Und immer wieder träumen, schreiben, leben!

Herbstbaum

Wer mich kennt, weiß, das diese drei Dingen eng miteinander verknüpft sind, denn oft sind es die Träume, die mich zu einer neuen Geschichte führen. Und es ist das Leben, was mich zuweilen nachdenklich stimmt.

Oft weiß ich nicht, womit eine Geschichte eigentlich angefangen hat. Meistens sind es neben Träumen auch Bilder, Erlebnisse, Empfindungen, die mit in eine Geschichte einfließen. Und auch in diesem Fall ist es wieder so gewesen.

Der Traum

Am besten lässt sich dieser durch eine Textstelle aus der Geschichte um Sarina beschreiben. Sie erzählt von einem Traum, der sie beinahe das ganze Leben begleitet und dabei ist ihr Leben noch nicht allzu lang, dennoch ist sie in einem Alter, das ich früher als magisch empfunden habe. Klar, das hört sich komisch an aber ich habe den Schritt vom 13. zum 14. Lebensjahr so empfunden und vielleicht habe ich auch deshalb dieses Alter für Sarina gewählt. Denn auch für sie ändert sich schlagartig alles, und sie weiß zunächst einmal nicht, das ihr Leben und das ihrer Lieben, auf Messers Schneide steht. Vielleicht versteht sie es nicht, oder sie will es vielleicht nicht wahrhaben? Sarinas Vergangenheit ist verschwommen aber ein Traum bleibt ihr ganz deutlich in Erinnerung:

(…)

„Dann war es also kein Traum oder?“, fragte sie ihre Mutter mit tränenerstickter Stimme. „Was meinst du Kind, was war kein Traum?“ Sarina blickte verwirrt umher, sie wusste nicht, ob sie ihre Mutter einweihen sollte, oder ob es vielleicht besser war zu alldem zu schweigen. Schließlich fasste Sarina sich ein Herz und antwortete: „Ich habe immer wieder einen Traum. Ich stehe vor einer Felswand, in die Menschen lebendig eingeschlossen sind. Nur ihre Köpfe schauen aus dem Felsen hervor, ihre Körper sind ganz verschwunden, sodass sie sich nicht mehr bewegen können. Ich höre eine Frau, die mir zuruft, ich soll laufen, so schnell und so weit ich laufen kann! Sie schaut mich mit verzweifelten Augen an, und weißt du wie sie aussehen? Sie sind ganz schwarz nur einige violette Punkte konnte ich darin sehen. Aber ich bleibe stehen, drehe mich um und sehe in der Ferne eine riesige, schwarze Maschine, die ganz aus Metall ist, dennoch scheint sie mir wiederum auch menschlich zu sein. Ich kann nicht weglaufen, denn ich will bei der Frau bleiben. Dann wache ich meistens auf!“

Damit begann für mich diese Geschichte, die, wenn sie so wird, wie ich sie mir vorstelle, eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction sein wird. Aber das hängt von vielen Dingen ab, nicht zuletzt von den Charakteren, die, so verrückt es auch klingt, manchmal ein merkwürdiges Eigenleben entwickeln.

Neben diesem Traum, der mich damals erschreckte und gleichzeitig fesselte, flossen viele andere Dinge in die Geschichte mit ein. Es waren einmal viele Bilder, vor allem eines, wovon ich heute immer noch gefangen bin, vor allem, von der Färbung des Himmels.

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Wie wäre es, wenn sich über uns jeden Tag derselbe gelblich braune Himmel wölben würde. Würde es mich beunruhigen? Sarina zumindest ist eher irritiert, ahnt sie nicht, was ihr, ihren Lieben und der Welt, die sie so liebt bevorstehen wird. Nein, sie ist zu jung, um es zu verstehen und dennoch ist sie auserwählt worden, wenn sie auch nicht weiß, für was oder von wem. Sie ahnt nur, das der Traum, den sie immer wieder träumt, etwas damit zu tun hat.

Nachdenklich werde ich immer, wenn draußen ein schweres Gewitter aufzieht, oder auch ein Sturm, der überall Unordnung stiftet, der die Bäume hin und her schwanken lässt. Dann erst ahne ich, wie viel Kraft der Natur inne wohnt. Manchmal kommt es mir dann so vor als bäumte sie sich auf. Und genau dieser Gedanke floss in die Geschichte mit ein. Was wäre wenn…

Für uns wäre es sicherlich das Verhängnis, aber für Sarina bleibt eine Tür offen. Wenn es auch eine merkwürdige Tür in eine trügerische Freiheit ist. Aber davon ahnen sowohl Sarina und auch ich noch nichts. Oder vielleicht doch?

In den nachdenklichen Momenten schreibe ich an, ich nenne es der Einfachheit halber, Sarina, weiter. Mittlerweile umfasst diese Geschichte 50 Seiten. Daneben wird es in diesem Jahr wieder etwas zu Weihnachten von mir zu hören geben. Umrahmt wird das Ganze wie immer von meinem Kontrast-Programm, was Leben heißt. Dabei ist es mir sehr wichtig zwischenzeitlich abzuschalten und viele Dinge zu unternehmen,  anzuschauen und auf mich wirken zu lassen. Denn dann kann es auch mit den Geschichten weitergehen.

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