Wie knüpft man an…?

Es ist immer wieder faszinierend und erschreckend zugleich, wie schnell doch die Zeit vergeht. In meinem Fall eine eher turbulente Zeit, die ich weniger mit Schreiben, viel mehr aber mit den erfreulichen und weniger schönen Dingen des Lebens verbrachte.

Es gibt einige Menschen, die mir eigentlich nahe stehen sollten, die aber so weit von mir entfernt sind, als lebten sie auf einem anderen Stern. Manchmal ist es einen Versuch wert, ihnen erneut zu begegnen. Und manchmal stellt man fest, dass die Sache mit den verschiedenen Planeten und der Entfernung zwischen ihnen doch besser ist. Es gibt Menschen, die ich nicht mehr auf meinen Lebensweg lasse und dann gibt es diejenigen, über dessen Begleitung ich mich freue, Menschen, die ich sehr schätze, weil sie mit mir lachen, weinen, leben. Und, letztendlich kommt es auf nur diese Menschen an.

Auch, wenn das Schreiben ziemlich in den Hintergrund getreten ist, so verging kein Tag, an dem ich die Geschichte nicht weiter verfolgt habe, die da in meinem Kopf herum spukt und weiter geschrieben werden möchte. Nun sind die Zeiten tatsächlich wieder entspannter und ich kann die nötige Ruhe finden, die zum Schreiben nötig ist.

Zum Glück kann ich mein Tempo selbst bestimmen und so sitze ich, endlich wieder vor einem virtuellen, weißen Blatt Papier. Der Unterschied zur früheren Schreibmaschine besteht darin, dass unentwegt ein Cursor blinkt, der mich unerbittlich auffordert, nun endlich loszulegen. Nach einer so langen Zeit, muss ich mir allerdings noch einmal das bisher Geschriebene ins Gedächtnis rufen, die Ereignisse auf mich wirken lassen, die Gedanken wieder aufnehmen, die Gefühle wieder spüren, die mich damals zum schreiben bewogen haben, was gar nicht so einfach ist.

Ja, wie knüpft man an eine Idee an, ohne dass ein zu großer Bruch in der Geschichte entsteht? Ich weiß es nicht, lasse mich aber gerne überraschen.

Und so sitze ich endlich wieder hier, lausche dem Zwitschern der Vögel, die so gar nicht zu der Geschichte passen, oder vielleicht doch? Und so langsam steigen die Bilder des Wüstenplaneten, die Zweifellos zu meiner Geschichte gehören, zu Sarinas Geschichte wieder in mir auf.

 

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