Ein Fehlstart – und mein ganz persönliches Frühlingserwachen

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So oder so ähnlich könnte man das erste halbe Jahr umschreiben. Es war spannend, turbulent, etwas anstrengend, sehr erfahrungsreich und manchmal auch frustrierend. Den Anfang machte dabei eine Erkältung, die sich später als Bronchitis entpuppte. Und- obwohl ich wirklich von der Husterei genervt war, gab es auch Momente des Schmunzelns und mir blieb zum Schluss die Erfahrung, wie wichtig die Stimme ist und wie sehr das Sprechen doch zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Das merkt man allerdings erst dann, wenn einem plötzl8ch die Stimme wegbleibt. Zum Glück kam sie wieder und ich habe irgendwie die amüsierten Blicke meiner Mitmenschen vermisst, denn meine Stimme hörte sich schon zwischenzeitlich merkwürdig an. Ganz allmählich kam dann der Frühling und genau wie er es tatsächlich schwer hatte, denn es dauerte lange, bis sich kleine zaghafte Blättchen überall durchsetzten und das trostlose Grau des Winters ganz allmählich verdrängten. So wollte es auch bei mir nicht so recht mit dem Schreiben weitergehen. Auch, wenn die Geschichte stand, so weigerten sich die Charaktere doch hervor zu kommen, ganz so, wie es bei den Frühlingsblumen war.  Vielleicht haben sie auf die richtige Gelegenheit gewartet? Die kam dann auch bald, wobei es sich eher um einen Moment handelte, den ich immer noch in guter Erinnerung habe. Wir besuchten einen Antikmarkt, und da sah ich ihn, den Spiegel, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Er war klein und oval, und ich habe ihn nicht gekauft, warum, weiß ich eigentlich nicht so genau, aber er tauchte immer wieder vor meinem geistigen Auge auf und nun weiß ich auch, wie es in meiner neuen Geschichte weiter geht, denn dort spielt er, eine nicht unerhebliche Rolle. Vielleicht ist es aber auch gut, das ich ihn nicht kaufte, wer weiß, was mir so alles passiert wäre… Seit sich mir diese Erinnerung immer wieder aufdrängte, geht es auch mit dem Schreiben wieder voran. Es macht mir Spaß und ich bin gespannt, ob sich die Geschichte so schnell entwickelt, wie meine Balkonblumen, die ich als Minipflanzen gekauft habe, und die jetzt tatsächlich groß geworden sind und sich nicht zu schämen brauchen. Auch gab es eine Überraschung mit zwei Pflanzen, die ich einfach vergessen hatte und als ich sie wegwerfen wollte, sah ich, das sie neue Blätter und sogar Blüten hatten. Das hat mich wohl wieder ermutigt weiter zu machen, denn es gibt nichts schöneres als eine Geschichte in Gedanken entstehen zu lassen und sie in Worte zu fassen. Nun lasse ich also den Winter hinter mir und freue mich auf die Dinge, die vor mir liegen. Und ich bin gespannt, welch seltsame, spannende und interessante Blüten mein Leben und die neue Geschichte noch treiben werden.

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