Gedankensplitter – Von Toren, Büchern und dem Leben

Das in meinen Geschichten oft geheimnisvolle Bücher oder Tore vorkommen, kommt nicht von ungefähr. Zum Einen liebe ich solche Dinge, zum Anderen spiegeln sie das Leben überhaupt wider. Denn oft geht man durch Türen oder breite Tore, dem Unbekannten entgegen.

Wie oft sitze ich da, und blättere im Buch meines Lebens. Manche Seiten lese ich gerne immer und immer wieder, während ich bei anderen schnell weiter blättere, weil sie mich an schmerzvolle Dinge erinnern. Dennoch lese ich diese Seiten  ab und zu sehr aufmerksam, denn es ist wichtig sich immer wieder darüber bewusst zu werden, das das Leben nicht nur gute Dinge für einen bereit hält. Oft lerne ich beim Lesen in diesem mittlerweile dicken Buch und mache mir die Erfahrungen, die ich in früheren Jahren freiwillig und unfreiwillig sammeln musste, zunutze.

 

Tore und Bücher

 

Manchmal kommt man aber auf seinem Lebensweg auch an vielen Türen und Toren vorbei. Dabei erscheinen einige prunkvoll und man schenkt ihnen mehr Beachtung, als den Türen, die unscheinbar und vielleicht sogar schäbig wirken. Dennoch sind es gerade diese Türen und Tore, bei denen es sich lohnt, sie zu öffnen und zu schauen, was sich dahinter verbirgt. Allzu oft habe ich in der Vergangenheit die Türen geöffnet, die mich mit großen Buchstaben geradezu herein gezwungen haben. Nach und nach merkte ich dann aber, das all die Dinge, mit denen man mich zu locken versuchte, nur leeres Gerede waren. Denn eines herrschte dort nicht – Menschlichkeit und Zusammenhalt. Dort wurde selbst ein schöner Gruß nicht erwidert, sondern nur müde belächelt. So habe ich mich still und heimlich davon gemacht. Denn, wo man nicht willkommen ist, da sollte man nicht bleiben.

Zum Glück gibt es da aber wieder die andere Sorte von Türen. Meistens ist es still, wenn man an ihnen  vorbei geht. Sie wirken eher schäbig und sind unscheinbar, dennoch machen diese Türen neugierig. Welche Menschen sich dahinter verbergen, Welche Wege dort beschritten werden können, weiß man erst, wenn man diese Türen öffnet. Und ich bin nicht enttäuscht worden und ich weiß, das ich in Zukunft nur dort bleiben werde, wo man meine Worte nicht belächelt, wo ich, ich selbst sein kann, und wo man mich so annimmt, wie ich bin. Alles andere wäre nur belastend. Und für andere verbiegen werde ich mich nicht mehr.

Auf diese Gedanken kam ich, beim Schreiben, und so blöd es klingt. Manchmal gibt es Charaktere, die einen erst auf solche Gedanken bringen. Aber er hat recht!

Tore und Bücher haben eines gemeinsam. Wenn du sie öffnest, liegt dahinter eine andere Welt. Gehe deinen Weg weiter, schlage die nächste Seite auf, und du wirst nicht enttäuscht werden.

Und genauso ist es. Selbst wenn der Weg noch so uneben ist, oder die Geschichte, die zur Zeit auf deiner Seite deines Lebens-Buches steht, noch so traurig stimmt, gehe einfach weiter, denn das Leben bietet auch dann noch viele Überraschungen, wenn du schon gar nicht mehr daran glaubst.

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