Ela und der Weihnachts-Wicht

IMG_7150

Es war schon später Nachmittag und Ela saß bereits einen gefühlten halben Tag vor ihrem Computer und starrte vor sich hin. Nun störte sie noch nicht einmal das Blinken des Cursors. Gedankenverloren trommelte sie auf den Tisch, verrückte die Lampe, stapelte die Papiere, kratzte sich am Kopf, grübelte, stand auf und ging zum Fenster und schaute eine Weile hinaus auf die Bäume, die kaum mehr Laub trugen. Was war das auch für ein verflixtes Jahr. Immer, wenn sie schreiben wollte, wurde sie entweder unterbrochen, oder der Computer streikte. Manchmal, genau immer dann, wenn die besten Ideen in ihrem Kopf herumschwirrten, meldete sich das Leben in Form von Verpflichtungen. Und immer, wenn sie nach Hause zurückkam, nahm sie sich fest vor, ihre Gedanken unterwegs aufzuschreiben. Und mit schöner Regelmäßigkeit vergaß sie diesen Vorsatz auch tatsächlich umzusetzen. Bald würden die Blätter ganz von den Bäumen verschwunden sein und wann immer sie nach draußen ging, so glaubte Ela einen ganz weit entfernten Geruch wahrzunehmen. Roch das nicht etwa nach Advent und Weihnachten? Sie war sich nicht sicher. Und wenn sie andere danach fragte, ob sie genauso empfinden würden, so rümpfte so manch einer die Nase. „Na gut, dann geht es eben nur mir so, auch egal!“, schnaubte sie dann insgeheim und ging wieder ihrem Tagewerk nach.

Es war schon spät geworden, als Ela wieder vor dem Bildschirm saß und die leere Seite mit dem blinkenden Cursor anblickte. Sie hatte immer noch kein einziges Wort geschrieben. Und dabei war doch jetzt alles ruhig. Ihre Gedanken schweiften ab. Sie sah sich wieder auf der Wiese mit dem kleinen verrückten Hund spielen, der vor einigen Jahren gestorben war, und schon waren der leere Bildschirm und die guten Vorsätze wieder einmal dahin.

Plötzlich fuhr Ela mitten aus ihren Gedanken hoch, denn ein kühler Windhauch zog an ihr vorbei und ihre Nackenhaare stellten sich auf. Da war doch jemand! Oder war das nur Einbildung. Ela blickte sich im Zimmer um, aber dort war alles an seinem Platz und sie war allein. So wandte sie sich wieder ihrem Computer zu, nippte zwischendurch an ihrem Tee, der dampfend neben der Lampe stand und grübelte. Aber die Ruhe währte nicht lange. Neben ihr tat es einen Schlag, und als Ela aufblickte, lag ein dickes Buch mitten im Zimmer und sie glaubte ein leises Kichern zu hören. „Jetzt werde ich verrückt!“, murmelte sie, nahm das Buch , stellte es wieder ins Regal und setzte sich wieder vor den Computer. Aber es dauerte nicht lange, da kitzelte ihr etwas am Nacken. Erschrocken fuhr Ela herum. Als sie aber nichts sah, wandte sie sich wieder dem leeren Bildschirm zu. „Was machst du da?“, vernahm sie eine leise Stimme, die zu ihr flüsterte. Als Ela sich aber umschaute, konnte sie immer noch niemanden sehen. So ging es noch eine Weile, bis es ihr zu bunt wurde. So schaltete sie den Computer aus und ging ins Bett, wo sie wenig später in unruhigen Schlaf fiel.

Bald fand sich Ela auf einem vollgestopften Weihnachtsmarkt wieder, wo sie von den vielen Leuten immer in eine bestimmte Richtung geschoben wurde, obwohl sie eigentlich woanders hingehen wollte. Aber sie schaffte es einfach nicht gegen den Strom anzukommen. So ließ sie sich immer weiter und weiter schieben, bis sie schließlich vor dem großen Kaufhaus landete, in dem ebenfalls hektisches Treiben herrschte. Trotzdem ging sie hinein und fand sich wieder in einer Menschenmenge wieder, die schob und drückte und sie immer weiter von ihrem Ziel entfernte. Eigentlich wollte Ela Weihnachtsschmuck kaufen, und als sie merkte, dass es zwecklos war, dass sie niemals an die Sterne, Lichter Kugeln und Bänder herankommen würde, gab sie es auf, und schob und drückte nun ihrerseits, allerdings lief sie gegen den Strom. Sie ächzte und schwitze und fand sich schließlich schweißgebadet in ihrem Bett wieder.

Der nächste Tag begann mit trübem Wetter und immer, wenn Ela nach draußen kam, wurde dieser Geruch, dieser eigentümliche Geruch nach Kerzen, Tannen und Weihnachtsplätzchen stärker, obwohl es weder Tannen noch Weihnachtsgebäck gab. Und immer, wenn sie wieder an ihrem Schreibtisch saß, vernahm sie dieses Wispern. Und, obwohl niemand bei ihr war, so fühlte sie sich doch beobachtet.

„Jetzt ist es aber genug!“, schimpfte Ela und schob energisch den Schreibtischstuhl zurück, stand auf und blickte sich wütend im Zimmer um. „Warum zeigst du dich nicht und flüsterst hier die ganze Zeit Worte, die ich nicht verstehen kann. Komm endlich aus deinem Versteck, damit ich weiß, wer mich ärgert!“

Zunächst vernahm Ela nur wieder dieses alberne Gekicher, das ihre Nerven bereits strapazierte, weil es überall um sie war und sie sogar in ihren Träumen verfolgte. Ela wischte sich den Schweiß von der Stirn und setzte sich wieder an ihren Schreibtisch. Und als sie zur Lampe hinblickte staunte sie nicht schlecht, denn dort saß im Lampenschein eine winzige Gestalt im Schneidersitz. Sie blickte Ela grinsend an und wackelte vergnügt mit dem Kopf, sodass der weiße Bommel seiner roten Zipfelmütze hin und her schwang. Ela blickte verdutzt in das runde Gesicht mit der länglichen Nase, dem breiten Mund und den dunklen großen Augen, die belustigt zu ihr hinaufschauten. „Was denn, du kennst mich nicht?“, fragte das Männchen beinahe beleidigt und das vergnügte Lächeln verschwand aus seinem sonst so freundlichen Gesicht. Mit verschränkten Armen und im Schneidersitz blickte er nun zu ihr auf. „Nein, es tut mir leid, aber ich kenne dich nicht. Sollte ich dich denn kennen?“ „Aber sicher doch! Ich bin doch der Weihnachts-Wicht. Und ich wurde dir ganz persönlich zugeteilt. Ich sorge dafür, dass deine Weihnachts-To-Do-Liste auch wirklich abgearbeitet wird und, dass du nichts vergisst. Denn Weihnachten soll ja kein Stress sein, sondern soll Freude und Harmonie bringen. Wenn du aber keinen Wert darauf legst, gut, dann verschwinde ich eben wieder!“ „Nein! Bitte bleib doch! Ich bin mir zwar sicher, dass ich meine Liste schon sehr gut abgearbeitet habe, aber ich freue mich immer über netten Besuch. Und vielleicht fällt dir ja noch ein, wie die Advents und Weihnachtszeit noch schöner werden kann.“ Das Männchen blickte nun wieder ein wenig vergnügter zu Ela und meinte: „Ja, du könntest Recht haben. Du scheinst wirklich bereits gut vorbereitet zu sein und kannst es offenbar kaum erwarten. Sonst hättest du sicherlich nicht den Duft der Advents und Weihnachtszeit bereits in der Nase. Schön! Dann wäre das jetzt schon einmal erledigt. Aber, was steht denn dort noch auf deiner Liste?“ Ela blickte mit einem Mal bestürzt drein und senkte schuldbewusst den Kopf. „Weißt du, ich habe gar keine Weihnachts-To Do-Liste. Ich habe mir immer alles so gemerkt.“ „Auch gut, dann sag mal, was du schon alles erledigt hast!“ So saßen die beiden zusammen und Ela zählte auf: „Weihnachtsbeleuchtung für die Wohnung, Deko, Kerzen für den Weihnachtsbaum, das habe ich schon. Jetzt fehlt ja eigentlich nur noch der Weihnachtsbaum oder?“ Der Weihnachts-Wicht gluckste vergnügt. „Aber nein, es fehlt doch noch so viel! Überleg mal, vielleicht kommst du ja noch drauf“ Ela grübelte und dachte hin und her und plötzlich leuchteten ihre Augen. „Aber klar, es fehlt noch der Advents-Teller, die Deko dafür, Kerzen und ach ja, für nette Kaffee-Stunden könnten noch Plätzchen gebacken werden. Aber dann müssten wir eigentlich alles haben oder?“

Der kleine Mann überlegte und forderte Ela auf noch weiter zu überlegen. Schließlich zählte sie noch weitere Dinge auf, die für sie die Adventszeit und das Weihnachtsfest erst richtig schön machen würden. Dazu zählte unter anderem natürlich das leckere Essen, was ebenfalls nicht fehlen durfte. Und obwohl Ela nun glaubte ihre Liste abgearbeitet zu haben, fehlte dem Wicht immer noch etwas. „Jaja, natürlich, Geschenke müssen natürlich auch noch sein, aber dann ist es doch perfekt oder?“ Der Wicht schüttelte den Kopf und lächelte geheimnisvoll.

„Gut, ich will dir helfen. Weißt du, was noch viel wichtiger ist, als all das Drumherum, das natürlich zweifelsohne für die gute Weihnachtsstimmung sorgt. Es ist wichtig, inne zu halten und einmal ganz in Ruhe das Jahr an dir vorbei ziehen zu lassen und sich an den schönen Dingen zu freuen, die geschehen sind und über alles andere nachzudenken. Es ist wichtig sich Zeit für den anderen zu nehmen und gemeinsam gemütliche Stunden zu genießen. Dann erst ist die Advents- und Weihnachtszeit perfekt.“ Mit diesen Worten verschwand der Weihnachts-Wicht mit einem zufriedenen Lächeln, denn er wusste, dass Ela das Gesagte auf jeden Fall umsetzen würde.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen 3. Advent. Und vielleicht habt ihr ja auch jemanden und sei er auch noch so klein, der euch hilft, eure Weihnachts-To-Do-Liste abzuarbeiten, damit euer Fest gut gelingen kann.

Einen kleinen Vorgeschmack wie weiße Weihnachten aussehen könnte, gab es ja heute schon.

 

 

 

Werbeanzeigen

Einen lieben Gruß zum 2. Advent

IMG_7148

Heute Morgen tobte ein Sturm ums Haus und der Regen klatschte gegen die Fensterscheiben. Das war so ähnlich wie am letzten Sonntag. Allerdings macht dieses Wetter die eigenen vier Wände noch gemütlicher, als sie ohnehin schon sind.

Nun ist bereits das Türchen 9 am Adventskalender geöffnet und die 2. Kerze durfte heute Morgen endlich angezündet werden.

Da kamen dann natürlich einige Erinnerungen, die mich schmunzeln und auch innehalten, nachdenken und staunen ließen.

Als unser Sammy noch lebte, begleitete er uns immer zum Adventskalender. Das war ja klar, denn wo es etwas zu Naschen gab, durfte auch unser Jack Russell nicht fehlen. Obwohl er eigentlich wusste, dass Schokolade nicht auf seinen Speiseplan gehörte. Aber es hätte ja sein können, dass ein Krümelchen Richtung Boden fällt. Naja, Hundelogik eben. Irgendwann kamen wir dann mal auf den glorreichen Einfall, Sammy ebenfalls einen Kalender zu kaufen. Natürlich war der mit Hunde-Leckerlies gefüllt.  So kam es, dass wir dann immer anstatt zwei Kalendern, 3 Kalender besuchten. Und als dann der 25. Dezember kam, wer stand da und schaute sehnsüchtig zum Hundekalender hinauf. Natürlich unser Sammy. Wie sollte man einem Hund auch klar machen, dass ein Adventskalender eben nur 24 Türchen hat.

Wie jedes Jahr, überlegten wir auch in diesem Jahr wieder, ob wir einen Adventskranz haben wollten oder nicht. Den Adventsteller hatte ich bereits wieder vergessen. An einen Kranz haben wir uns nach einem Missgeschick nicht wieder herangewagt. Zumindest nicht an einen mit echten Kerzen. Und auch hier kommt wieder unser Sammy ins Spiel. Ich saß einmal beim Zeitung lesen und war so vertieft, dass ich um mich herum alles vergaß. Sammy wurde unruhig und fing an zu bellen. Ich dachte nur, was hat der denn schon wieder. Und als ich dann doch von der Zeitung aufschaute, da stand unser Adventskranz auch schon in Flammen. Da hatte sich wohl ein Stückchen eines Schleifenbandes um eine Kerze gelegt. Ich nahm den großen Teller, auf dem der Kranz war, brachte ihn auf die Terrasse, die zum Glück nicht weit entfernt war und habe dort dann das Feuer gelöscht, denn eine Gießkanne mit Wasser stand dort immer bereit. Wie dankbar war ich doch unserem Sammy. Allerdings war er seitdem immer sehr skeptisch, wenn man eine Kerze angezündet hat. Und ich habe seitdem immer einen großen Bogen um Adventskränze gemacht.

Wir hatten seit diesem Erlebnis dann viele Teller und einen Adventskranz mit LED Kerzen, der dann aber vor zwei Jahren auseinanderfiel. Im letzten Jahr kauften wir dann den quadratischen Holzteller, den man dann je nach Belieben mit allerlei Deko bestücken kann. So haben wir nun endlich etwas, was länger hält und hoffentlich noch viele Jahre seinen Dienst tut.

Ich wünsche euch einen schönen 2. Advent und eine möglichst stressfreie Vorweihnachtszeit!

Einen schönen 1. Advent

IMG_7142

Wie jedes Jahr, so kam es mir auch diesmal nach unserer Kirmes so still vor. Die Stadt war wie leer gefegt und irgendwie fehlte da etwas. Aber schon bald standen da bereits die ersten Holzhütten und irgendwann ragte auch der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz auf. Von diesem Moment an, oder vielleicht auch schon vorher angesteckt von den weihnachtlichen Dekorationen und Angeboten in den Geschäften, ich weiß es nicht, kam wieder dieses eigentümliche Gefühl, das sich bei mir stets zur Vorweihnachts und Weihnachtszeit einstellt. Ich mag diese Zeit, in der man sich entweder von Stress und Hektik mitreißen lässt, manchmal wohl auch mitgerissen wird, in der man aber auch noch einmal innehalten kann und auf das Jahr zurückblicken kann.

Als ich heute Morgen aus dem Fenster geschaut habe, war es regnerisch und stürmisch. Kein schönes Wetter für den Beginn der Adventszeit. Ein blödes Wetter für diejenigen, die auf den Weihnachtsmärkten arbeiten, ihre Waren anbieten oder für weihnachtliche Stimmung sorgen wollen. Wie froh war ich, dass wir heute in den gemütlichen vier Wänden bleiben konnten. Und-anders als in den letzten Jahren war schon alles dekoriert und sogar unsere Advents-Schale war pünktlich fertig. Die erste Kerze sorgte dann auch gleich für Gemütlichkeit beim Frühstück und wird wohl heute Abend noch einmal angezündet.

Auf jeden Fall freue ich mich nun auf eine schöne, gemütliche, besinnliche Zeit.

Allen, die hier vorbei schauen wünsche ich einen schönen 1. Advent!

 

Gedanken, Einblicke und Ausblicke zum 1. Advent

IMG_6891

 

Gemütlichkeit und Lichterglanz

Tannengrün und Flocken-Tanz

Wenn ich durch die Straßen gehe

Und all die bunten Lichter sehe

Dann ist sie endlich da die Zeit

Zur Rückschau und Besinnlichkeit

 

Stress, Hektik sind mir einerlei

Vergangenheit sie zieht vorbei

Und immer wieder, jedes Jahr

Mach ich es wie es immer war

Genieße diese schöne Zeit

Der Rückschau und Besinnlichkeit.

(Aus meiner Feder, ganz spontan)

 

Nun beginnt sie wieder die Zeit, die ich so gerne habe. Das Herbstlaub ist verschwunden, die Natur legt sich zur Ruhe und wenn man Glück hat, dann wird so mancher unschöne Fleck mit Schnee zugedeckt. In dieser Zeit hält nicht nur die Natur inne, sondern ich selbst auch, denn es ist genau diese Zeit, die sich hervorragend zum Nachdenken und zur Rückschau eignet. Und genau das mache ich jedes Jahr. Ich versuche die Hektik auszuklammern und besinne mich auf die Dinge die wichtig sind oder wichtig werden können in Bezug auf das nächste Jahr. Die Zeit ist wieder viel zu schnell vergangen und dieses Jahr war einfach  nur  turbulent .

Irgendwie hat mich das Jahr immer wieder am Schreiben gehindert, könnte man denken und dabei war es nicht das Jahr, nein, ihm kann ich keine Schuld geben. Es waren eher Ereignisse, die mich immer wieder aufgeschreckt und gestört oder auch bewegt haben. Manche davon waren schön, manche betrafen mich nicht selbst, sondern die Welt, in der ich lebe und manche waren einfach nur langwierig und anstrengend und hatten indirekt mit dem Schreiben zu tun, weil sie die Technik betrafen.

Natürlich lernt man viel, wenn eben genau die Technik nicht will, wenn man sie nicht nur bei sich selbst wieder in Ordnung bringen muss. Tja und wie das immer so ist, einmal kommt man selbst dran. Und nun geht auch meine Technik endlich wieder. Und alles, was ich an Gedanken auf Eis gelegt habe (Passt doch irgendwie zu dieser Jahreszeit), kann ich nun wieder angehen.

Der ein oder andere wird jetzt sagen, es gibt Zettel und Stift, aber, ich bin da eben ein wenig eigen und im Hieroglyphen-Lesen nicht ganz so gut.  Daneben gab es  auch noch die Ereignisse, die das Leben selbst  einfach so mit sich bringt.

Was aber diese Zeit mit sich brachte waren Ideen und das Löschen einiger Seiten. Als ich vor sieben Jahren anfing konnte man ja gar nicht genug von Webseiten und Blogs bekommen. Heute ist alles überschwemmt und es gibt davon ein Überangebot. Darum hieß es für mich zu reduzieren. Zumal man nicht alle Seiten gleich pflegen kann und, weil ich meine Prioritäten anders gesetzt habe, was zuweilen im Leben geschieht.

Das bedeutet, das ich auf Facebook nur noch meine Schreibwelt-Seite aufrechterhalten werde, der Rest ist bereits zur Löschung veranlasst. So wird es keine Almirya Seite mehr geben, die leider auch durch so manch einen unangenehmen Zeitgenossen gestört wurde und auch die Seite für meine Weihnachts-Wunschfee wird verschwinden. So wird alles noch übersichtlicher.

Mein ursprünglicher Blog bleibt erhalten, und in meiner Schreibwelt wird es nun neben allem, was zum Thema Schreiben gehört auch alles andere zu lesen geben, denn dieser Blog heißt ja nicht umsonst träumen, schreiben, leben!

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent und schöne vorweihnachtliche Momente.

Wie knüpft man an…?

Es ist immer wieder faszinierend und erschreckend zugleich, wie schnell doch die Zeit vergeht. In meinem Fall eine eher turbulente Zeit, die ich weniger mit Schreiben, viel mehr aber mit den erfreulichen und weniger schönen Dingen des Lebens verbrachte.

Es gibt einige Menschen, die mir eigentlich nahe stehen sollten, die aber so weit von mir entfernt sind, als lebten sie auf einem anderen Stern. Manchmal ist es einen Versuch wert, ihnen erneut zu begegnen. Und manchmal stellt man fest, dass die Sache mit den verschiedenen Planeten und der Entfernung zwischen ihnen doch besser ist. Es gibt Menschen, die ich nicht mehr auf meinen Lebensweg lasse und dann gibt es diejenigen, über dessen Begleitung ich mich freue, Menschen, die ich sehr schätze, weil sie mit mir lachen, weinen, leben. Und, letztendlich kommt es auf nur diese Menschen an.

Auch, wenn das Schreiben ziemlich in den Hintergrund getreten ist, so verging kein Tag, an dem ich die Geschichte nicht weiter verfolgt habe, die da in meinem Kopf herum spukt und weiter geschrieben werden möchte. Nun sind die Zeiten tatsächlich wieder entspannter und ich kann die nötige Ruhe finden, die zum Schreiben nötig ist.

Zum Glück kann ich mein Tempo selbst bestimmen und so sitze ich, endlich wieder vor einem virtuellen, weißen Blatt Papier. Der Unterschied zur früheren Schreibmaschine besteht darin, dass unentwegt ein Cursor blinkt, der mich unerbittlich auffordert, nun endlich loszulegen. Nach einer so langen Zeit, muss ich mir allerdings noch einmal das bisher Geschriebene ins Gedächtnis rufen, die Ereignisse auf mich wirken lassen, die Gedanken wieder aufnehmen, die Gefühle wieder spüren, die mich damals zum schreiben bewogen haben, was gar nicht so einfach ist.

Ja, wie knüpft man an eine Idee an, ohne dass ein zu großer Bruch in der Geschichte entsteht? Ich weiß es nicht, lasse mich aber gerne überraschen.

Und so sitze ich endlich wieder hier, lausche dem Zwitschern der Vögel, die so gar nicht zu der Geschichte passen, oder vielleicht doch? Und so langsam steigen die Bilder des Wüstenplaneten, die Zweifellos zu meiner Geschichte gehören, zu Sarinas Geschichte wieder in mir auf.

 

Interessante Zufälle

Almiryacollage

Auch, wenn ich längst wieder an einer neuen Geschichte schreibe, grüble, mich vergrabe, mich ablenke, etwas unternehme, lebe, schweifen meine Gedanken immer wieder zu den Anfängen ab. Und gelangen unweigerlich zurück nach Almirya. Warum auch immer, irgendwie wird mich diese Geschichte nie ganz loslassen, ist sie doch mit schönen Erinnerungen und weniger schönen Erfahrungen verbunden, die mich verändert haben. Dennoch möchte ich keinen Augenblick, den ich damals durchlebte , mehr missen.

Mit einem jedoch war ich niemals zufrieden, mit den Buch-Covern zur Almirya Trilogie. Passten die ersten beiden Motive, so gefiel mir das dritte einfach nicht, war wohl eher nur eine Notlösung. Darum ließ ich die Bilder ganz weg, und kehrte zum schlichten Cover zurück, womit ich auch nie ganz glücklich wurde.

Während ich vor einigen Tagen gedankenverloren zu einem Arzt-Termin ging, ganz gemütlich, denn mir blieb noch reichlich Zeit, hielt ich inne, schaute zurück auf den Park, den Teich und musste wieder an den Herbst 2010 denken, als ich nach langer Zeit wieder mit dem Schreiben begann. „Wie schnell doch die Zeit vergeht!“, dachte ich noch, lief weiter und da entdeckte ich genau das Motiv, was mir fehlte. Ein Bach, ein Rinnsal, was das Wasser ein wenig aufschäumt. Und die Erinnerung an das Land der weißen Quellen, lag für mich auf der Hand. Es war genau das, was ich all die Jahre gesucht habe…

So habe ich mich also übers Pfingstwochenende hingesetzt und noch einmal die Cover neu gemacht. Die Fotos, für Band 1 und 2 die ich wieder übernommen habe, entstanden auf einer Herbst-Wanderung, die ich damals mit unserem Jack Russell Sammy gemacht habe. Auch, wenn unser Hund nicht mehr bei uns ist, so lebt er doch weiter, in eben solchen schönen Erinnerungen. Für Band 3 gab es ja nun auch das passende Bild.

Und noch etwas hat sich geändert, nämlich die Reihenfolge der Farben, des 2. und dritten Bandes, die ich damals versehentlich vertauscht habe. Nun stimmt auch das mit der Geschichte überein. Denn genau diese Farben haben eine Bedeutung…

Da ich nun schon einmal dabei bin, wird als nächstes das Cover meines Kurzgeschichten Buches. „Als die Geschichten-Oma verschwand“ geändert, während meine neue Geschichte wächst und gedeiht.

So geschieht alles immer im Wechsel, träumen, schreiben, leben! Und das ist genau nach meinem Geschmack!

 

 

 

 

Ins Jahr gestolpert

DSCN2989

 

eigentlich dachte ich, super, ein neues Jahr beginnt und es wird bestimmt schön. Ich nahm mir dieses und jenes vor, wie das eben so ist zu Beginn eines Jahres. Und, so scheint es wohl immer Anfang Januar zu sein, zumindest bei mir, nichts von alldem funktioniert so, wie es sollte.

Wenn ich auf die letzten Wochen zurück schaue, ist es mir, als wäre ich tatsächlich in dieses Jahr hinein gestolpert. Ich begegnete netten und weniger netten Menschen. Solchen, die gesprächig, tolerant und vielseitig interessiert sind und anderen, die nur ihr eigenes Leben, ihre eigene Art als die einzig richtige erachten und sich stets in den Vordergrund drängen, einen unheimlichen Raum in meinem Leben einzunehmen versuchten. Wohl gemerkt versuchten, denn mit dieser Art von Menschen kann und konnte ich noch niemals umgehen. Weil es wenig bringt, mit ihnen zu diskutieren, ihnen den eigenen Standpunkt klar zu machen. So bleibt für mich nur der Rückzug und die Rückbesinnung auf das, was ich eigentlich in diesem Jahr machen wollte, und immer noch will! Und so wende ich mich lieber den Menschen zu, die mir nicht in jeder Beziehung Recht geben, die mich aber so akzeptieren, wie ich bin, die nicht nur von Toleranz reden, sondern den anderen auch leben lassen. Es ist sowieso immer besser, sich mit Menschen zu umgeben, die einem gut tun, wie man so schön sagt.

Und ja, ich habe tatsächlich einige Seiten geschrieben, zwischen all dem Hin und Her und nun bin ich wieder mitten in der Geschichte angelangt, die viel zu lange sich selbst überlassen war.

Nun sitze ich hier, und es stürmt dermaßen, das sich die Bäume biegen und der Regen gegen die Fensterscheiben klatscht und, ich bin glücklich, zum Einen über die Entscheidungen, die ich getroffen habe, und darüber, das es nun endlich wieder weiter geht mit dem Schreiben. Denn es ist gar nicht so einfach, wieder zurück zu finden, die Gedanken aufzunehmen, die einen zu genau dieser Geschichte bewogen haben.

Aber ich bin zuversichtlich, vielleicht liegt es an dem Regenbogen, der sich wunderschön am Nachmittag über den Himmel zog. Vielleicht liegt es aber auch an den lieben Menschen, die immer an meiner Seite sind.

Wenn ich nun zurück schaue auf die ersten Wochen dieses Jahres weiß ich, das alles so und nicht anders sein sollte. Der Jahresbeginn kommt mir nun nicht mehr so holprig vor und ich wische all die Unannehmlichkeiten fort und freue mich nun tatsächlich auf das restliche Jahr 2016!