Mein eBook Tagebuch 2 – Niemals den Mut verlieren!

 

Es ging bereits auf Weihnachten zu. Irgendwie hatte ich ein wenig Langeweile. Ich war mir nicht so ganz klar, ob ich weitermachen oder aufhören sollte mit dem Schreiben. Aber eigentlich habe ich immer irgendetwas  geschrieben, und wenn es Sprüche für Grußkarten waren, oder wenn ich Artikel in meine Webseite gepostet habe. Ich konnte es nicht lassen, obwohl ich zwischenzeitlich einfach nur genervt war. Von der einen Seite hörte man: Du musst mehr Werbung machen, damit die Leute dich sehen, während die andere Seite den warnenden Zeigefinger erhoben hat, und ich muss sagen, hätte ich liebe auf die zweite Seite gehört, wäre mir sicherlich einiges erspart geblieben.

Es gibt Menschen, die kommen in eine Gruppe oder ein Forum, oder betreten einen Raum, und schon haben sie die Sympathien ihrer Mitmenschen. Ich gehöre zu der anderen Seite Mensch, zu denen die etwas kritischer sind. Auch, wenn ich noch nichts gesagt habe, gehöre ich nicht zu den oben genannten Menschen. Oft habe ich etwas gesagt oder geschrieben, und schon war er da der Salat. Selbst, wenn ich dasselbe wie ein Sympathieträger geschrieben habe, war es genauso. Heute weiß ich woran es liegt. In allen Gruppen ist es so, dass sich die Leute schon vorher finden. In manchen ist es sogar so extrem, dass nur einige wenige das Sagen haben, und die anderen mehr oder weniger geduldet sind. Ich habe dieses Problem schon mehrfach anklingen lassen. Aber, wenn man es wirklich einmal realistisch betrachtet ist es so, und ich kenne mittlerweile viele Menschen, die sich aus Gruppen sowohl im Netz als auch im sagen wir mal realen Leben aus solchen Dingen heraushalten.

Aber was hat das jetzt mit Büchern zu tun? Naiv wie ich am Anfang war, kam ich der Aufforderung eines Forumsteilnehmers nach und habe mein Buch in die Werbeecke platziert. Und dann kamen diese netten Vorwürfe, warum es denn gerade dieses Format, und nicht jenes ist. Warum ich das Buch denn so geschrieben habe und nicht anders, und vieles mehr. Aus diesem Grunde werde ich niem wieder Werbung für meine Bücher in einem Forum machen. Aber am Anfang macht man das. Sicherlich gibt es auch genug Gegenbeispiele, aber bei vielen ist es doch so, dass sie die Leute in den Foren schon von anderen Plattformen kennen, und dann stehen sie sowieso besser da.

Da ich in meinem Leben niemals auf Rosen gebettet war, und auch nie sein werde, habe ich geschluckt, und es zur Kenntnis genommen. Aber ich muss sagen, dass es schon schwer ist, wenn man am Anfang steht.

Ganz langsam und allmählich kam mein Mut wieder und eine neue Idee wurde geboren. Sie kam in Form der Weihnachts-Wunschfee daher, und auch, wenn meine Rechtschreibprüfung diesen Titel so gar nicht mag, mir hat er gefallen. Zuerst sollten es 24 Geschichten werden. Aber schließlich wurden es doch nur 8 Kurzgeschichten rund um die Weihnachtszeit. Und ich bin wirklich stolz auf dieses Büchlein, denn es wurde sehr viel verkauft. Das darf man auch mal erwähnen. Und ich freue mich sehr darüber, denn meine Leser haben mir wieder Mut gemacht. Auch bekam ich eine superschöne Rezension dafür. Die einzige, aber ich freue mich immer wieder sehr, wenn ich sie lese!

Das die Buchverkäufe auch bis weit in den März noch sehr gut liefen, hat mich wirklich gefreut. Und auch mein erstes eBook, wurde trotz des ganzen Ärgers im Hintergrund gut verkauft, was mich auch sehr freute. Allerdings nagten immer wieder Zweifel an mir und so fasste ich einen Entschluss. Vorausschicken muss ich allerdings, dass ich viele Gespräche mit sehr lieben Menschen hatte, und mich trotzdem dafür entschieden habe, das gesamte Buch Das verschollene Tor noch einmal zu überarbeiten. Nicht weil es mir nicht mehr gefallen hat, sondern, wegen der Zeichensetzung, genauer gesagt wegen der wörtlichen Rede einerseits und wegen einiger Dinge, die ich noch hinzufügen wollte. So machte ich mich mal wieder ans Korrekturlesen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinem Mann, der meine Launen während dieser Zeit ertragen hat, und trotzdem immer noch liebevoll und nett war. Er hat mich mit seinem Humor aus vielen tiefen Löchern herausgeholt, in die ich mich zeitweise vergraben wollte. Denn die Dinge, die im Hintergrund geschehen sind immer die, die an den Nerven zehren. Dazu zählte eine Kritik, die so unhaltbar war, dass ich sie hier aus meinem Blog löschen musste. Wobei ich nichts gegen Kritik habe, wenn sie berechtigt ist. Aber diese war es nicht, denn sie kam von einer Frau, die Frust hatte, weil niemand ihr Buch gekauft hat. Und ich habe noch ihr Buch in einem Forum verteidigt, und ihr Mut gemacht. So kann es kommen. Gutmütigkeit zahlt sich leider meistens nicht aus. Auch bekam ich während der Korrektur diese nette Rezension, die wegen eines Frustkaufs (Fotokamera) entstand, und, weil denjenigen die 5 Sterne gestört haben. Amazon löscht  übrigens nicht etwas solche Rezis, warum sollten sie auch, sie wollen ja ihre Kunden nicht verlieren. So habe ich mich an die „netten“ Worte gewöhnt und lese sie sogar ab und zu mal durch. 🙂

Natürlich wollte ich zuerst wieder alles hinschmeißen, aber ich habe das Buch zu ende korrigiert, einige Passagen neu gemacht und das Cover etwas verändert, weil ich dort einen Fehler gefunden habe, im Bild nicht bei der Schrift.

Während dieser Zeit habe ich bezüglich der Werbung vieles gelernt, nicht von den Menschen, die auch veröffentlichen, denn da gibt es leider immer noch sehr wenig Erfahrungsaustausch, sondern von der „anderen Seite“ dem Leser. Ich weiß heute, dass zu viel Werbung nervig ist. Einfach nur Links zu posten, verleitet die Leute dazu die Werbung zu übersehen und immer wieder kehrende Werbung macht aggressiv. Manchmal weiß ich nicht, ob ich das richtige Maß gefunden habe. Aber mein Motto lautet: Lieber etwas weniger, und dann aber menschlich und weniger geschäftsmäßig, denn es ist vorerst- mein Hobby.

Natürlich geht es bald weiter, dann erzähle ich euch etwas zu meinen neuen Ideen und wie es mit den nächsten eBooks weiterging.

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Eine Antwort zu “Mein eBook Tagebuch 2 – Niemals den Mut verlieren!

  1. „…Und ich bin wirklich stolz auf dieses Büchlein, denn es wurde sehr viel verkauft…“ – Allein diese Zeile macht doch Mut, vor allem angesichts des vielen Kontras, das du hier recht anschaulich darlegst. Ich denke, wenn man all die negativen Reaktionen, die auch ein „VIP“ für seine Werke erhält, gegen die Lobhudeleien abwägt, würde es oft nur für ein 1:1 reichen. TROTZDEM, sie verkaufen, verkaufen, verkaufen. Und machen sich, wohl auch aufgrund der Verkaufszahlen, einen Namen.

    Ob dieser aber die Zeiten überdauern wird, weil man gutes Lesewerk mit ihm verbindet, oder nur schnell flüchtige (Marketing-)Zahlen, wie einen Verkaufsrang, monatliche Umsätze, LIKEs auf Facebook, das kann sich jeder selbst an wundgeschriebenen 5 Fingern abzählen.

    Also, weiter dranbleiben, durchhalten und nicht auf Jammerer, Neider und notorische Besserwisser hören. Auch wenns mal schiefgeht, das eigene Buch behandelt doch sowieso keiner besser als man selbst 😉

    Beste Grüße!
    A. Felsenstein

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