Wie knüpft man an…?

Es ist immer wieder faszinierend und erschreckend zugleich, wie schnell doch die Zeit vergeht. In meinem Fall eine eher turbulente Zeit, die ich weniger mit Schreiben, viel mehr aber mit den erfreulichen und weniger schönen Dingen des Lebens verbrachte.

Es gibt einige Menschen, die mir eigentlich nahe stehen sollten, die aber so weit von mir entfernt sind, als lebten sie auf einem anderen Stern. Manchmal ist es einen Versuch wert, ihnen erneut zu begegnen. Und manchmal stellt man fest, dass die Sache mit den verschiedenen Planeten und der Entfernung zwischen ihnen doch besser ist. Es gibt Menschen, die ich nicht mehr auf meinen Lebensweg lasse und dann gibt es diejenigen, über dessen Begleitung ich mich freue, Menschen, die ich sehr schätze, weil sie mit mir lachen, weinen, leben. Und, letztendlich kommt es auf nur diese Menschen an.

Auch, wenn das Schreiben ziemlich in den Hintergrund getreten ist, so verging kein Tag, an dem ich die Geschichte nicht weiter verfolgt habe, die da in meinem Kopf herum spukt und weiter geschrieben werden möchte. Nun sind die Zeiten tatsächlich wieder entspannter und ich kann die nötige Ruhe finden, die zum Schreiben nötig ist.

Zum Glück kann ich mein Tempo selbst bestimmen und so sitze ich, endlich wieder vor einem virtuellen, weißen Blatt Papier. Der Unterschied zur früheren Schreibmaschine besteht darin, dass unentwegt ein Cursor blinkt, der mich unerbittlich auffordert, nun endlich loszulegen. Nach einer so langen Zeit, muss ich mir allerdings noch einmal das bisher Geschriebene ins Gedächtnis rufen, die Ereignisse auf mich wirken lassen, die Gedanken wieder aufnehmen, die Gefühle wieder spüren, die mich damals zum schreiben bewogen haben, was gar nicht so einfach ist.

Ja, wie knüpft man an eine Idee an, ohne dass ein zu großer Bruch in der Geschichte entsteht? Ich weiß es nicht, lasse mich aber gerne überraschen.

Und so sitze ich endlich wieder hier, lausche dem Zwitschern der Vögel, die so gar nicht zu der Geschichte passen, oder vielleicht doch? Und so langsam steigen die Bilder des Wüstenplaneten, die Zweifellos zu meiner Geschichte gehören, zu Sarinas Geschichte wieder in mir auf.

 

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3 Antworten zu “Wie knüpft man an…?

  1. „Es gibt einige Menschen, die mir eigentlich nahe stehen sollten, die aber so weit von mir entfernt sind, als lebten sie auf einem anderen Stern.“ Du sprichst mir aus der Seele. Gerade weiß ich nicht, was ich mit diesen Menschen anfangen soll – eine erneute Annäherung wagen oder einen endgültigen Cut setzen?

    • Als ich damals deinen Kommentar las, musste ich an viele Gespräche denken, die ich mit Freunden und Bekannten genau über dieses Thema geführt habe. Und die Antwort ist nicht ganz einfach. Dennoch fällt sie mir heute leichter, als noch vor einem Jahr, wobei ich immer nur von mir reden kann, denn ein Patentrezept gibt es nicht.
      Egal ob es Dinge oder Menschen sind, die einem nicht gut tun, die einen daran hindern sein Leben zu leben, davon sollte man sich trennen. Wobei auch ich einen Versuch gemacht habe, ganz ohne Frage. Allerdings war er zum Scheitern verurteilt und ich für meinen Teil habe nun mit diesem Kapitel abgeschlossen und bin froh darüber.
      Es ist immer wichtig festzustellen, verliere ich etwas, werde ich etwas vermissen, und wenn da nichts mehr ist, was diese Gefühle auslöst, ist oft ein Schlussstrich das Allerbeste.

      • Interessant, nach „längerer“ Zeit zu lesen, was ich noch vor einigen Wochen für Überlegungen angestellt habe. Danke für die Erinnerung.

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