Gedankensplitter, virtuelle Freunde und Twitter-Gewitter…

Immer wieder begegnet man Menschen, die sind entsetzt, über das, was ich im Internet so mache. Da hört man immer wieder Sätze wie: Ich würde das nicht machen, ich weiß mit meiner Zeit etwas sinnvolleres anzufangen als du. Oder auch: Ich bin nicht so Computersüchtig, ich kann den Kasten auch mal aus lassen, denn es gibt so vieles, was man ohne PC erledigen kann. Wieder andere sind der Meinung das das Internet schädlich ist, und der PC sowieso, weshalb man diesem Monster-Ding auch unbedingt fernbleiben sollte. Sie erheben den warnenden Zeigefinger und rümpfen die Nase, wenn man anstatt miteinander zu telefonieren,  mailt oder gar in Chat-Kontakt tritt. Ist man dann zu allem Überfluss auch noch in einem sozialen Netzwerk oder gleich in mehreren unterwegs, werden sie ganz fassungslos.

Sicherlich gibt es neben dem PC auch noch andere Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Ich für neinen Teil muss nicht immer am Computer sein. Dennoch dreht sich vieles in meinem Alltag um den PC, und er ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. So benutze ich ihn oft einfach nur als Radio oder für meine Musik, die ich archiviert habe, kaufe im Internet ein, was vor allem dann praktisch ist, wenn die Geschäfte geschlossen haben, oder einem spontan z.B. ein Musik -Album gefällt. Auch nutze ich ihn natürlich zum Erstellen meiner e-Books.

Daneben kann ein PC  wie auch alles, rund ums Internet , natürlich auch Spaß machen und zum Hobby werden, wie bei mir. Denn neben den praktischen Dingen, gibt es da noch viele Möglichkeiten mit anderen Menschen, die nicht unbedingt um die Ecke wohnen, zu kommunizieren. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. So nutze ich neben Skype, über den man chatten und telefonieren kann, auch die sozialen Netzwerke.

Wer kennt wen

Dies war mein erstes soziales Netzwerk, in dem ich unterwegs war. Hier kann man seine Freunde suchen, sich Nachrichten austauschen, und den verschiedensten Gruppen beitreten. Außerdem hat man die Möglichkeit, sich eine Profilseite anlegen, hat ein Gästebuch und einen kleinen Blog, der für alle sichtbar ist. Natürlich kann man auch hier andere Menschen kennen lernen und mit ihnen in Kontakt treten z.B. über die Nachrichten-Funktion. Damals hat es mir sehr gut gefallen, zumal es dort sehr wenig Werbung gab. Heute ist das etwas anders, die Seite hat sich sehr verändert, wirkt aber dennoch sehr familiär.

Facebook

Ich höre immer noch die Warnungen und die entsetzten Ausrufe einiger meiner Bekannten. Wie kannst du denn nur dahin gehen! Den Ausschlag, das ich Facebook damals ausprobierte, gab eine Bekannte, die meinte das es doch toll wäre dort zu sein. Neugierig geworden von den Aussagen, die ich so zu hören bekam, meldete ich mich an. Im Hinterkopf behielt ich immer noch die Warnungen der anderen und von Zeit zu Zeit gibt es auch über Facebook immer wieder kritische Meldungen. Sicherlich muss man darauf achten, was man preis gibt. Ganz private Dinge poste ich auch heute noch nicht, weil sie niemanden etwas angehen. Aber normale Bilder von meinem Hund, oder von leckerem Essen, mal ein selbst gemachtes Sprüche Bild oder ab und zu eine Buch-Werbung oder Werbung für meine Blogs, poste ich schon. Wobei ich es nicht übertreibe.

Aber nun erst einmal zurück zu Facebook. Auch hier kann man seine Freunde finden, und neue kennen lernen. Hier allerdings auch weltweit. Man kann sich über die Nachrichten-Funktion oder auch über den Chat austauschen und auch hier gibt es Gruppen, dessen Struktur mir allerdings nicht ganz so gefällt, weil sie sehr unübersichtlich sind. Allerdings hat man dort die Möglichkeiten Dateien oder auch Bilder hochzuladen.

Das geht natürlich auch auf den eigenen Pinnwänden. Damals war das Erscheinungsbild  von Facebook noch etwas übersichtlicher und es hat lange gedauert, bis ich mich an die neue Art gewöhnt hatte. Ich wollte lange Zeit die Chronik nicht, und war wirklich sauer, als alles plötzlich umgestellt wurde, ohne mich vorher zu fragen. 🙂  Naja, man gewöhnt sich an alles, und heute gefällt es mir recht gut, denn man kann sich natürlich ein individuelles Titelbild hochladen, und je nach Lust und Laune variieren.

Twitter

Hier sind die Wortakrobaten gefragt, die es tatsächlich fertig bringen mit 140 Zeichen einen sinnvollen Satz zusammen zu stellen. Ich muss sagen, das ich Twitter sehr skeptisch gegenüber stand, und dennoch war ich neugierig. Nach der Anmeldung wusste ich gar nicht, was ich machen sollte. Ich hielt es für sehr langweilig, stets irgendwelchen Leuten zu folgen oder verfolgt zu werden. Aber mit der Zeit wurde meine Twitter-Liste immer voller und auch ich folgte vielen, die mir gefielen, oder die interessante Beiträge brachten. Vor einigen Jahren gab es dort auch tatsächlich richtige Treffen und Gespräche, nicht tiefgehend, aber lustig. Heute gibt es das nicht mehr. Manchmal habe ich das Gefühl, das die Kommunikationsfähigkeit der Menschen trotz der vielen Möglichkeiten zurück gegangen ist. Aber davon später.

Bei Twitter kann man dem folgen, den man für interessant hält. Man kann die Beiträge Retweeten, das heißt an seine TL weitergeben. Außerdem ist es möglich Privatnachrichten zu schreiben, die nicht öffentlich sind und man kann aber auch öffentlich auf einen Tweet antworten. Das sieht dann die gesamte Liste, die einem folgt.

Google +

Google + ist für mich immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, wobei ich mich langsam daran gewöhne. Ich finde es sehr unübersichtlich. Auch hier kann man Beiträge mit einem +1 markieren, das ist fast wie das gefällt mir, bei Facebook oder das Retweeten bei Twitter. Allerdings läuft man natürlich auch Gefahr, das die Dinge, die man postet nur angeklickt werden, aber der Inhalt gar nicht gelesen wird. Das beobachte ich in der letzten Zeit zunehmend. Wenn ich etwas mit gefällt mir markiere oder es bei Twitter retweete oder auch bei google + mit einem + versehe, schaue ich mir die Dinge vorher an. Einfach so klicken, das ist nicht meine Art.

Bei Google + hat man auch eine eigene Seite mit einem individuellen Hintergrundbild und sein Profil, das sich jeder anschauen kann. Auch dort gibt es Gruppen, allerdings habe ich diese noch nicht ausprobiert und kann dementsprechend nichts darüber sagen.

Pinterest

Hier geht es ausschließlich um die Bilder, die man sich auf seine verschiedenen Pinnwände pinnen kann. Heute braucht man keine Einladung mehr und Pinterest gibt es ja auch schon seit einiger Zeit auf deutsch.

Auch hier kann man anderen folgen, man kann die Fotos mit gefällt mir markieren oder auch weiter pinnen. In einem Kurzprofil, bekommt der Besucher einen kleinen Eindruck von der Person, die die Pinnwände erstellt hat.

Blog und Webseite

Irgendwann hatte ich Lust mir meine eigene Webseite zu erstellen. Dabei entschied ich mich für einen Baukasten, weil ich eine Seite nicht selbst erstellen konnte. So entstand Astrid’s Welt. Dort gibt es alles zu lesen, was mit meinem Leben zu tun hat. Gedanken, Sprüche, Gedichte und vieles mehr. Zu Anfang machte ich oft bei Awards mit, habe aber nach reichlich schlechten Erfahrungen mittlerweile Abstand von diesen Dingen genommen. Weil sehr oft gepfuscht wird, und die Homepages gewinnen, bei denen die meisten Freunde klicken. Das ist ärgerlich, nicht unbedingt für mich, aber wenn ich tolle Webseiten sehe, die solche Awards verloren haben, nur weil sie nicht genug Freunde mobilisieren konnten, ist das vergebene Liebesmüh.

Die Lust zum Bloggen kam dann später hinzu, vor allem als ich mit dem Schreiben begann. Was mir besonders gut daran gefällt ist, das man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann und die Möglichkeit hat, über interessante Dinge aber auch über Alltägliches zu schreiben.

Was bringt das alles jetzt?

Zu Anfang habe ich mich das auch gefragt, und natürlich alles erst einmal mit größter Vorsicht ausprobiert, denn die warnenden Stimmen im Hintergrund gab es ja immer noch. Eine war besonders laut,  und betraf, wie kann es anders sein die Netzwerke Twitter und Facebook.

Ich muss voraus schicken, das man sicherlich bei allem, was man im Leben tut, verantwortlich handeln muss. Man darf mit allem nicht übertreiben und dennoch muss man nicht alles verteufeln, was mit dem Internet zu tun hat.

Mir hat vor allem Facebook viele neue Bekannte und sogar Freunde beschert. Die nicht nur virtuell sind, sondern die ganz real sind, und mit denen ich nmich getroffen habe. Denn einen Vorteil bietet beispielsweise Facebook. Für mich sind die Menschen enger zusammen gerückt. Allerdings muss man es zulasen. Wenn man beispielsweise auf Facebook nur klickt und niemals eine Konversation beginnt, oder sich an laufenden Gesprächen, die sich durchaus auch auf den Pinnwänden ergeben können, beteiligt, schafft es nicht, auch fremde Menschen kennenzulernen. Das gilt im Übrigen auch für Twitter. Und sogar in gewisser Weise für Blogs, denn dort gibt es ja auch die Möglichkeit, anderen Blogs zu folgen oder die anderen Beiträge zu kommentieren. Was ich persönlich sehr schön finde. Auf diese Weise können dann auch Bekanntschaften entstehen.

Allerdings fällt mir gerade in Facebook – Gruppen auf, das dort immer nur bestimmte Menschen Beachtung finden. Es gibt nur ganz wenige, wo man wirklich das Gefühl hat, dazu zu gehören. Oft schaffen die Moderatoren nicht, dagegen zu lenken. Was ich sehr schade finde. Denn dies ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum gerade in großen Gruppen so wenig Leute mit schreiben.

Ich muss sagen, das mir die sozialen Netzwerke eine Menge gebracht haben, nicht nur mehr an Information, oder auch bessere Werbemöglichkeiten für meine Bücher, sondern auch Menschen, mit denen ich auch außerhalb der sozialen Netzwerke Kontakt habe.  Und diese Menschen sind mir viel wichtiger als alles andere.

Jeder muss natürlich seinen Weg finden, und man muss Prioritäten setzen. Ich mache ab und zu natürlich auch Werbung für meine Bücher oder für meine Blogs, aber eben nicht nur. Und wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, dann teile ich es gerne. Wichtig bei allem was man tut ist, über seinen Tellerrand zu schauen und offen für viele Dinge zu sein. Außerdem sollte man bedenken, das hinter den Computern Menschen sitzen. Darum gibt es für mich auch keinen Unterschied zwischen der virtuellen und der realen Welt.

 

 

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