Mein e-Book Tagebuch Teil 6 – Und da gibt es auch noch die Technik…

Und weiter geht es mit meinem e-Book Tagebuch. Heute geht es mal um etwas, das so manch einen verzweifeln lässt. Ich muss zugeben, das es mir zu Anfang ähnlich ging. Natürlich ist es verlockend, wenn man liest, das es so einfach geht heutzutage ein Buch zu veröffentlichen. Es gibt ja die Möglichkeit es als e-Book auf verschiedenen Plattformen anzubieten. Aber was viele nicht bedenken, die so leichtfertig Werbung dafür machen, das man für all das Geduld braucht, und das es schon ein Stück Arbeit ist, die man freiwillig auf sich nimmt, und die nebenher auch noch Spaß machen kann. Manchmal treibt sie einen aber auch an den Rand der Verzweiflung.

Diesmal möchte ich etwas zur Erstellung von e-Books sagen. Wobei ich, wie immer, einfach aufzeigen möchte, wie ich es handhabe. Andere Autoren benutzen andere Programme, das kommt immer darauf an, wie einem das ein oder andere Programm liegt.

Welches Textverarbeitungsprogramm?

Ich habe einiges probiert, und bin letztendlich wieder zum guten alten Word zurück gekehrt. Wobei man natürlich seine Texte auch sehr gut mit dem Textprogramm von Open Office schreiben kann. Dies ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu Word und sie ist kostenlos. Ein Programm, dass mir überhaupt nicht liegt ist Papyrus Autor. Es ist mir irgendwie zu unhandlich, aber vielleicht muss man sich auch erst einmal daran gewöhnen. Da ich die Texte hinterher in html umwandeln muss (dazu sage ich später mehr) und mir diese Umwandlung mit diesem Programm nur mäßig gelungen ist, bin ich bei Word hängen geblieben. Zur Zeit nutze ich noch Word 2007.

Formatierung und Inhaltsverzeichnis

Ich schreibe meine Texte, bevor  ich sie als e-Book veröffentliche immer im Blocksatz und einem einzeiligen Zeilenabstand. Die erste Zeile des Absatzes rücke ich leicht ein, aber es sollte schon so sein, das man merkt, wo der nächste Absatz beginnt. Bei mir sind es 0,5 cm. Bevor ich aber damit loslege, gibt es noch das Deckblatt, mit Buchtitel, Erscheinungsdatum und Namen. Ein zweites mit dem Copyright und anderen Hinweisen. Diese beiden Seiten schreibe ich zentriert. Sieht einfach besser aus.  Natürlich kann man auf einer neuen Seite noch etwas darüber schreiben, wem dieses Buch gewidmet ist, oder sich bedanken. Das bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist außerdem, das nach jedem Kapitel ein Seitenumbruch gemacht werden sollte. Das sieht besser aus, und macht das Buch auf dem Reader übersichtlicher.

Dazu muss man auf die Registerkarte Einfügen und dort auf Seitenumbruch klicken.

Wenn der Text geschrieben ist, bekommt das Buch natürlich noch ein Inhaltsverzeichnis. Dafür markiert man die Überschriften einzeln. Das dauert zwar, aber es geht so am besten.

Überschrift

Überschrift markieren

Anschließend noch auf Überschrift klicken

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Das macht man dann mit allen Überschriften. Wenn man das geschafft hat, muss nur noch das Inhaltsverzeichnis erstellt werden und das geht recht schnell und fast automatisch. Zunächst die Seite auswählen, wo das Inhaltsverzeichnis hinein soll. Bei mir ist es nach den beiden Deckblättern.

Zunächst geht man auf  die Registerkarte Verweise und dort auf Inhaltsverzeichnis

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Dort kann man dann noch Optionen festlegen, wie das Inhaltsverzeichnis gestaltet werden soll.

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Für die Erstellung eines e-Books nimmt man die Seitenzahlen heraus, weil sie nicht unterstützt werden von den Readern.

Bei mir würde das dann so aussehen:

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Und so würde dann das Inhaltsverzeichnis aussehen.  Dies ist nur ein Bildausschnitt davon.

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Damit man das Inhaltsverzeichnis auf dem Reader direkt anspringen kann, muss man noch eine Textmarke setzen. Dazu markiert man zunächst das Wort Inhaltsverzeichnis als Überschrift, danach auf die Registerkarte Einfügen gehen und dort auf  Textmarke. Es öffnet sich ein Fenster. Ich gebe dann einfach das Wort toc ein und drücke auf hinzufügen. Und nun kann man das Inhaltsverzeichnis auch finden und direkt anspringen.

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Nun ist die Word Datei fertig. Nun mache ich daraus eine html Datei und speicher sie als Webseite gefiltert. Erst dann kann ich sie weiter verarbeiten und sie in das gewünschte e-Book Format umwandeln. Da gibt es zwei Formate. Für amazon brauche ich das Kindle Format.  Bei xinxii biete ich epub und mobi an. Für die Umwandlung in diese e-Book Formate nutze ich Calibre. Damit geht es sehr gut.

Früher, also noch vor einem halben Jahr gab es ein anderes, nettes Programm, den mobipocket creator. Ich habe dieses Programm sehr zu schätzen gelernt, weil man dort direkt die doc Dateien umwandeln konnte und es lief reibungslos. Aber nun ist das leider Geschichte. Dieses Programm läuft überhaupt nicht mehr und ich musste mich schweren Herzens davon verabschieden und mich mit Calibre anfreunden. Mit diesem Programm kann man in viele Formate umwandeln. Dafür muss man den als html umgewandelten Text verwenden. pdf lässt sich nicht so toll umwandeln, darum habe ich davon Abstand genommen.

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Zunächst liegt die Datei als zip Datei vor. Jetzt kann man sie in die verschiedenen Formate umwandeln. Außerdem kann man noch bestimmen, ob noch ein zusätzliches Inhaltsverzeichnis angelegt werden soll. Das kann man noch machen, es erscheint dann hinten im Buch. Ich verzichte meistens darauf, da ich bereits ein Inhaltsverzeichnis angelegt habe. Das liegt mir mehr.

Allerdings fehlt da noch das Coverbild, und das kann man noch hinzufügen, wenn man auf Metadaten bearbeiten, geht. Hier kann man aber auch noch den Autor und den Titel ändern.

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Dort gibt es den Bereich Durchsuchen, und man sucht sich das Coverbild aus, was man auf dem PC gespeichert hat und schließt das ganze mit ok ab.

Zu Anfang musste ich sehr viel ausprobieren, denn dieses Programm ist schon recht umfangreich, sodass ich nur einen kurzen Einblick geben kann.

Wenn das e-Book dann fertig ist, kann man es in der Vorschau in Calibre ansehen. Für das Kindle Format benutze ich allerdings gerne den Kindle Previewer. Damit kann man schon einmal überprüfen, wie das fertige e-Book auf den Lesegeräten dargestellt wird.

kindle previewer

 

Auf dem Reader sieht es dann so aus:

kindle

 

 

Ein paar Gedanken zum Schluss

Dies war nur ein kleiner Einblick. Dieser Artikel  erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Aber er soll einmal aufzeigen, das es nicht mal eben so aus dem Handgelenk heraus möglich ist ein e-Book zu erstellen. Natürlich ist es leichter, wenn man es schon einmal gemacht hat, und viele Dinge sind einem dann selbstverständlich. Aber es nimmt dennoch, neben dem Schreiben, natürlich eine Menge Zeit in Anspruch. Und manchmal ist es auch nervenaufreibend, vor allem dann, wenn die Technik mal zickig ist. Denn ab und zu klappt es mit dem Formatieren nicht, und wenn man denkt, es ist alles in Ordnung, fällt einem immer noch etwas auf. Allerdings werde ich nicht zum Perfektionisten werden, denn ich bin ein Mensch und kein Roboter. Und das ist auch gut so!

Was ich ganz außer Acht gelassen habe, ist das Cover, was natürlich auch noch gefertigt werden muss. Dafür nutze ich ausschließlich eigene Bilder und eigene Grafiken. Der Rahmen zur Almirya -Trilogie war ein wunderbarer Zufall. Und ich bin froh, das er so ist, wie er ist, denn so passt er perfekt. Man muss auch hier viel ausprobieren. Ich persönlich arbeite meistens mit paint net. weil es einfach zu bedienen ist, und viele Möglichkeiten bietet. Photo Plus X4 benutze ich nur für verschiedene Effekte, die paint net nicht bietet. Allerdings muss man auch hier sehr geduldig sein und immer wieder ausprobieren, bis es klappt.

Auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß. Es steckt aber auch sehr viel Arbeit in der Erstellung eines e-Books. Zumal ich alles alleine mache. Und das wird leider von vielen Menschen unterschätzt. Schade eigentlich. Aber vielleicht konnte ich einen kleinen Einblick in meine Arbeit geben.

 

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