Ans Herz gewachsen – meine Charaktere

Ich bin eine Träumerin,

 

wenn ich träumen kann.

Bin eine Realistin, wenn es mein Leben von mir

verlangt.

Ich bin hoffnungslos traurig,

wenn etwas zu Ende geht

und ich kann mich schwer trennen

von Dingen, die ich lieben gelernt habe.

 

 

So, oder so ähnlich ging es mir auch beim Schreiben des Buches. In den neun Monaten, in denen ich Das verschollene Tor geschrieben habe sind mir die Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Komisch eigentlich, denn es handelt sich ja nicht um richtige Personen. Eher um solche, die aus der eigenen Phantasie entspringen, und doch entwickelt sich eine Verbindung zu ihnen. Komischerweise. Oder vielleicht doch eher zwangsläufig, weil man sich in die Personen hineindenkt, oftmals sogar mehr über sie weiß als sie es selber täten.

Wie andere meine Charaktere empfinden, weiß ich nicht, noch nicht. Und doch kommt man in Unterhaltungen darauf zu sprechen. Und oft fallen den Test Lesern Dinge auf, die man auf den ersten Blick nicht entdecken konnte.

Und doch, wenn die Geschichte zu einem kommt, wie bei mir, dann entdeckt man plötzlich, das die Charaktere in dieser Geschichte durchaus den eigenen Lebenserfahrungen entsprechen. Man entdeckt plötzlich, das man dem ein oder anderen Charakter schon einmal in anderer Form begegnet ist.

Bevor ich zu den einzelnen Charakteren komme noch kurz etwas zu den Namen. Die Vergabe der Namen ist eher zufällig und aus dem Gefühl heraus entstanden. Manche Namen klingen einfach schön oder interessant, oder passen einfach zu einem bestimmten Charakter. Bei den zwei Elben war ich mir allerdings unschlüssig. Da ich keine Sprachwissenschaftlerin bin,  so hab ich mich dort eher vom Klang leiten lassen. Dabei war und ist jetzt auch wieder die Namensgebung von Phantasiewesen für mich eher schwierig. Denn wie man es auch dreht und wendet, viele dieser Namen gibt es schon.

Sollte ich mich für einen Lieblingscharakter entscheiden, so könnte ich es doch nicht, da mir alle irgendwie ans Herz gewachsen sind. Auch die, die dem Leser sicherlich eher unsympathisch erscheinen werden.

Isa ist eine junge, etwas ungestüme, sehr temperamentvolle Frau von etwa 28 Jahren. Sie hat rotes widerspenstiges, kurzes Haar, das ihren Charakter noch unterstreicht. Sie ist eine Träumerin, und hält sich gerne in Phantasiewelten auf. Aber sie möchte auch alles ergründen und hinterfragen.

Alex ist Isas Freund. Er ist ebenfalls 28 Jahre alt. Er legt Wert auf korrekte Kleidung. Ein geordnetes Leben ist sehr wichtig für ihn. Unvorhersehbare Dinge mag er genauso wenig wie seine Freundin. Alex ist eher der Realist. Diskussionen liebt er nicht. Er umgeht sie lieber.

Carmen eine junge strebsame Ärztin. Sie ist Isas allerbeste Freundin. Sie ist still, eher schüchtern, und – sie hütet seit langem ein Geheimnis.

Kai ist Alex‘ langjähriger Freund. Sie sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Er lebt quasi in einer phantastischen Welt. Denn er glaubt an Dinge, die es nicht gibt. Was geschieht mit ihm, warum verändert er sich?

Manuela ist Carmens Mutter. Sie ist unendlich traurig, als sie die Vergangenheit wieder einholt.

Martin ist Carmens Vater. Warum ist er so hart geworden? Wird er sich ändern?

Eldín findet sich plötzlich und unerwartet in einer anderen Welt in einer Stadt wieder. Sie kommt ihm seltsam bekannt vor. Und die Sprache, woher kennt er sie. Er findet es erst spät heraus. Er ist sanftmütig, vorausschauend, gerät nur selten aus der Fassung, nur wenn es erforderlich ist.

Lindo ist die Arroganz in Person. Er ist stolz und herrisch, duldet keinen Widerspruch. Ob er sich ändern wird, wird die Zeit zeigen. Welches Schicksal verbindet ihn mit seinen Gastgebern? Er hat magische Fähigkeiten. Wobei das Gedankenlesen noch die harmloseste ist.

So geradlinig wie diese Charaktere erscheinen mögen. Sie verändern sich im Laufe der Geschichte, denn es gibt niemanden der nur gut oder nur böse ist.

Es hat mich fasziniert, wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert haben. Denn wenn eine Geschichte zu einem kommt, ist man von ihren Wendungen oft überrascht.

 

 

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2 Antworten zu “Ans Herz gewachsen – meine Charaktere

  1. Sehr wahre Worte. 🙂
    Vor allem was das Sich-Aufhalten in der Phantasiewelt betrifft. Schuldig in allen Anklagepunkten. 😀

    • Ja ich finde es einfach herrlich, in andere Welten abzutauchen. Es gibt einem dann wieder Kraft das hoffnungslos realistische Leben zu ertragen. 🙂
      Was mich daran sehr belustigt, ist die Reaktion meiner Mitmenschen. Die oft mit Kopfschütteln reagieren.

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