Mein ganz persönlicher Jahres-Rückblick

Heute vor einem Jahr saß ich an genau dem selben Platz wie jetzt. Es ist schon interessant, was einem so durch den Kopf geht, wenn man die Zeit noch einmal zurück dreht.

Damals hatte ich gerade mein erstes Buch fertig geschrieben, saß an meinem PC und grübelte. Irgendwie wollte ich etwas Neues ausprobieren. Für einen Verlag war ich zu ungeduldig, da kam das mit Amazon kdp gerade richtig. Es war ja noch recht neu alles und steckte noch in den Kinderschuhen. Diese Möglichkeit gab es da gerade mal ein halbes Jahr, soweit ich mich erinnern kann. So lud ich mir einige Programme herunter, und versuchte mein Glück. Irgendwann in der Nacht war es dann soweit. Zu Anfang hat man schon ein mulmiges Gefühl, dann freut man sich und ist erstaunt, wenn das Buch das erste Mal gekauft wird. Ja es ist wirklich so, irgendwie gibt man ja etwas preis von sich, wenn man seine Geschichten anderen Menschen zu lesen gibt. So erging es mir jedenfalls und ich weiß, dass es nicht nur mir so gegangen ist, sondern jedem, der mit e-Books anfängt.

Natürlich habe ich zu diesem Zeitpunkt schon an meinem Weihnachtsbuch gearbeitet, das bald auch schon sein Einjähriges hat 🙂

Wenn ich so zurück schaue, dann gab es schöne und weniger schöne Momente, aber alle Dinge die ich im Zusammenhang mit dem Self Publishing erlebt habe und immer noch erleben muss, waren sehr lehrreich und ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Leider erkennt man sehr spät, welche Menschen einem gut tun, welche einen weiter bringen und um welche man lieber einen großen Bogen machen sollte.

Oft kam in diesem Jahr die Frage bei mir auf: Warum machst du das eigentlich, warum tust du dir das an?  Jetzt kann ich sagen, dass das, was damals als Versuch gestartet ist, heute mein Lebensgefühl ist. Auch, wenn es sich vielleicht merkwürdig anhören mag aber so ist es. Mir gefällt es, meine Bücher auf diese Weise zu veröffentlichen und ich finde es gut, das sich viele festgefahrene Strukturen aufzulösen beginnen. Was mir allerdings nicht gefällt ist, das es gerade unter Indie Autoren keinen oder nur einen geringen Zusammenhalt gibt. Die meisten vergessen, dass wir alle im selben Boot sitzen. Es ist keiner besser und keiner schlechter. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der eine vielleicht länger dabei ist und der andere gerade am Anfang steht.

Aber von den unschönen Dingen einmal abgesehen, freue ich mich auf die Dinge, die noch kommen werden, auf neue Erfahrungen und Begegnungen. Und  darauf, dass der zweite Teil meiner Fantasy Trilogie endlich fertig wird.

Bedanken möchte ich mich ganz besonders bei meinem Mann, dass er im vergangenen Jahr an meiner Seite war und den Blick für die Realität niemals verloren hat. Außerdem bei all jenen, die mich ermutigt unterstützt, inspiriert und kritisiert haben. Das hat mich wirklich weiter gebracht. Und ich bin  froh, dass ich Menschen wie euch an meiner Seite habe, die oft unsichtbar sind, aber die immer dann da sind, wenn ich sie brauche.

Vielen Dank!

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