Düsteres Ende? Oder doch lieber ein Happy End? – wenn sich gut und böse streiten

Hundegänge sind etwas Wunderbares, vor allem, wenn sie ganz früh morgens stattfinden, wenn die Welt noch halb schläft und kurz vor dem Aufstehen ist. Dann gibt es eine Zeit, es ist nur ein ganz kleiner Moment, da hört man, wie die Welt einatmet, vielleicht sogar tief durchatmet, bevor sie überall mit Leben gefüllt wird. Das ist der Moment, den ich einfach nur liebe! Meistens komme ich dann ins Grübeln, entweder über den bevorstehenden Tag, über vergangene und zukünftige Ereignisse oder aber, über meine Geschichten.

Wenn man, wie ich eine Trilogie plant und schreibt, stößt man manchmal an seine Grenzen. Eigentlich wollte ich die Bücher so gestalten, dass sie sowohl für sich alleine stehen können, andererseits, dass sie aufeinander aufbauen. Das ist nicht ganz so einfach. Es gingen mir heute Morgen Dinge durch den Kopf wie: Eigentlich kann man eine Geschichte nur dann authentisch erzählen, wenn man komplett in die Welt eintaucht, in der sie spielt. Aber es gelingt nicht immer, weil es da noch das wirkliche Leben gibt.Man kennt die Charaktere und weiß wie sie sich verhalten aber reichen die Erklärungen die man gibt, wird man richtig verstanden? 

Sind diese Fragen durch gearbeitet und ist nun fast das Ende in Sicht, steht man wieder vor einem Problem. Welches Ende ist das Beste? Und da erreicht man diesen Punkt, das schlechte Gewissen meldet sich, wenn man ein düsteres Ende wählt. Wie ergeht es dann denen die man ins Herz geschlossen hat, oder jenen, die  eine Nebenrolle spielen und trotzdem wichtig sind? Ein düsterer Schluss, der vielleicht das Ende einer Welt einläutet – nein, das ist nichts für mein Gewissen. Ich weiß dass ich dann nicht schlafen könnte.

Ein Happy End wäre da doch etwas Feines. Dann aber drängen sich mir wieder Fragen auf. Denn das Leben ist nicht immer nur rosig, es gibt nicht immer nur Sonnenschein und ein gutes Ende kann auch schnell schnulzig und kitschig rüberkommen.

Da haben wir dann also den Salat! Wie man es dreht und wendet, es bleibt immer ein Gewissenskonflikt. Selbst, wenn es sich um Romanfiguren handelt. Ich denke, diejenigen dies selbst schreiben können das sicherlich nachvollziehen.

Jetzt, wo es nur noch wenige Kapitel bis zum Ende sind, kommt doch ein komisches Gefühl auf, es ist Wehmut und eine gespannte Neugier, denn, während ich schreibe plane ich nichts auch, wenn die Geschichte steht und das muss sie bei einem Dreiteiler, so gibt es trotzdem Überraschungsmomente und es kommen einem beim Schreiben wieder neue Ideen.

Wie es letztendlich ausgehen wird, werde ich bald wissen. Mal schauen welchem Ende meine Charaktere entgegen gehen…

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2 Antworten zu “Düsteres Ende? Oder doch lieber ein Happy End? – wenn sich gut und böse streiten

  1. Hi Astrid,
    ich kann das wunderbar nachvollziehen, weil ich auch jedes Mal vor dem gleichen Problem stehe. Aber ich glaube, bei einer Fantasy Geschichte ist ein gutes Ende immer die bessere Wahl. Ich glaube, das erwartet der Leser wohl auch.
    In diesem Sinn wünsche ich dir, dass du dich richtig entscheidest. Ebenfalls wünsche ich dir einen tollen Oktober mit viel Inspitaration und Kreativität.
    Lg Florella

    • Hallo Florella,

      als ich diesen Beitrag geschrieben habe, war mir das Ende meines Buches nicht ganz klar. Aber ich denke ich habe eine gute Lösung gefunden, denn bei einer Trilogie ist es immer schwer ein Ende zu finden, dass einerseits einen Abschluss bildet und andererseits zum nächsten Teil hin führt.
      Es stimmt aber, jeder der schreibt muss sich über solche Dinge Gedanken machen, egal was er/sie schreibt.
      Dir wünsche ich ebenfalls einen schönen Oktober, und ganz viele neue Ideen!

      Liebe Grüße

      Astrid

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