Indie bedeutet vor allem – auf eigene Faust!

 

„Ist es nicht einerlei wer wir sind, oder wie ihr uns nennt…“ dieser Satz aus meinem ersten eBook bringt es auf den Punkt! Es ist wirklich egal, welchen Namen ein Ding, eine Sache oder auch eine Tätigkeit hat. Viel wichtiger ist die Idee, die dahinter steht, und mit der ich mich jetzt ganz langsam zu identifizieren beginne. Es geht um den Begriff Indie Autor. In der Musik gibt’s schon länger die Indie Musik Charts, und darüber rümpft keiner die Nase. Aber sobald der Begriff Indie Autor(in) fällt geht es schon los!  Da beginnen die Menschen die Augenbrauen zu heben oder mitleidig zu lächeln. Und warum? Weil alles, was nicht mit Verlagen zu tun hat, und was auf eigene Faust geschieht eben nichts von Bedeutung ist. Ist das aber wirklich so, oder ist es hausgemacht, forciert von Leuten, die die alten Strukturen um jeden Preis aufrecht erhalten wollen. In unserem Land gibt es nur ein entweder oder, anstatt ein sowohl als auch! Komischerweise sind wir alle technisch bestens ausgestattet, aber in den Köpfen von so manchem Zeitgenossen herrscht noch tiefe Dunkelheit.

Was Indie bedeutet habe ich schon an anderer Stelle erklärt. Aber noch einmal Indie = independence- unabhängig. Nicht mehr und nicht weniger. Jedes Buch beginnt zunächst einmal mit einer Idee, aus der eine Geschichte entsteht, die aufgeschrieben wird. Bis dahin gehen wir noch gemeinsame Wege. Dann aber trennen sie sich. Ein Verlagsautor verschickt sein Manuskript, und wenn sein Buch veröffentlicht wird, wird es vorher noch lektoriert und korrigiert. Ein Indie Autor macht diese Schritte entweder selbst, oder er sucht sich jemanden, der diese Arbeit gut erledigen kann. Und der (und das war für mich ein sehr wichtiges Kriterium) der das Buch nicht verfälscht.

Ich persönlich bin mit der Art der Bücherveröffentlichung als eBook zufrieden. Auch wenn mir viele etwas anderes einreden wollen. Ich habe gemerkt, dass die Sicht der Dinge die weiteren Schritte bestimmt, und den weiteren Weg vorzeichnet. Und eine Art Lebensgefühl entstehen lässt. Man erlebt hautnah die guten und schlechten Dinge, die mit einer Buchveröffentlichung einher gehen. Was ich aber sehr daran schätze ist, dass man seine Erfahrungen selbst machen darf, und auch seine Fehler. Ich bleibe nicht stehen, sondern entwickle mich weiter. Und ich verliere den Spaß nicht dabei.

Das geschieht nur, wenn man alles zu verbissen sieht. Diese Erfahrung habe ich gemacht. Das einzige, was ich wirklich vermisse, ist der Zusammenhalt zwischen den Indie Autoren. Es gibt wirklich positive Erlebnisse, aber es gibt auch viele Dinge, die mit Vorsicht zu genießen sind. Ich lasse mich z.B. nicht sehr gerne vor den Werbekarren der anderen spannen. Wie oft ist es geschehen. Und manchmal denkt man, warum tun die anderen nichts für mich. Aber dieser Gedankengang ist falsch. Wichtiger ist, die Dinge aus einer gesunden Distanz heraus zu betrachten. Und eigentlich wäre das allerwichtigste der Zusammenhalt! Ich denke aber es wird noch eine sehr lange Zeit dauern, bis es jeder verstanden hat. Denn es ist nicht wichtig sich über die anderen zu erheben, und zu zeigen wie toll man ist, und wie schlecht die anderen schreiben, sondern der Dialog, und der lässt leider oft noch zu wünschen übrig.

Mein gutes Gefühl bleibt aber dennoch. Und die Freude und die Spannung, wenn bald mein nächstes Buch an den Start geht. Wie sagte damals meine Uroma so schön: Vor den Genuss hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt und auf uns Autoren übertragen könnte es genauso gut heißen: Vor die Veröffentlichung hat der liebe Gott das Korrekturlesen, Cover gestalten, Formatieren und Konvertieren gesetzt. J

In diesem Sinne, wünsche ich allen, die gerne schreiben, und es veröffentlichen möchten, viel Kreativität, viele Einfälle und natürlich gutes Gelingen!

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