Das soll mal ein „richtiges“ Buch werden Teil 2 – Neuland

Eigentlich sollte dieser Beitrag zu einem früheren Zeitpunkt erscheinen. Es kam aber immer wieder etwas dazwischen und so geht es also jetzt mit etwas Verspätung mit meinem Erfahrungsbericht weiter…

Nun soll es aber endlich mit dem zweiten Teil weiter gehen, der allerdings keine Anleitung ist, das kann und will ich nicht leisten, weil ich eben noch nicht die Sicherheit habe, die man braucht, um eine Anleitung oder einen Ratgeber zu schreiben. Dafür gibt es aber sehr viele Anleitungen, die man sehr gut im Internet finden kann. Und es gibt auch viele Blogs die sich mit dem Thema Create Space beschäftigen. Da lohnt sich schon einmal die Suche. Ich möchte hier einen kleinen Einblick geben, und einfach erzählen,  wie es mir ergangen ist, welche Gedanken mich bewegt haben.

Dort, wo man sich auskennt, findet man alles wunderbar und man geht zielsicher umher. So ist es auch bei der Arbeit mit Texten und der Formatierung dieser. Seitdem ich 2011 mein erstes e-Book veröffentlichte, habe ich vieles gelernt, mir vieles angewöhnt, und möchte all meine Erfahrungen nicht mehr missen. Dennoch passiert es mir bei jeder Veröffentlichung, das gerade zum Schluss alles schief geht, was nur schief gehen kann. Entweder gehen mir alle Formatierungen verloren, oder ich wandle die falsche Datei um habe das Cover zu klein oder zu groß gemacht oder aber mein Rechner will nicht mehr mit mir sprechen. Das sind dann immer die Momente in meinem Leben, in denen ich mich nach ein klein wenig Unterstützung sehne, wenn ich es aber dann dennoch geschafft habe, freue ich mich ganz einfach.

Auch, wenn ich mittlerweile sieben e-Books veröffentlicht habe, kann ich nicht behaupten, das ich es im Schlaf beherrsche die Dateien in ePub oder kindle umzuwandeln. Es ist schon wichtig, das man bis zum Schluss gewissenhaft bleibt, weil sich sonst Fehler einschleichen. Und trotzdem ist man nicht ganz vor solchen geschützt, weil ich eben ein Mensch bin, der vielleicht auch mal bei der Arbeit mit den Gedanken abschweift.

Absolutes Neuland war es nun für mich, meine Weihnachts-Wunschfee in ein druckbares Buch umzuwandeln. Nach langem Hin und Her, habe ich mich entschieden, dass ich meine Bücher über Create Space als Taschenbücher veröffentlichen möchte, was ja seit Anfang 2013 möglich ist.

Dafür habe  ich mich zuerst auf Create Space angemeldet, was ich immer wieder vor mir hergeschoben habe, weil ich es irgendwie schon sehr anstrengend fand mit einer englischsprachigen Seite zu arbeiten. Nachdem ich alle erforderlichen Angaben eingetragen  hatte, ging es daran, meine Datei hochzuladen. Allerdings musste ich sie dafür formatieren, und ich war froh, das es bei Create Space (CS) dafür Vorlagen gibt. Vorher muss man sich aber für eine Buchgröße entscheiden, und ich wusste zuerst nicht, welche die beste ist. So bin ich einfach mal daher gegangen und habe eines meiner Taschenbücher ausgemessen, die bei mir im Regal stehen. Dadurch habe ich schnell das Maß gefunden, das mir zusagte. Heute muss ich echt schmunzeln, wenn ich daran denke, wie mein Dokument ausgesehen hat. Meine Seiten waren alle unterschiedlich lang, und ich habe ernsthaft überlegt alles hinzuwerfen. Aber nach einigem Hin und her, klappte es. Ich muss dazu sagen, das ich zur Zeit noch mit Word 2007 arbeite und da kann es hin und wieder passieren, das sämtliche Formatierungen verloren gehen.

Als schließlich alles fertig war, ging es noch an die Umwandlung als PDF. Dafür sah ich mir einige Programme an, wie z.B. Free PODF, was mir auch gut gefallen hat, allerdings kam zum Schluss niemals die richtige Seitengröße heraus. So habe ich einfach das Word Dokument mit Speichern unter als PDF gespeichert und das hat schließlich zum Erfolg geführt.

Danach habe ich die Datei hochgeladen.

Nun musste ja noch das cover her. Heute weiß ich, welches Maß ich genau nehmen muss, aber mein erster Versuch endete dann doch sehr katastrophal.  Ich hatte mich verrechnet, und darum war es viel zu klein geraten. Und außerdem stimmte die Bildauflösung nicht. Die war viel zu gering. So habe ich dann einfach das Tool verwendet, was auf CS zur Covergestaltung angeboten wird, den Cover Creator. Und habe dann Schritt für Schritt mein Cover zusammengebaut. Schön an diesem Tool ist, das es direkt auf Fehler aufmerksam macht, und man immer wieder ein neues Bild hochladen kann, bis es stimmt. Natürlich gibt es dort viele Vorlagen die ein feststehendes Motiv haben, also nicht veränderbar sind, ich wollte aber eine Vorlage, in die ich meine Cover Bilder einsetzen konnte. Zum Glück gab es diese auch, worüber ich sehr froh war. Denn, wenn man ein Buch schreibt, hat man auch eine gewisse Vorstellung von dem Cover, das man verwenden möchte.

Damit alles stimmig war, habe ich die  Vorder und Rückseite des Buches noch einmal ganz neu gemacht und anstelle des Vorlagenbildes eingesetzt.

Bevor das Buch über CS zum Verkauf freigegeben wird, wird es noch einmal überprüft und man kann es sich in einer Buchvorschau ansehen, das sieht dann so aus:

Ansicht 1

Das Cover

csansicht4

Innen-Ansicht. Man kann auch durch die Seiten blättern und noch einmal alles überprüfen.

3D  Ansicht

Hier kann man sehen, wie das Buch später aussehen wird, es ist sogar drehbar.

 

Wenn alles stimmig ist, und keine Fehlermeldungen vorliegen, kann man es freigeben und es kommt dann innerhalb von 72 Stunden in die Shops die man ausgewählt hat. Ich selbst habe mich für den europaweiten Verkauf über amazon entschieden, weil sich in Amerika deutschsprachige Bücher nicht unbedingt verkaufen. (Meine Erfahrung) und man für die Verkäufe, die man in den USA hat eine amerikanische Steuernummer braucht. Und das war mir zu diesem Zeitpunkt etwas zu umständlich.

Natürlich war ich neugierig, wie mein Buch denn tatsächlich aussieht, so habe ich es mir bestellen lassen und war echt erstaunt, in welch guter Qualität es hier bei mir ankam. Allerdings war ich etwas verwundert, denn im Druck wird der Umschlag dunkler, als auf dem Vorschaubild, das es in den Shops zu sehen gibt. Aber mir gefällt es so viel besser und ich bin froh, das ich keine dunklere Farbe genommen habe.

Das gefällt mir besonders gut

Zum guten Schluss möchte ich noch kurz darauf eingehen, wie mir diese Art der Veröffentlichung gefällt. Und ich muss sagen, das ich erstaunlich schnell mit der Create Space Seite zurecht gekommen bin, denn es gibt viele Hilfen, die man nutzen kann. Besonders schön sind die Word Vorlagen, die man sich herunterladen kann, und in die dann der Text eingefügt werden kann. Begeistert bin ich vom Cover Creator, der mir eine große Hilfe war. Außerdem ist die Buchvorschau sehr hilfreich, denn dort wird man auf Fehler hingewiesen und kann diese entweder ignorieren oder man lädt eine neue, veränderte Datei hoch, was ich schließlich getan habe, auch, wenn sich der Veröffentlichungs-Zeitpunkt dadurch nach hinten verschoben hat.

Das gefällt mir nicht so gut

Dazu gibt es eigentlich nicht sehr viel zu sagen, nur zwei Dinge sind mir aufgefallen. Zum einen wäre es natürlich komfortabler, wenn die Seite nicht nur bei der Anmeldung in deutsch wäre, sondern alles ins deutsche übersetzt werden würde. Das würde einem schon viel mehr Sicherheit geben, gerade dann, wenn man am Anfang steht. Umständlich finde ich auch, dass die Autoren Exemplare aus den USA kommen. Das ist eine ziemlich langwierige Angelegenheit und schreckt ein wenig ab.

So geht es also weiter…

Auch, wenn mich das Erstellen der PDF und des Covers für die Weihnachts-Wunschfee reichlich ins Schwitzen gebracht hat, möchte ich meine Almirya-Trilogie, wenn der letzte Teil geschrieben und als e-Book  erschienen  ist, ebenfalls als Taschenbücher veröffentlichen. Allerdings wird das noch etwas dauern, da ich alles komplett noch einmal durcharbeiten möchte. Dennoch freue ich mich auf diese Herausforderung, denn auch, wenn viele sagen, das es doch so einfach ist, habe ich es anders empfunden. Wenn mich aber jemand fragen würde, würde ich sagen, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Und wie gesagt auf diese Erfahrungen möchte ich nicht mehr verzichten.

Natürlich gab es auch hier wieder unterschiedliche Reaktionen. Die einen rieten mir einen Verlag zu suchen, während anderen gefiel was ich vorhatte. Und es war für sie auch nicht schlimm, dass meine Taschenbücher „nur“ über Amazon erhältlich sind. Es ist eben wie bei allen Dingen im Leben, man kann es nicht allen recht machen. Dennoch gefällt es mir so, wie es zur Zeit ist.

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