Die Sache mit der Werbung

Dieses Thema liegt mir schon seit einiger Zeit auf der Seele. Denn einerseits ist es wichtig für seine Bücher Werbung zu machen, vor allem dann, wenn man selbst publiziert. Allerdings wird es einem nicht gerade leicht gemacht.

Einer Gruppierung beizutreten halte ich für wenig sinnvoll, denn den meisten liegt doch nur daran irgendwelche Qualitätsstandards zu erfüllen, oder eben nur befreundete Autoren in ihren Kreis aufzunehmen. Dann gibt es da wiederum die Gemeinschaften, wo das Klicken an erster Stelle steht. Dies sind zumindest meine Erfahrungen, die ich in den letzten drei Jahren gesammelt habe. Schade eigentlich, dabei würde in einem wirklichen Zusammenschluss unheimliches Potential stecken. Anstatt immer wieder eine Zweiteilung vorzunehmen, auf der einen Seite die, die sich zu Experten ernannt haben, und auf der anderen Seite diejenigen, die eben nicht Bescheid wissen, die unter den anderen stehen. Viele vergessen dabei, das alle, die schreiben im selben Boot sitzen. Wobei natürlich jeder unterschiedlich weit ist und natürlich eine andere Sicht von den Dingen hat.

Was ich mit den wirklich wichtigen Dingen meine ist, dass es immer noch einen Unterschied macht, ob jemand einen Verlag hinter sich stehen hat, oder nicht. Auch wenn man vielerorts etwas anderes suggeriert bekommt, so muss man doch nur einmal versuchen, beispielsweise eine Leseprobe in die Shops zu stellen, die tatsächlich gratis ist, und zwar dauerhaft, so wie ich es ursprünglich geplant habe. Geld für eine Leseprobe zu nehmen fand ich einfach sehr unpassend. Aber, wenn man keinen Verlag hat, oder kein Verlag ist, so hat man da schlechte Karten. Man muss die Leseprobe für mindestens 99 Cent anbieten. Gefällt jemandem das Buch oder in meinem Fall die beiden Bücher, die ja zusammen gehören, zahlt er drauf. Schade ist es allemal, denn dies wäre tatsächlich eine gute Werbemöglichkeit, denn so können die interessierten Leser einen guten Einblick bekommen und, ein unbekannter Autor würde eher entdeckt werden.

Für mich blieb also nur die Möglichkeit meine XXL-Leseprobe, die weit über die übliche Leseprobe hinaus geht, in meinem Almirya -Blog anzubieten, was ich nun auch getan habe.

Viele Werbemöglichkeiten hat man als selbstpublizierende Autorin ohnehin nicht, aber einige gibt es da schon, die man allerdings auch nicht über-strapazieren kann, da die meisten Menschen bereits mit Werbung, Angeboten und Infos überschüttet werden.  So nutze ich für meine Werbung Twitter und manchmal auch Facebook. Da wäre dann außerdem noch Google +, was allerdings sehr unübersichtlich ist.

Allerdings fällt mir auch hier auf, das die geknüpften Netzwerke nicht richtig funktionieren, denn jeder will sich präsentieren und schaut weder rechts noch links. Ich bin mittlerweile dazu über gegangen, das ich nur noch die Menschen unterstütze, die auch mal einen Blick für mich übrig haben. Ich bin nicht dazu da, nur zu klicken und nur Werbung für andere zu machen.

In der Vergangenheit habe ich oft Werbung für andere Autoren gemacht, heute mache ich es nur noch, wenn mich das, was derjenige tut anspricht. Schade finde ich diese Entwicklung allemal. Nachdenklich stimmte mich letztens diese Äußerung:  „Was machst du denn überhaupt, was schreibst du denn für Bücher?“  Und ich musste wirklich schlucken, weil ich die Bücher der betreffenden Person alle kenne. Manchmal bekommt man auch Freundschafts- Anfragen (Facebook), die nur darauf ausgelegt sind die betreffende Person zu unterstützen. Mehr läuft da nicht. Der viel gepriesene Erfahrungsaustausch findet da gar nicht statt.

Was ich damit sagen will ist, das echte Gemeinschaften nur dann vernünftig funktionieren können, wenn jeder auch mal den Blick auf andere richtet, denn man kann sich  von anderen Autoren inspirieren lassen. Manchmal denke ich, das ich die einzige bin, die solche Gedanken hat. Und wenn es so ist, dann kann ich sehr gut damit leben.

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2 Antworten zu “Die Sache mit der Werbung

  1. Mit Glück findet man eine geeignete Schreibgruppe. In den sozialen Netzwerken sammle ich Informationen und werbe. Manchmal erkenne ich eine Wirkung an der Anzahl der Besucher auf dem Blog.

    • Man muss lange suchen, um eine geeignete Gruppe zu finden, diese Erfahrung habe ich oft machen müssen. Entweder sind die meisten Gruppen, eingeschworene Gemeinschaften, in die man nicht so ohne weiteres hinein kommt, oder es geht nur um Werbung, oder darum, wer sich am besten darstellt. Gruppen in denen es um echten Austausch geht, gibt es nur sehr wenige. Da muss man schon lange suchen. Gerade bei Facebook ist mir diese Tendenz aufgefallen. Und es stimmt, Glück muss man dabei schon haben. Ich persönlich habe noch keine Werbung in einer Facebook Gruppe gemacht. Werbung läuft bei mir hauptsächlich über Twitter und ab und zu auf Facebook, wo ich auch meine Seiten betreibe. Auf meiner eigenen Pinnwand poste ich meistens neues aus meinem Blog, Buchwerbung mache ich nur dann, wenn ich etwas neues habe. Weil sich die Menschen oft genervt fühlen. Das ist meine Erfahrung.

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