Wie geht’s weiter nach dem schreiben?

Das Buch ist fertig, was man so mühevoll geschrieben hat,  und was nun?

Ich habe mir Test Leser gesucht, und habe dort Anregungen bekommen. Erst nach ihrem Daumen hoch habe ich daran gedacht, dass man es doch auch veröffentlichen könnte. Also entstand aus einer Laune heraus und ganz spontan, wie ich nun einmal bin die Idee mit dem ebook.

War das eine gute oder schlechte Entscheidung?

Das frage ich mich oft und manchmal zweifel ich daran, und manchmal gibt es Momente, da bin ich froh es so, und nicht anders gemacht zu haben. Allerdings ist es gerade hier in Deutschland sehr schwer wenn man selbst publiziert. Die Akzeptanz ist nicht das was man sich wünschen würde. Die meisten Menschen schätzen ein gedrucktes Buch mehr als eine „Datei“ . Aber letztendlich ist es doch egal in welcher Form es vorliegt, der Autor hat daran gearbeitet, sein Herzblut hineingesteckt und hofft natürlich das es dem ein oder anderen gefällt, oder dass es gar gekauft wird.

Warum ein ebook und warum Amazon?

Auf Amazon bin ich gekommen, weil ich dort eh gerne stöber, und weil ich ebooks mag. Allerdings habe ich keinen Kindle, sondern einen Sony. Also habe ich mir kurzerhand Kindle for PC runtergeladen, um dort meine Leseproben herunterladen zu können. Das geht schnell und unkompliziert. So bin ich zu Amazon gekommen, weil mir hier die Konditionen am besten gefielen, ich mein Buch in Word schreiben und formatieren konnte, und es dann leicht ins mobi pocket umwandeln konnte, um es hochzuladen. Und ich bereue es bis heute nicht. Ich möchte nicht von einem Verlag abhängig sein oder gegängelt werden, will frei entscheiden was ich mit meinem Buch tue. Und das wurde mir geboten.

Wie reagiert denn das Umfeld?

Das ist eher die enttäuschende Seite daran, niemand nimmt in meinem Umfeld Notiz davon, da die meisten lieber gedruckte Bücher lesen. Es herrscht immer noch die Ansicht, das gedruckte Bücher richtige Bücher sind und ebooks eben keine Bücher sind. Schade, denn die Reader sind heute so gut, dass sie wie eine „richtige“ Buchseite erscheinen. Vorteil, man kann die Schriftgröße verändern. Aber die meisten Menschen in meiner Umgebung denken halt anders. Und ich denke, dass es sich wohl zur Zeit noch nicht ändern wird.Schade eigentlich.

Vermarkten heißt das Zauberwort!

Klar aber wie, und vor allem wo? Ich habe mir bei Facebook eine Seite erstellt, dieser Blog entstand auch parallel zu meiner Buch-Veröffentlichung. Über Twitter wäre auch eine Möglichkeit. Außerdem bin ich in diversen Amazon Foren. Auch auf meiner Webseite gibt s seit einiger Zeit einen eigenen Bereich für mein ebook.  Aber eine Gratwanderung ist Werbung doch immer, denn gerade in Foren muß man vorsichtig sein mit Werbung. Leider wird man auseinandergenommen und in seine Einzelteile zerlegt. Ich hoffe, dass ich irgendwann einmal positivere Erfahrungen damit machen werde.Was aber am allerwichtigsten ist: Keine aggressive Werbung machen. Also nicht immer und überall darauf hinweisen, was man gemacht hat, das wirkt dann schon penetrant.

Die Schattenseiten

Aktuell erlebt: Anfeindungen, weil man ja bei Amazon veröffentlicht hat, und es dort kein epub Format gibt. Ich werde es mir also in Zukunft sehr gut überlegen, ob ich mein Buch in einem Forum vorstellen werde.

Die Sonnenseiten

Man lernt neue Menschen kennen, man lernt viel über den ebook Markt, aber auch über den konventionellen Buchmarkt. Es ist schon sehr interessant. Und das wichtigste, man steht nicht alleine, weil es andere gibt die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

iWriters

eine Gruppe auf Facebook, die alle selbst publizieren und über Amazon verkaufen. Sie richtet sich aber auch an andere die selbst publizieren. Neben der Gruppe existiert noch der gleichnamige Blog. (siehe Blogroll)  Eine supertolle Idee wie ich finde. Denn es ist wichtig dass gerade die sich zusammenschließen, die das selbe tun, und sich immer vor Augen halten, dass wir alle in einem Boot sitzen.

Wir wollen alle, dass die Menschen unsere Bücher mögen, und wir wollen alle Bücher verkaufen, vor allem selbst publizierte, und vor allem ebooks.

Ich hoffe, dass sich neben dem konventionellen Buchmarkt auch der ebook Markt etabliert und den gleichen Stellenwert bekommt. Das wäre wünschenswert.

Das wichtigste ist, sich ein Selbstbewußtsein aufzubauen und ein dickes Fell anzuschaffen, denn es wird noch ein steiniger Weg, bis wir ebook Autoren etabliert sind.

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6 Antworten zu “Wie geht’s weiter nach dem schreiben?

  1. Hallo Astrid!
    das kann ich voll und ganz unterschreiben! Mir geht es ähnlich… 😦
    Viele liebe Grüße
    Anna

  2. Allerdings eine kleine Anmerkung. Ich habe die Gruppe iWriters aus persönlichen Gründen verlassen müssen. Das bedeutet aber nicht das ich ihr kritisch gegenüber stehe denn was dort geschehen ist, passiert manchmal. Aber von außen hat diese Gruppe meine volle Unterstützung, denn ich finde diese Idee einfach genial. Und sie ist bestimmt noch ausbaufähig. Deshalb verbleibt auch der Link in meiner Blogroll!

  3. oh… hab ich grad erst gesehen…
    Danke fürs Verlinken! Freut mich sehr!

  4. Glückwunsch zum selber publizieren! 🙂
    Hattest du eigentlich vorher versucht dein Buch an einen Verlag zu schicken oder hast du es gleich als ebook hochgeladen?
    Ich schrecke auch noch davor zurück mein Buch als ebook zu veröffentlichen, einfach weil ich schon seit Jahren von einem Buch mit meinem Namen drauf träume. 😀

    • Ich wollte von vorn herein keinen Verlag, auch, wenn ich immer noch insgeheim von einer gedruckten Version träume, die auch sicherlich noch kommen wird. Aber ich wollte keinen Verlag, weil ich meine Rechte nicht abgeben wollte, weil ich so schreiben möchte, wie ich eben bin, und weil ich mich einfach nicht gerne unterordne. Dabei finde ich es aber toll, wenn es Autoren schaffen bei einem Verlag unterzukommen. Ich verurteile das nicht, wie viele die auch ebooks veröffentlichen. Im Übrigen finde ich diesen Konkurrenzkampf nicht ganz so toll. Meiner Meinugn nach sollte jeder seinen Weg finden, der ihm am besten gefällt. Ich wünsche jedem Glück, egal welchen Weg er/sie geht!

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