Hört es nie auf?

Zwischendurch bin ich mal so frei und mache ein Rundgang durch verschiedene Foren,  und was ich da oft zu lesen bekomme, ist nicht gerade erfreulich.

Ich bin immer wieder erstaunt, dass die Menschen aus den ihnen gegebenen Möglichkeiten so wenig schöpfen, sie vielmehr dahin gehend zu missbrauchen, ihre kleinkarierten Ansichten hinaus in die Welt zu tragen. Anstatt Vorurteile und vorgefertigte Meinungen abzubauen, werden diese noch geschürt und vertieft. Mich erstaunt das eine Gesellschaft, die angeblich doch technisch so weit entwickelt ist, sich im sozialen Sektor eher zurück entwickelt. Diese Gedanken kamen mir beim Durchstreifen des Internets.

Vor allem wenn es um neue Autoren oder auch um Indie Autoren geht, tritt dies mittlerweile sehr massiv auf. Es gibt so viele Vorurteile und ich für meinen Teil finde es sehr schade, dass einige Zeitgenossen da wirklich so kurzsichtige Ansichten an den Tag legen und nicht müde werden, diese auch zu verbreiten. Ohne jedoch etwas zu hinterfragen aber immer darum bemüht, von den wenigen Ausnahmen auf alle zu schließen.

Da ich nur von mir sprechen kann, möchte ich zu diesem Thema folgendes anmerken.

1. Das, was ich mir aufgebaut habe, habe ich aus eigener Kraft getan ich habe weder Freunde gebeten mir unter die Arme zu greifen, noch mir sonst irgendwo Unterstützung geholt.

2. Rezensionen finde ich zwar gut, wenn sie ehrlich sind und damit kein falscher Gebrauch gemacht wird, und damit meine ich in beide Richtungen, seien es gefakte fünf Sterne Rezensionen oder auch Mobbing Rezensionen, die nur aus Frust geschrieben wurden, egal aus welchen unerfindlichen Gründen. Es ist schade das gerade von den Leuten soviel Missbrauch damit getrieben wird, die von anderen Ehrlichkeit und gutes Urteilsvermögen verlangen.

3. Jeder Autor hat einmal angefangen, und was ist so schlimm daran, neuen Autoren eine Chance zu geben? Warum werden Leute niedergemacht, die Bücher /ebooks von neuen Autoren vorstellen oder empfehlen? So etwas ist mir unverständlich. Aber ich befürchte fast, es ist so wie bei den Stellenausschreibungen, dort will man ja auch nur junge Menschen, die schon 20 Jahre Berufserfahrung haben, was ein Widerspruch in sich ist. Wer nicht über den Tellerrand schaut, verpasst viele neue Dinge, und das gilt für alle Lebensbereiche.

Wenn die Menschen in früheren Jahrhunderten genauso gedacht hätten, wie unsere ach so modernen Menschen, dann gäbe es keine Literatur keine Dichtung, rein gar nichts, denn diese Menschen haben ja auch aus freien Stücken geschrieben ohne die Gesellschaft um Erlaubnis zu fragen.

Für mich ist das, was Autoren tun, ein Angebot. Wer Lust hat, nimmt es an, wer etwas anderes bevorzugt, lässt es einfach. Warum es aber daneben noch diese Anfeindungen gibt, kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Natürlich gibt es auch solche, die einen mit ihrer Werbung überrollen, aber es sind nicht alle so, und ich finde es schade, dass alle Autoren in einen Topf geworfen werden. Denn Werbung muss man machen, gerade, wenn man neu dabei ist und einen niemand kennt.

Ich finde diese Entwicklung sehr schade. Aber ich habe auch meine Konsequenzen daraus gezogen, denn ich habe mich dort zurückgezogen wo die Anfeindung am größten ist, nämlich in Foren. Da halte ich es wie viele aus meinem Bekanntenkreis, die sagen, es ist besser einen großen Bogen um Foren zu machen.  Und trotzdem hoffe ich, dass es einmal anders sein wird. Aber solange es Menschen gibt, wird es auch Vorurteile geben.

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Eine Antwort zu “Hört es nie auf?

  1. Absolut, der menschliche Widerspruch ist das Problem. In sehr vielen Bereichen unseres Lebens. Wir wollen Politiker, die Klartext reden, zerreißen sie aber, sobald sie das tun. Wir plärren über die Schlechtigkeit der BILD-Zeitung, machen sie aber seit Jahrzehnten zu einem kommerziellen Massenerfolg. Wir loben immer das Authentische, das Wahre, das Echte – fallen aber dann doch hauptsächlich auf die plastikartigsten Marketing-Gags herein. Und jeder für uns abut dauernd Mist und verhält sich amoralisch – auffallen mag es uns aber stets nur bei den anderen.
    Ich bin nun echt kein Freund von Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar -aber zu sehen wie wir alle die gewinner dieser Shows unfassbar schnell fallen lassen, nachdem „wir“ wochenlang hysterisch nach ihnen geschrien haben – ein Lehrstück dieser ekelhaften menschlichen Grundattitüde.
    Ich schätze aber, es war schon immer so, die Mittel sind nur andere gworden.

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