Ich will einfach nur Geschichten erzählen

Schreiben ist etwas Wunderbares! Man kann sich Welten erschaffen, Geschichten erfinden,  in fremde Welten eintauchen oder auch von seinen Erfahrungen und Erlebnissen sprechen.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wundere ich mich, über die vielen Missverständnisse die es gibt, sobald man seine Geschichten veröffentlicht.

Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und weil ich mit meinen Geschichten die Menschen unterhalten, erfreuen aber auch zum Nachdenken anregen möchte. Dabei liegt es mir fern mit irgendjemandem in einen Konkurrenzkampf zu treten oder mich hervor zu tun, warum auch? Was soll das bringen?

Wie oft lese ich: was bilden die sich ein, einfach so zu schreiben. Wie kommst du darauf es ungefragt zu tun!

Das klingt für mich fast so wie: Es ist eine Frechheit eine Geschichte,  ein Buch an den Mann/die Frau zu bringen, ohne den Leser um Erlaubnis zu bitten. 

Und ich muss ehrlich sagen, dass ich mittlerweile über solche Sätze einfach nur schmunzeln muss. Haben die Menschen früher danach gefragt, wenn sie etwas schrieben, malten oder wenn sie ein Musikstück hervor brachten? Ich denke nein. Und dennoch muss ich mich wundern,  denn einerseits ist heute alles frei und unbeschwert und für jeden zugänglich, aber die Regeln,  denen man unterliegt,  sind immer noch streng.  Allerdings ist es für mich nicht nachvollziehbar, was zeitweise im Schreib-Bereich geschieht. Anstatt sich gegenseitig zu akzeptieren,  gibt es immer  wieder hitzige Diskussionen darüber, welcher Weg denn nun der richtige ist. So schwört der eine Autor auf einen Verlag, der andere wiederum möchte keinen, will es lieber auf eigene Faust versuchen, so wie ich. Oft können sich die Leute nicht vorstellen, das man so etwas tatsächlich macht und dann auch noch dabei bleibt.

Wie oft höre ich: Ach! Du verkaufst doch nur wenig Bücher, du musst doch so langsam zusehen, dass du erfolgreich wirst.

Mit dem Erfolg das ist so eine Sache, der eine  freut sich über  kleine Erfolge, der nächste möchte hoch hinaus.  Wovon der Erfolg letztendlich abhängt, kann ich  gar nicht genau sagen, vielleicht von der Werbung, oder auch von dem was man schreibt, ob es die Menschen berührt  oder ob man mit dem was man zum Besten gibt genau den Nerv trifft.

Für jeden Menschen bedeutet Erfolg etwas anderes. Der eine ist glücklich, wenn er im beispielsweise im Netz viel Rückmeldungen in Form von Klicks erhält. Der nächste wiederum ist schon zufrieden, wenn er/sie Rückmeldungen, egal welcher Art bekommt.

Ich für meinen Teil gehöre auch eher zu der Sorte Mensch, die sich über kleine Erfolge freuen. Ich möchte nicht hoch hinaus, dennoch freue ich mich über jeden Leser, jede Leserin, die ich mit meinen Geschichten erreiche. Und das ist mir viel mehr Wert als einen Riesen Erfolg zu landen. Wenn er kommt, und dazu gehört eine Menge Glück, ist es schön, wenn er sich nicht einstellt, dann ist es dennoch kein Grund mit dem Schreiben aufzuhören, den Mut zu verlieren, sondern weiter zu machen, selbst wenn man „nur“ für 20 Leser schreibt. Auch das ist Erfolg, vor allem dann, wenn man diese Leser nicht kennt,  wenn sie einen gefunden haben.

Warum komme ich gerade heute auf so etwas? Naja, wenn ich lese,  das jemand aufhören will mit dem Schreiben, weil er keinen oder nur mäßigen Erfolg hat, dann ist das sehr  schade.  Aber ist es nicht so, das man Erfolg nicht herbeizaubern, nicht erzwingen kann?

Manche Menschen, vor allem gerade die Autoren, die noch ganz am Anfang stehen, müssen zunächst  einmal eine Menge Geduld mitbringen. Es geht nicht alles sofort und vor allem nicht ganz schnell. Wichtig ist, das man niemals aufgibt, und immer sein Ziel vor Augen hat, egal, ob man zu einem Verlag geht, oder es selbst versucht.  Eines ist aber außerdem ganz wichtig, man kann es nicht allen Menschen recht machen. Es wird immer Leser geben, die die Nase rümpfen und wiederum andere werden sich auf den nächsten Teil, das nächste Buch, die nächste Geschichte freuen.

Dieser Artikel liegt schon eine ganze Weile in meiner Schublade, oder moderne ausgedrückt, auf meinem PC. Dennoch hat er an Aktualität nicht verloren. Ursprünglich schrieb ich ihn vor über zwei Jahren. Und es lag mir einfach am Herzen diese Worte zu veröffentlichen.

Ich wünsche allen, die ihre Bücher, Geschichten veröffentlichen möchten,  viel Durchhaltevermögen besitzen und denjenigen die bereits etwas veröffentlicht haben, viel Erfolg und ganz viele Ideen!

Ich kann es nicht allen Menschen recht machen. Dem einen gefällt, was ich schreibe, dem nächsten eben nicht. So verstehe ich das, was ich tue als Angebot und ich freue mich, wenn ich mit meinen Geschichten das erreiche. Nämlich dass sie den Leuten gefallen.

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