Mein e-Book Tagebuch Teil 5 Dafür kann ich mir nichts kaufen…

Wenn ich auf die Zeit zurück blicke, in der ich meine erste Zeile geschrieben habe, kommt es mir fast wie eine kleine Ewigkeit vor. Es war eine Zeit, in der viel geschehen ist, gute und schlechte Dinge gaben sich die Klinke in die Hand, wie das eben so ist in dem Spiel, dass man Leben nennt.

Mit den Dingen, die sich im Leben ändern, ändern sich auch die Sichtweise und vor allem der Standpunkt, bestimmten Dingen gegenüber. Als ich wieder mit dem Schreiben begann, stand zunächst der Spaß an der Geschichte in Vordergrund, ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Als die Geschichte fertig war und ich mich von meinen mir damals schon lieb gewordenen Charakteren verabschieden musste, war das auch mit etwas Wehmut verbunden. Ich veröffentlichte sie damals als e-Book und bereue es bis heute nicht, diese Entscheidung getroffen zu haben. Andere Geschichten folgten und bis heute habe ich den Spaß am Schreiben nicht verloren. Ideen habe ich genug, allerdings dauert deren Umsetzung natürlich seine Zeit.

Ich bin kein Mensch, der ein Buch nach dem anderen auf den Markt wirft. Dennoch finde ich die Möglichkeiten, seine Bücher selbst zu veröffentlichen, wirklich gut, nur leider wird allzu oft das falsche daraus gemacht. So sind mir in diesen zwei Jahren angenehme und unangenehme Menschen aber auch Dinge widerfahren, die einen natürlich prägen. Für mich sind heute andere Dinge wichtig geworden, über die ich zu Anfang nicht nachgedacht habe. Ich ging immer davon aus, dass alle es gut meinen, das ist leider nicht so. Oft geht es von unschönen Äußerungen über Manipulationen von Texten, in meinem Fall meinen Klappentexten, in die man zusätzliche Fehler einbaute. Das ist der Grund, warum ich meine Bücher auch in Foren nicht mehr bewerben möchte. Es gibt immer wieder Menschen, die solche Dinge tun, damit andere schlecht aussehen bzw. schlecht weg kommen. Ist das Bild von einem Menschen einmal vorhanden, lässt es sich sehr schlecht wieder rückgängig machen. Das ist so ähnlich, wie ein Graffiti auf einer weißen Wand. Vor allem weil die Menschen alles glauben, was es im Netz so zu lesen gibt. Es ist nicht alles Gold was glänzt und es ist nicht alles schlecht, was unscheinbar ist. Das habe ich gelernt, auch in Bezug auf andere Autoren. Dort sind mir die am liebsten, die nicht gleich mit einem Werbelink um die Ecke kommen, sondern, denen es um wirkliche Gespräche oder auch Zusammenarbeit geht.

Leider überschatten die unangenehmen Ereignisse die schönen Erlebnisse und das darf nicht sein. Menschen und Dingen, die einem nicht gut tun zu viel Raum zu geben, bringt einen gerade beim Schreiben nicht besonders weit.

Es gibt immer die Besserwisser, die ewig nörgelnden, die Neider aber da gibt es auch die andere Seite, die Leute, die einen scheinbar nicht weiterbringen. Zu Anfang habe ich stets nach links und rechts geguckt aber auch das hat mich nicht weiter gebracht. Eine Zeitlang war ich dann in Gruppen und Foren unterwegs und sehr aktiv, aber auch das ist nicht immer das Gelbe vom Ei, zumindest nicht für mich.

Mir geht es um die Menschen, und die Dinge, die eher hinter den Kulissen ablaufen, die, wie gesagt den Anschein erwecken, dass sie einem nicht helfen. Klar, eine Rezension kann man überall vorzeigen, eine Bewertung oder eine Besprechung in einem anderen Blog kann man präsentieren. Dabei spiegeln diese Dinge allenfalls die persönliche Meinung des einzelnen wider. Für manche sind solche Dinge Gesetz und offenbar lebensnotwendig. Man wird schon schräg angeguckt, wenn man andere Prioritäten setzt.

Mich bringen die Dinge, die für andere unsichtbar sind, sehr weit. Dazu zählt natürlich Kritik, dazu zählen aber auch Gespräche über meine Bücher und Geschichten und ehrlich gesagt freue ich mich riesig, wenn in Gesprächen Anregungen gegeben werden oder auch der Satz fällt: Das gefällt mir, was du machst. Dafür kann ich mir natürlich nichts kaufen, oder anders gesagt es bringt sicherlich keine Verkäufe aber ich bin sowieso der Meinung, dass es eine lange Zeit braucht um Fuß zu fassen, vor allem dann, wenn man alles selbst macht, so wie ich.

Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt, was dieses Jahr alles bringen wird. Auf jeden Fall freue ich mich bald wieder weiterschreiben zu können, was schon fast eine Wohltat nach meinem derzeitigen Korrektur Marathon ist. 🙂

Für Anregungen, Kritik und Lob im Hintergrund, kann ich mir nichts kaufen? Doch kann ich, sie geben mir ein gutes Gefühl und sie bringen mich Zeile um Zeile in einer neuen Geschichte weiter. Und das ist mehr wert als alles Geld der Welt.

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