Meine Erfahrungen mit kdp Select-Ob es sich lohnt, weiß man erst wenn man es versucht

Viel diskutiert und sehr umstritten vor allem bei Indie Autoren, die über Amazon veröffentlichen und die ihre Bücher zusätzlich noch in anderen Shops gelistet haben.

Ich selbst war einmal auch sehr kritisch und bin es noch, aber nur dann, wenn eine kostenlose Werbeaktion zu oft durchgeführt wird. Allerdings muss ich voraus schicken, dass dies meine Erfahrungen sind und ich lediglich meine Meinung hier schreibe. Andere Autoren sind sicherlich anderer Ansicht, aber es geht ja wie gesagt um einen kleinen Erfahrungsbericht.

Zunächst einmal:  Was ist kdp select?

Man kann hier seine e-Books für mindestens drei Monate anmelden. Es ist dann auch möglich kostenlose Werbetage einzurichten. Man kann die Länge der Werbemaßnahme selbst bestimmen, aber es sind bis zu fünf Werbetagen möglich. Diese Möglichkeit ist für deutsche Autoren wohl am interessantesten, da das Verleih-Programm, dass auch angeschlossen ist, nur für amerikanische Kunden gilt. Ich persönlich habe noch nie erlebt, das ein Buch geliehen wurde. Also beschränke ich mich auf die Gratis Tage, über die ich nun im folgenden noch schreiben möchte.

Meine erste Erfahrung mit den Gratis Tagen machte ich mit meinem Kurzgeschichten Buch Als die Geschichten Oma verschwand allerdings trug es damals noch einen anderen Titel es hieß Die Geschichten-Ranke. 

Ich meldete das Buch also über kdp Select an, und setzte einen Gratis Tag an. Ich  muss dazu sagen, dass die Bücher während dieser Zeit nicht in anderen Shops angeboten werden dürfen. Das war bei diesem Buch damals nicht der Fall, also war es gut geeignet um erste Erfahrungen zu sammeln.  Meine Downloadzahl war vielleicht nicht so hoch, wie bei anderen, aber ich war für den Anfang zufrieden und ich war zeitweise auf Platz 1 der kostenlosen e-Books. Natürlich sonnt man sich nicht lange dort, denn, sobald die Aktion beendet ist, fällt man wieder heraus und landet auf seinem alten Verkaufsrang. Aber, und das ist der Grund, warum ich mich dazu entschieden habe einen Gratis Tag zu machen, der Name wird gesehen und das Buch wird für kurze Zeit sichtbar. Das wiederum führt danach meist zu guten Verkäufen, so war es jedenfalls bei mir. Allerdings ließ ich die drei Monate dann auslaufen, weil ich das Buch noch in einem anderen Shop anbieten wollte, was nun auch geschehen ist.

Vor ein paar Wochen schrieb ich dann einen Kurz-Thriller, (Wenn alte Häuser sprechen…) ,den ich kurzerhand wiederum für kdp Select anmeldete. Ich war mit der Downloadzahl sehr zufrieden. Mit der anschließenden Resonanz und den Verkäufen hinterher, bin ich nun auch sehr zufrieden. Ich freue mich wirklich darüber! Für mich hat sich diese Aktion wirklich gelohnt und ich werde sicherlich nicht zum letzten Mal eines meiner Bücher auf diese Weise bewerben.

Überraschenderweise werden die Gratis Downloads auch abgerechnet, man bekommt zwar einen ziemlich geringen Anteil aber bei vielen Downloads lohnt es sich wirklich. Natürlich wird man kein Millionär davon oder bekommt haufenweise Anfragen, wie vielfach propagiert, aber das Buch und der Name werden gesehen und zwar im Shop und nicht bei Twitter oder Facebook sondern eben dort, wo die Leser sind.

Für mich hat es sich gelohnt und wenn man es mit den Gratisaktionen nicht übertreibt, ist es eine sinnvolle Sache. Es ist zumindest dann hilfreich, wenn man noch am Anfang steht und noch nicht sehr bekannt ist.

Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings, die Rücksendungen von Leuten, die das Buch in der Gratis Aktion erworben haben und plötzlich dafür zahlen müssen, weil die Aktion von einer Sekunde auf die andere zu Ende ist.

Bei so manch einem Leser gibt es noch einen weiteren Einwand, sie wissen nicht mehr wohin mit ihren Büchern auf ihren Lesegeräten, weil sie sich jedes Gratis Buch herunterladen. ich selbst bin auch eine begeisterte Leserin aber ich „kaufe“ die Bücher nicht weil da Null Euro draufsteht, sondern ich lade sie herunter, wenn sie mir gefallen. Das kann aber dann auch durchaus nach einer solchen Aktion sein. Da ist natürlich jeder einzelne gefragt und die Autoren sind nicht daran schuld, wenn die Leute mit dem Lesen nicht mehr nachkommen.

Das waren meine Eindrücke zu den Gratis Aktionen bei Amazon. Und wie alles im Leben, ist auch dies in Maßen sinnvoll.

 

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