlangen.“ Bei diesen Worten schaute sie vor allem Lilly an, sodass sie sich noch mehr in ihre Ecke verkroch. Schuldbewusst blickte die zwölfjährige zu Boden. „Ist schon gut, du kannst nichts dafür, es wäre wahrscheinlich sowieso geschehen.“ Bemerkte Carmen beiläufig. 

Ausschnitt aus Kap. 8:

Während sich Lilly und Laurin durch die Ebene kämpften, Amdras um sein Leben rang, spielten sich in dem gemütlichen Wohnzimmer seltsame Dinge ab, und stellten den Rest der Gruppe, die über die drei schlafenden wachten.

Carmen wanderte ruhelos in ihrem nachtblauen Kleid im Wohnzimmer auf und ab. Ihre braunen, nun sehr langen Haare schimmerten matt im Schein des Kaminfeuers. Sie hatte das Feuer wieder in Gang gebracht, denn sie wusste, dass diese Nacht lang und anstrengend und voller dunkler Schatten und Ereignisse sein würde. Amdras hatte sie darauf vorbereitet. Aber sie hätte nie geahnt, was wirklich auf sie und die kleine Gemeinschaft zukommen sollte, und es war gut, dass sie nicht alles wusste.

Isa hatte die Augen geschlossen, die Wärme von Alex Hand, die  in ihrer lag, tröstete sie ein wenig. Das Kribbeln war nun stärker geworden, und sie hatte das Gefühl das  jemand an ihrem Geist, ihren Gedanken riss. Ihr Kopf dröhnte, und manchmal überkam sie ein unangenehmer Schwindel. Hinter den geschlossenen Augenliedern flackerten bunte Lichter. Isa zwang sich die Augen geschlossen zu halten, wie es ihr immer und immer wieder eingeschärft worden war. Sie konzentrierte sich weiter, bis sie einen kalten Luftzug spürte, er schien sich um sie herum zu schlängeln und berührte sie zuerst an der linken Hand,  die Laurins kleine Hand hielt.  Dann war er plötzlich verschwunden, und Isa war versucht ihre Augen zu öffnen, denn sie vermutete, dass der kalte Luftzug nun bei Laurin war. Aber sie hatte sich geirrt, denn jetzt wurde auch Alex, der neben ihr saß, und dessen Hand sie ebenfalls hielt, unruhig. Seine Hand begann leicht zu zittern. Was geschah hier? Isa strengte sich sehr an, und je mehr sie die Augen zukniff, desto stärker war in ihr der Wunsch sie  zu öffnen, und zu schauen, was in dem einst so gemütlichen Wohnzimmer geschah. Aber sie widerstand der Versuchung, und wurde wieder etwas ruhiger. Auch Alex schien sich wieder gefasst zu haben. Aber die Ruhe sollte nicht lange dauern. Isa vernahm plötzlich einen erstickten Schrei. …..

Aus Kap.9:

Die Ereignisse  der letzten Wochen lagen wie ein dunkler Schatten auf dem alten Bauernhaus, das für die Familie immer ein wunderbar, gemütliches Zuhause gewesen war. Aber nun schien  alles anders zu sein. Das  Haus wirkte plötzlich bedrohlich. Und manches Mal erschraken seine Bewohner schon bei einem Schatten an der Wand.  Immer wenn Lilly durch das Haus streifte, hörte sie ein Flüstern, ein Wehklagen und manchmal auch ein Raunen. Es schien aus den Wänden zu kommen. Es war immer um sie herum, und es schien niemals ganz aufzuhören. Isa ertappte ihre Tochter manches Mal dabei, wie sie mit geschlossenen Augen auf ihrem Bett saß und sich die Ohren zuhielt. Dann dauerte es lange, bis sie ihre Tochter beruhigen konnte. Aber an manchen Tagen war Lilly nicht  zu trösten. Laurin hingegen schien von all diesen Ereignissen am allerwenigsten berührt worden zu sein. Er wirkte ruhig, fast gelassen. Manchmal war der Junge Isa etwas fremd, und Lilly behauptete sogar, dass er zuweilen etwas unheimlich auf sie wirkte. Aber das wollten die Eltern nicht hören, obwohl Lilly immer wieder beteuerte, dass hier etwas so ganz und gar nicht  stimmte. Schließlich gab Lilly resigniert auf, und so gerieten ihre Beobachtungen und Warnungen in Vergessenheit. Und die Schatten begannen zu schrumpfen. Für Lilly blieben aber dennoch die Träume, die sie in jeder Nacht heimsuchten. Sie sprach nicht darüber, und wenn sie morgens aufwachte waren die Dinge die sie träumte in weite Ferne gerückt. 

Aus Kap. 11

Erschrocken fuhr Isa hoch, offensichtlich war sie doch eingenickt, obwohl sie sich fest vorgenommen hatte, über alle zu wachen. Aber die Anstrengungen und die Verzweiflung, von denen sie alle in der vergangenen Nacht heimgesucht wurden, hatten sie doch mehr erschöpft, als sie sich selbst eingestehen wollte. Isa blickte sich verschlafen um und wollte sich gerade noch einmal gemütlich auf der Couch zurücklehnen, als ihr Blick plötzlich von etwas angezogen wurde. Sie blickte zum Fenster hinüber, durch das ein paar Lichtpunkte durch die Ritzen der Rollos in den Raum hineinfielen. War der Nebel fort, und schien tatsächlich die Sonne, wie sie es vermutete und hoffte. Aber da war noch etwas das ihren Blick fesselte. Am Fenster stand eine kleine dünne Gestalt. Kerzengerade stand sie da und unbeweglich, als hätte man sie dort für alle Ewigkeiten hingepflanzt. Isa musste unwillkürlich an einen jungen Baum denken. Sie stand leise auf und ging auf den Schatten zu, um im letzten Augenblick inne zu halten, denn dort stand wie versteinert Laurin. 

….

Aus Kap.12

Lilly hatte die ganze Nacht tief und traumlos geschlafen. Als sie am nächsten Morgen im Halbschlaf dalag, atmete sie eine herrliche Luft ein. Sie roch nach süßem Blütenduft, und schien klar und belebend zu sein. Schnell wurden ihre Lebensgeister geweckt, die noch in der Nacht durch Trauer, Angst und Einsamkeit fast zerstört worden waren. Sie war wie gelähmt gewesen, als sie in dem tiefen dunklen Wald gesessen hatte. Das kleine Männlein hatte ihr nicht nur Speise und Trank angeboten, sondern ein wenig Trost gespendet. Sie war nicht allein. Den Rest hatte das Kräutergetränk getan. Sie war in einen tiefen Schlaf gesunken, der erholsam für sie war. Nun war sie von Vogelgezwitscher und wunderbaren Düften umgeben. Die Dunkelheit schien fortgewischt zu sein. Lilly rieb sich verwundert die Augen, wagte aber nur ein kurzes Blinzeln, denn die Helligkeit tat ihr in den Augen weh. Noch immer fühlte sie sich leicht benebelt, wie in einem Rausch. Aber das Gefühl gefiel ihr. Sie hatte keine Angst mehr, und sie war froh, der Dunkelheit des tiefen Waldes entronnen zu sein. Eine Zeitlang blieb sie noch mit geschlossenen Augen liegen, dann öffnete sie doch endlich die Augen, denn sie war neugierig geworden. Wieso war es hell? Wo war sie? Träumte sie? Ja das musste es sein. Ein Traum!

Das erste was Lilly sah, als sie die Augen aufschlug, war, dass sie in einem großen Bett lag. Es hatte an seinem Kopfende wunderschöne Schnitzereien. Das dunkle Holz wirkte etwas bedrohlich auf sie aber die wunderschönen Blüten und Ranken hatten eine eher beruhigende Wirkung auf das Mädchen. Verwundert strich sie über die seidige Decke, die man über sie ausgebreitet hatte. Lilly setzte sich auf und stand auf. Noch auf dem Bettrand sitzend wunderte sie sich über ihre Kleidung, die nun nicht mehr länger aus einer dicken Jeans, einem Sweatshirt, Turnschuhen und einer Kapuzenjacke bestanden, sonder einem weichen, weiten Nachthemd gewichen war. Es fühlte sich sonderbar leicht und luftig an ihrem Körper an. „Na super, und wo sind meine Kleider, ich kann schlecht in einem Nachthemd durch die Gegend laufen,“ brummte sie vor sich hin während sie in dem geräumigen Zimmer hin und her lief. Sie schaute sich neugierig um. Gegenüber des Bettes befanden sich zwei riesige Fenster mit Rundbögen, sie schienen offen zu sein oder hatten sie keine Scheiben? Lilly dachte nur kurz darüber nach, denn schon wurde ihr Blick zu den kunstvoll bemalten Wänden hin gezogen. ….

Weitere Leseproben gibts auch auf meiner Schreibwelt Homepagge.

http://www.astrids-schreibwelt.de.tl/es-geht-weiter-.–.–.–.-.htm

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Mein eBook Tagebuch 1 – Am Anfang

17 Apr

Nun will ich es mal wagen, wobei ich vorher noch vorausschicken möchte, dass alles, was ich hier niederschreibe aus meinen Erfahrungen stammt, die ich in den letzten acht Monaten im Bereich eBooks selbst publizieren gemacht habe. Dabei möchte ich das Recht haben, meine Meinung zu sagen, wie es all die anderen Menschen auch tun dürfen. Warum ich das schreibe? Weil es in der Vergangenheit Menschen gegeben hat (und auch sicherlich immer geben wird) die mir dieses Recht versucht haben abzusprechen. Aus diesem Grunde habe ich mich auch aus verschiedenen Dingen, Gruppen und Diskussionen herausgenommen, denn ich möchte meinen eigenen Weg gehen. Ich habe keine Lust mehr mich manipulieren zu lassen, und ich kann es auf den Tod nicht leiden, wenn andere meinen sich über ihre Mitmenschen erheben zu müssen, und gleichzeitig noch von Gruppenzusammenhalt sprechen.

Klar ich hätte mir mehr Gespräche, mehr Erfahrungsaustausch, mehr Zusammenhalt gewünscht. Aber leider lief und läuft es immer auf etwas anderes hinaus. Aber das ist sicherlich ein gesellschaftliches Problem und hat nicht unbedingt etwas mit dem Schreiben zu tun. Auf jeden Fall möchte ich, damit vielleicht der ein oder andere davon profitieren kann, eine Art Tagebuch schreiben, allerdings nicht in der klassischen Art mit Datum und… “Liebes Tagebuch” und so, sondern fasse es eher als eine Art Gedanken Tagebuch auf.

Damit jeder, den es interessiert weiß, wo ich stehe, und welches Selbstverständnis ich von mir und meiner Schreiberei habe möchte ich darüber noch kurz etwas sagen.

Ich schreibe, weil ich schon mein ganzes Leben schreibe. Ich sehe mich nicht als Autorin, sondern als jemand der dies zu seinem Hobby gemacht hat. Für mich ist es erst dann ein Beruf, wenn ich bekannt bin, und, wenn ich meinen Lebensunterhalt davon bestreiten kann. Zur Zeit ist das nicht so, und ich freue mich einfach an guten Rückmeldungen, den ein oder anderen Verkauf, und über die Resonanz meiner Werbeaktion. Aber davon später.

Wie ich zum eBook kam

Schon öfter habe ich, auch hier im Blog darüber geschrieben, wei alles angefangen hat. Aber dieser Blog ist sehr gewachsen und man müste erst lange suchen, um alles zusammen zu tragen.

Schon als Kind liebte ich es Geschichten zu schreiben. Im Deutschunterricht freute ich mich immer, wenn es darum ging Geschichten zu erfinden, oder auch Nacherzählungen zu machen. Eins konnte ich nie besonders gut, mich kurz fassen. :) Viel zu viele Gedanken schwirrten mir immer im Kopf herum.

Bereits als Kind hatte ich schon eine große Vorliebe für phantastische Geschichten, Märchen und Sagen. Ich habe letzteres sogar gesammelt. Allerdings sind alle meine Bücher zu diesen Themen in meinem Elternhaus geblieben, und leider habe ich keinen Zugang mehr dazu. Aus der Leidenschaft für Märchen entwickelten sich kleine Geschichten, aus denen ich meiner kleinen Schwester ein Buch bastelte. Ich las ihr oft daraus vor. Da auch kein Kontakt mehr zu meiner Schwester besteht ist auch dieses Buch verschwunden.

Später dann schrieb ich mein erstes Buch, ich war etwa dreizehn Jahre alt. Damals schrieb ich noch mit der Hand und Schreibmaschine. Heute weiß ich natürlich, dass man kein ganzes Manuskript zu einem Verlag schickt, und heute weiß ich auch, dass die meisten Manuskripte unbekannter Autoren im Mülleimer landen. Aber damals als Kind fand ich es aufregend. Es war eine Erfahrung wert, wenn es auch nichts gebracht hat, zumindest nicht auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick schon, denn ich schaffte es schon damals ein komplettes Buch zu schreiben. Dazu gehört nämlich auch, neben der Technik des Schreibens sehr viel Geduld. Nach diesem Misserfolg ließ ich das Schreiben eine lange Zeit ruhen. Manchmal fehlte mir etwas und ich wusste lange Zeit nicht was es war, bis ich Ende 2010 auf einmal merkte, was mir fehlte. Vorher hatte ich schon einige Sprüche für Grußkarten geschrieben, ich entdeckte die Leidenschaften für Fotos und Grafiken und plötzlich begann ich zu schreiben. Wer mich kennt weiß auch was, nämlich Fantasy. Allerdings eine etwas andere Fantasy, die nun im zweiten eBook  dieser Art fortgesetzt werden soll. (Allerdings mit mehr Fantasy Elementen)

Als das Buch fertig war wusste ich nicht, wie ich weitermachen sollte. Ich machte mich im Internet schlau, und las Unmengen von negativen Berichten gegen BoD was mich zunächst abschreckte. Heute stehe ich auch dieser Möglichkeit nicht mehr negativ gegenüber, warum auch, denn jeder muss wissen, was er mit seinen Werken anstellt, die er geschrieben hat.

Dann erfuhr ich von der Möglichkeit bei amazon mein Buch als eBook zu veröffentlichen. Natürlich begegneten mir hier immer nur positive Berichte. Diese Art des Publizierens wurde in höchsten Tönen gelobt. Aber ich tappte nicht etwa in eine Falle, sondern dachte mir, okay, ich versuche es mal, und kann dann anderen von meinen Erfahrungen berichten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das wirklich so schnell und so reibungslos klappen, und zum Erfolg führen konnte. So habe ich das erste Buch hochgeladen. Mit viel Skepsis und ich bin froh, dass ich von vorn herein meine rosarote Brille beiseite gelegt habe. Denn dort wo es Sonnenseiten gibt, verbergen sich auch leider immer Schattenseiten. Davon und, wie es weiterging spreche ich beim nächsten Mal!

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Das Spiel nicht mitspielen

12 Apr

Gerade habe ich mir einige Gedanken über die Gesellschaft gemacht, läuft es in allem, was mit Gemeinschaft zu tun hat nicht immer auf ähnliche Weise ab? Es gibt ganz wenige Gemeinschaften in denen es noch ein wirklich tolles und gesundes Miteinander gibt. Ich bin froh, dass ich es noch ab und zu erleben darf.

Ich habe es aber dennoch oft erlebt, z.B. wenn man neu in ein Dorf sieht oder in ein Mietshaus, wenn man neu in eine Gruppe kommt oder auch im Zusammenleben mit anderen Menschen. Mir jedenfalls ergeht es oft so, und ich bin eher ein Mensch der dazu nicht immer Lust hat. Warum auch. Und es steht jedem frei, dass er die Dinge so sehen darf wie er es möchte, denn jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung.

Am Anfang nehmen sie dich freundlich auf,
bist du still, darfst du gerne bleiben,
weißt du etwas wirst du belächelt und in Frage gestellt,
willst du mitreden, musst du es zu ihren Bedingungen tun,
bist du kritisch hast du schon verloren!
Gehörst du nicht dazu, wirst du unterschätzt.
Das einzige was du dagegen tun kannst, ist diesen Kreislauf zu durchbrechen und ein eigenes Spiel zu spielen zu deinen Bedingungen und mit denen die dir alle Freiheiten geben und die dir nicht übel nehmen, das du einfach nur du selbst sein willst.


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Kleinkariert und ungeniert

31 Mar

Im Hintergrund läuft DSDS und ich kann es mal wieder nicht lassen. Ja es ist so, ich bin ein Mensch, der von guten Vorsätzen einfach nicht viel hält. Also breche ich sie ständig. Sollte ich mich danach darüber ärgern. Ein wenig schon. Aber es trägt mittlerweile auch zur Erheiterung bei.

Was habe ich getan? – Einen Streifzug durch Foren gemacht. Und jetzt bin ich wirklich schlauer.

In einem Forum gibt es eine Hackordnung! –  Ist nichts Neues, die gibts in unserer Gesellschaft auch!

In einem Forum haben nur wenige Leute das Sagen! –  Stimmt, ist auch im realen Leben so.

In einem Forum gibt es festgefahrene Ansichten, die nicht durchbrochen werden dürfen (vor allem nicht von Neulingen)

In einem Forum haben sich die Neuen gefälligst den langjährigen Teilnehmern unter zu ordnen! –  Soso also doch -

ein Forum ist eine Diktatur! Ich wusste es!!

 

Zumindest weiß ich jetzt warum ich einem bestimmten Forum, nein ehrlich gesagt mittlerweile allen Foren fern bleibe.

Denn:

Wer nicht gesehen werden will, wird einfach überlesen…

Wer eine eigene Meinung hat wird einfach Mundtot gemacht.

Also jetzt mal ganz ernsthaft! Einst waren Foren doch zum Gedankenaustausch da, warum ist es jetzt nicht mehr so?

Ich wundere mich wirklich immer wieder.  Über alte Menschen wird gemeckert, sie wären festgefahren, aber viel schlimmer sind Menschen, die in Foren wohnen, die sich regelrecht eingenistet haben. Mich jedenfalls würde es sehr stören, wenn ich jeden Tag immer nur dieselben 5 Gesichter zu sehen bekäme, denn die Meinungen der anderen sind doch sowieso nicht wichtig.

Wer ist Schuld? Ich denke, dass es nicht so toll ist, wenn eine so große Anonymität herrscht, da können sich die Leute dann mal so richtig daneben benehmen. So richtig die “Sau rauslassen” kann ihnen ja keiner was. Schade eigentlich, denn ein Forum ist eigentlich eine Chance, dass viele Meinungen gehört/gelesen werden. Wäre schön, wenn es irgendwann wieder so werden würde. Das geht aber nur, wenn gewisse Leute mal von  ihrem hohen Ross steigen würden, und die Leute und auch andere Meinungen mal leben lassen würden.

Ich für meinen Teil schleiche nur noch durch Foren, bin quasi nur noch Zuschauerin.  Ich  bin zum Glück in zwei Facebook Gruppen gelandet, die ich als sehr angenehm empfinde, auch, wenn es ab und an mal solche Leute gibt, die meinen sie sind der Nabel der Welt. Aber sie sind sympathisch dabei, und diese Gruppen funktionieren.

Ein Lichtblick muss ich sagen, daran sollte sich so manch ein Forum mal ein Beispiel nehmen.

 

 

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Die Geschichten-Ranke

31 Mar

Bücher sind einfach das schönste, was es gibt. Dabei kann man in fremde Welten abtauchen, sie können nützlich sein, einen traurig, oder fröhlich machen. In jedem Fall spielen Bücher zumindest in meinem Leben eine große Rolle. Nicht nur deshalb weil ich welche schreibe, sondern auch und vor allem, weil ich eine begeisterte Leserin bin!

Während einer kleinen Atempause, die ich mir gegönnt habe, dachte ich mir: Warum nicht einmal Kurzgeschichten- Bücher schreiben, die nach Themen sortiert sind. Die Weihnachts-Wunschfee war schon ein kleiner Erfolg, über den ich mich wirklich sehr gefreut habe. Damit gerechnet habe ich wirklich nicht. Also warum nicht etwas ähnliches, und dennoch etwas für mich ganz neues probieren. Nämlich Kurzgeschichten Bücher die eine Forsetzung oder eine Reihe sind.

Geschichten und Gedanken, die sich um ein Thema ranken

Und daraus entstand dann eben Die Geschichten-Ranke.

Hier findet man Geschichten rund um das Thema Buch, bzw. solche, in denen Bücher oder das Lesen überhaupt eine wichtige Rolle spielen. Als Vorlage der Geschichten dienten eigene Erlebnisse, aber auch Gespräche über die verschiedensten Dinge führten zur ein oder anderen Geschichte. Natürlich darf auch in diesem Buch die Phantasie nicht fehlen. Letztendlich sind sieben Kurzgeschichten daraus entstanden, die unterschiedlicher nicht sein können.

Dieses Büchlein ist erst einmal als eBook erhältlich. Alles Weitere wird sich vielleicht finden.

Für alle die mögen ist hier einmal der Klappentext, und eine kleine Leseprobe.

Klappentext “Die Geschichten-Ranke”

Bücher sind etwas wunderbares. Sie erzählen Geschichten, entführen in fremde Welten, lassen einem einen Schauer über den Rücken laufen, oder bringen einen zum Lachen.
Deshalb dreht sich auch in der ersten Geschichten-Ranke alles um das Thema Buch.

Begleiten Sie in den sieben Kurzgeschichten Mia, ein vierzehnjähriges Mädchen, Monika eine ältere Frau, Mike, der neu an eine Schule kommt, Kim, die in einer trostlosen Welt lebt. Schauen Sie bei der Geschichten-Oma vorbei, fahren Sie mit der zwölfjährigen Cindy in die Ferien und erleben Sie, wie es dem alten Ladenhüter in der Buchhandlung ergeht.

Dieser Überblick war zu kurz? Gut, dann stelle ich hier noch einmal die Geschichten ein wenig ausführlicher und in der richtigen Reihenfolge vor.

Mia ist ein vierzehnjähriges Mädchen. Sie lebt in einer heilen Welt, so glauben es zumindest ihre Eltern, bis ihre Tochter in einer Nacht eine Entscheidung trifft..

Monika gefällt ihr Leben, so wie es ist. Sie hat alles was sie braucht. So muss sie ihren Stadtteil nicht verlassen, in dem sie lebt. Ihr steht das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als sie eines Tages im Bus einschläft, und in einer völlig fremden Umgebung wieder aufwacht. Die verzweifelte Frau möchte gerne wieder nach Hause, wenn sie nur wüsste, wie….

Mike und Jule vermissen das kleine Dorf. Es fällt ihnen schwer, sich an die laute Stadt und die neuen Schulen zu gewöhnen. Warum muss Jule in eine andere Schule? Mike macht die Klassenclowns mit einem Buch sprachlos…

Die Kinder spielen Fußball auf der Wiese hinter dem Haus. Als plötzlich der Ball auf dem Balkon der alten Frau landet, befürchten die Kinder das Schlimmste. Sie sind verblüfft, als die alte Dame sich ganz anders verhält, als sie es erwartet haben…

Wie lebt es sich in dieser trostlosen Welt, die unter einer Glaskuppel liegt? Kim findet ihr Leben sehr angenehm, denn sie muss niemals Entscheidungen treffen. Aber plötzlich wird sie aus ihrer Welt verbannt und taucht in eine andere ein. Sie hat so viele Fragen, ob sie eine Antwort bekommt?

Cindy ist froh, denn endlich kann sie zu Tante Dagmar in die Ferien fahren. Sie liebt das alte Bauernhaus, in dem es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt und sie freut sich schon auf wunderbare Reiter-Ferien. Wie enttäuscht ist sie, als sich das Wetter von seiner unfreundlichsten Seite zeigt. Sie findet eine geheimnisvolle Tür. War sie schon immer da? Und was wohl dahinter liegt?

Was geschieht, wenn es in der Buchhandlung still und dunkel ist? Wenn man genau hinhört, kann man ein leises Rascheln von Papier hören. Aber in dieser Nacht hört man noch etwas anderes. Der Ladenhüter meldet sich zu Wort. Wie es ihm wohl so ergeht?

Leseprobe aus Kapitel 4

Auf der großen Wiese hinter dem Haus waren viele Kinderstimmen zu hören, und Gelächter. Es war sommerlich warm und die Kinder spielten hinter dem Haus Fangen, und als sie dazu keine Lust mehr hatten, holten sie sich einen Ball und spielten damit Fußball, und wer den Ball mit dem Fuß nicht bekam, nahm ganz einfach seine Hände, schnappte sich den bunten Ball und lief damit quer über den Rasen. Es gab keine Spielregeln, und niemand wollte an diesem schönen Tag ernst sein. Die Kinder hatten einfach Spaß am herumtoben. Jessica hatte es mit viel Mühen geschafft ihrer Freundin Kerstin den Ball abzujagen, und rannte über die Wiese in Richtung des Hauses. Sie sah die alte Frau mit dem netten Gesicht, die immer ein freundliches Wort für die Kinder hatte und winkte kurz zu ihr herüber, als ihr plötzlich von hinten der Ball aus der Hand geschlagen wurde, und im hohen Bogen auf dem Balkon der alten Frau landete. Nebenbei ging noch ein Blumentopf zu Bruch, der auf einem kleinen Tischchen auf dem Balkon stand. Erschrocken hielten alle Kinder inne, und plötzlich war es auf dem Rasen ganz still geworden. Jedes der Kinder erwartete nun, dass die alte Frau mit ihnen schimpfen würde. Aber anstatt böser Worte, winkte sie den fünf Kindern nur zu und bat sie ins Haus zu kommen. „Drinnen könnt ihr euch euren Ball wiederholen,“ sagte die alte Dame in strengem Ton, wobei ihr Gesicht sie Lügen strafte.

Die Kinder trotteten zur Haustür, wo sie bald von der alten Frau hereingelassen wurden. „Kommt erst einmal rein!“ Als alle Kinder im Flur standen, brachte die weißhaarige Frau plötzlich eine Kehrschaufel und einen Handfeger herein. „Wer von euch macht meinen Balkon nun wieder sauber? Na! Freiwillige vor!“ Die Kinder schauten sich fragend an, dann tuschelten sie. Schließlich meldete sich Jessica  zaghaft, nahm die Kehrschaufel in die Hand und ging hinaus auf den Balkon, den sie nun von den herumliegenden Scherben und der Blumenerde befreite. Als alles wieder sauber war, kam sie zufrieden zurück. Die anderen Kinder waren bereits im Wohnzimmer, wo sie sich neugierig umschauten. Der Raum war sehr gemütlich, aber die Möbel schienen schon sehr alt zu sein. Auch Jessica schaute sich mit großen Augen um. Ihr hatten es die alten Bücher in einem dunklen Wandschrank angetan. Dort gab es welche mit bunten Einbänden, aber auch einfarbige in Leder gebundene Bücher. Aber ein Buch fiel ihr ganz besonders auf. Sie zog es aus dem Regal, und ein kurzer Blick auf den Titel verriet  ihr, dass es ein altes Märchen und Geschichtenbuch war. „Ja dieses Buch ist schon sehr alt, ich habe es als Kind von meiner Lehrerin bekommen. Sie wollte mir ein Geschenk machen, bevor sie fortging. Damals waren die Zeiten noch nicht so gut, wie heute. Aber ich habe immer gut darauf aufgepasst.“ Erschrocken blickte Jessica sich um, sie hatte nicht damit gerechnet, dass die alte Frau hinter ihr stand, und fast wäre ihr das wunderschöne Buch aus den Händen gefallen. „Schau es dir ruhig an, aber sei bitte vorsichtig!“, ermahnte sie die alte Frau und setzte sich in einen der Sessel, die vor einem dunklen Eichentisch platziert waren.

 

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